Meine Serie im Lokalkompass im Wahlkampf 2015 .... Drei Fragen an .... heute: Tatjaana Kemper, Sozialdemokratische Partei

Anzeige
Möchte Bürgermeisterin in Kranenburg werden - Frau Tatjaana Kemper von der SPD
Tatjaana Kemper ist stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Kranenburg. Die sympathische und intelligente Kommunalpolitikerin der Grenzfeste Kranenburg möchte am 13. September diesen Jahres Bürgermeisterin
werden. Hier die drei Fragen mit den Antworten von Frau Kemper:

1. Was würden Sie als Bürgermeisterin von Kranenburg in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Haushalt ändern?

Ein ausgeglichener Haushalt sollte immer Ziel jedes wirtschaftlichen Handelns in der Gemeinde sein. Zu begrüßen und der Politik vor Ort zu danken ist die Tatsache, dass Kranenburg schuldenfrei ist, es gibt aber immer noch ein jährliches Defizit zu verkraften. Wir brauchen deshalb nachhaltige Investitionen und langfristig tragfähige und gut durchdachte Konsolidierungsmaßnahmen.
Neben einer Sparpolitik sind zukunftsträchtige und ressourcenschonende Investitionen wichtig. In Kranenburg ist der Wirtschaftszweig Tourismus ausbaufähig, was auch dem ortsansässigen Einzelhandel zugute kommt und somit den Leerstand im Ortskern entgegen wirkt. Der Ortskern von Kranenburg hat im Vergleich zu den Dorfplätzen der gemeindeeigenen Ortschaften wenig Aufenthaltsqualität und benötigt dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität. Nur durch eine Verbesserung der Aufenthaltsqualtiät erreichen wir eine Aufwertung des Einzelhandels. Hierzu sollte es ein Maßnahmenkatalog geben, den die betroffenen Einzelhändler in Zusammenarbeit mit Bürgern und Politik gemeinsam erarbeiten.
Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität Kranenburg als Wohnstandort ist ein weiterer tragender Wirtschaftsfaktor. Hierbei ist der demographische Wandel in gleicher Weise zu berücksichtigen als die Tatsache, dass Kranenburg ein ländlich orientiertes Wohnumfeld hat und auch dem Naturschutz genügend Raum gegeben werden muss. Leider sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten Baugebiete entstanden, die lediglich den größtmöglichen Gewinn erzielen sollten. Eine Familienkomponente war dabei nur ein kleiner finanzieller Anreiz zum Kauf eines Grundstückes. Es fehlen Plätze zum Verweilen und Orte für gemeinsame Aktionen. Ebenso fehlen Konzepte zum nachhaltigen Wohnen und des Mehrgenerationenwohnens.


2. Wie sind Ihre Vorstellungen in Hinsicht auf Ausbau von Naherholung, Kultur und Infrastruktur in der Gemeinde Kranenburg?

Der Rad-Wandertourismus und die Draisine in Kranenburg erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit. Viele Aktionen des Kranenburger Tourismus “Kranenburg genießen” sind sehr beliebt und somit ausbaufähig. Familien und Menschen mit Behinderung haben im Bereich der Naherholung leider noch ein etwas stiefmütterliches Dasein. Für diese Gruppen muss es mehr Angebote geben bzw. sie sollten mehr Berücksichtigung finden in vorhandenen Angeboten.
Eine Bahnverbindung von Nijmegen nach Kleve, die in Groesbeek und Kranenburg Zwischenstation haben muss, ist sehr begrüßenswert. Nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch zur Förderung von Tourismus und Nahmobilität. Eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist ein wesentlicher Standortvorteil wirtschaftlicher Unternehmen als auch für Familien und Senioren zum Vorteil. Nicht zuletzt kommt es unserer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sehr zugute.


3. Was würde sich grundlegend in der Beziehung von Verwaltung zum Bürger ändern?

Eine frühzeitige und ausführliche Information der Bürgerinnen und Bürger als auch ein offener Dialog mit den Bürgern bindet sie mehr in wichtigen Entscheidungsprozessen ein, bzw. macht diese Prozesse transparenter. Vor wichtigen Aufstellungsbeschlüssen, z.B. zu den Windrädern im Reichswald, hätte vorab eine ausführliche Information erfolgen müssen, um im Dialog mit den Bürgern Standpunkte zu klären.
Ein zentrales Ehrenamtsportal hat viele Vorteile für die Bürger der Gemeinde Kranenburg. Ausbau und Sicherung des Ehrenamts sowie eine gute Koordinierung ehrenamtlicher Arbeit sind somit möglich. Vereine haben zunehmend Probleme, ihren Vorstand zu besetzen. Ein zentrales Portal ist dabei hilfreich.
Nahezu ein Drittel der Einwohner Kranenburgs sind Niederländer. Diese Tatsache erfordert ein Nachdenken zur optimalen Integration: Auf Neubürger zugehen, Hilfe anbieten, wo sie gebraucht wird, sprachliche Barrieren überwinden helfen. Ein Tag der Möglichkeiten, wobei Vereine und Initiativen sich vorstellen, das Bürgerhaus als zentrale Anlaufstelle für Jung und Alt: Es gibt viele Aspekte einer gelebten Willkommenskultur.


Wer sich für die Ziele und Aufgabenstellung von Frau Kemper interessiert, hier die Website: www.tatjaana-kemper.de
6
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
3.816
Bernhard Ternes aus Marl | 02.08.2015 | 18:32  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.