Exkursion der Bürgerinitiative ‘GegenWindReichswald‘ nach dem Soonwald im Hunsrück

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Kurz vor der Abfahrt in Kranenburg
Das Thema der Exkursion am gestrigen Samstag war ‘Zerstörung wertvoller Natur im Hunsrück durch die Errichtung von Windparks‘.
Prinz Daniel „Der Feurige“ und sein Funkenmariechen Melanie mussten an diesem Tag auf ihren Bus verzichten. Statt Karnavalisten stiegen am frühen Morgen vier Dutzend Personen in Kranenburg in den Bus: Vertreter der niederländischen und deutschen Politik, Umweltorganisationen, Energiegenossenschaft Kranenburg, die Bürgerinitiative Gegenwindreichswald und interessierte Bürger aus der Grenzregion der Niederlande und Deutschland.
Die Abfahrt war um 7.45 und die Fahrt ging erst in die Nordeifel. Da gab es eine kurze Pause. Danach ging es durch die Eifel weiter nach dem Hunsrück.
Unterwegs erzählte Henny Brinkhof, Feldbiologe in den Niederlanden, welche Vogelarten im Reichswald von ihm uns einigen seiner Kollegen inventarisiert worden sind: 102 Singvogelarten und knapp 70 Zugvogelarten. Dick Visser, Vogelkundler, einer der Kollegen von Henny Brinkhof erwähnte welche Raubvogelarten im Reichswald leben und welche Vogelarten neu im Wald eingezogen sind: Eule, Uhu und Mittelspecht.
Um 11.30 Uhr trafen wir auf dem Parkplatz bei Rheinböllen ein. Es war frisch, trocken und diesig bis neblig. Wir wurden von Wolfgang Piroth von der Bürgerinitiative Soonwald verwillkommt. Anschließend gab es eine Beamer-Präsentation. Mit Fotos und Schemata wurde die Entstehungsgeschichte der Übergang des Naturparks Soonwald in Industriepark Soonwald erzählt. Diese ging gleichsam und ‘heimlich‘. Die grüne Regierung plant bis 2030 100% Energie aus Windenergie. Für die Realisierung davon sind hunderte von Windmühlen geplant.
Die Einheimischen wurden mit den ersten von ihnen überrascht. Als die einmal da standen, konnten sie sich nicht mehr wehren gegen weitere, denn die Bestimmung war getroffen, dass wo Windmühlen installiert waren, weitere errichtet werden dürfen.
Um Ihre Planung zu verwirklichen, setzte die Regierung die Errichtung von Windparken im Hunsrück fort und machte Werbung für das Gute, das sie damit machte. Dass dabei das Ökosystem zu Nichte gemacht wurde, wollte sie nicht wissen.
Heute sind viele Dörfer und Städte im Hunsrück von Windparks sogar umkreist. Die Berge und Wälder sieht man nicht mehr, nur herausragenden Windturbinen. Diese gespenstigen Erscheinungen haben eine große Wirkung auf Mensch und Tier. Die Einheimischen haben keine Ruhe mehr im Auge!
Das Propellerrauschen ist laut und unaufhörlich und seine Reichweite groß und dringt auch in die Häuser ein. Nachts schlafen mit offenem Fenster ist unmöglich. Das Rauschen stört den Schlaf. Tagsüber ist es zu Hause ungemütlich. Immer ist das Summen der Windmühlen zu hören. Sogar dreifache Fensterverglasung reicht nicht immer aus. Die Windmühlen wirken auf die Seelen der Menschen ein. In der Schule haben Kinder sich über die Windturbinen geäußert. Ihre Auffassungen sind Weise. Sie sind auf einem Foto der Präsentation zu lesen.
Tiere im Wald verlassen die Umgebung der Windmühlen. Der Natur wird in einem weiten Umkreis artenarm.
Das Maß ist nun für die Hunsrücker Bevölkerung voll. Sie steht massenhaft gegen die Regierung auf und akzeptiert keine weiteren Windmühlen in ihrer Region.
Überall stehen Schilder mit‚ ‘das Maß ist voll‘ und es sind Aktionsgemeinschaften gegründet. In einer kleinen Region wurden innerhalb von zwei Wochen 7000 Unterschriften gesammelt gegen weitere Windparke. Viele Bürger im Hunsrück sind richtig böse auf die Regierung. Was die damit macht, muss man abwarten. Bei den Wahlen wird es sich zeigen.
Nach der informationsreichen Präsentation fuhren wir mit dem Bus weiter nach Ellern. Einige Kilometer südlich davon haben wir uns eine Riesenwindmühle angeschaut und sahen wie viel Natur dafür verloren gegangen ist und hörten das Propellerrauschen, das sich wie Tinitus offenbarte.
Danach machten wir eine kurze Hunsrückfahrt, um einen Eindruck der bestehenden Windparke zu bekommen. Es ging über die B 50 nach Argenthal und Simmern zurück nach Rheinböllen. Da verabschiedete Wolfgang Piroth sich von uns und wir fuhren über die Autobahn zurück nach Kranenburg. Um 19.15 Uhr trafen wir dort ein und gingen mit vielen Eindrücken und Gedanken nach Hause.
Am Niederrhein in Kreis Kleve ist es glücklicherweise noch nicht so weit wie im Hunsrück. Aber die Methodik der skrupellosen Einführung von Windparks kann hier nachgefolgt werden. Dafür muss die Bevölkerung aufpassen! Glücklicherweise gibt es hier auch die Bürgerinitiative mit dem passenden Namen ‘GegenWindReichswald‘.
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Eelco Hekster aus Kranenburg | 24.01.2016 | 19:20  
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