Weihnachts- und Neujahrsgruß des Kranenburger Bürgermeisters Günter Steins

Anzeige
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende und gerade ältere Menschen fragen sich häufig: Wo ist die Zeit geblieben. Diese Frage leitet meist eine intensive Rückschau in die vergangenen Jahre ein und Vieles erscheint im Nachhinein in einem anderen, oftmals auch besseren Licht.

In der Gemeinde Kranenburg bestimmte im Jahre 2014 das Thema „Windpark im Reichswald“ die öffentliche Diskussion. Daneben standen die Dauerthemen „Große Straße“, „Pfarrheim im Klostergarten“ und zuletzt die „Schülerbeförderung“ mit den Linienbussen der NIAG im Focus des öffentlichen Interesses. Es ist sehr zu begrüßen, dass die Bürgerinteressen sich in Foren und im Rahmen der themenbezogenen Ausschusssitzungen des Rates bemerkbar machen. So wird deutlich, was wünschenswert oder machbar ist und an welchen Stellen die Lösungsmöglichkeiten eher begrenzt sind oder gar außerhalb der eigenen Entscheidungskompetenz liegen.

Nach der Kommunalwahl im Mai 2014 haben sich die Mehrheitsverhältnisse im Rat der Gemeinde leicht verschoben. Gleichgeblieben ist die gute Gesprächskultur unter allen Fraktionen und ich nutze die Gelegenheit gerne, mich bei allen Ratsmitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit zu bedanken.

Das nächste Jahr wird dadurch geprägt sein, erkennbare Entwicklungen zielführend zu begleiten. Für die Erweiterung des Einkaufszentrums am Großen Haag beginnt die konkrete Planungsphase, mit der die Fragen der Verkehrsführung, der Parkplatzangebote und nicht zuletzt die des zusätzlichen Warenangebotes aufgeworfen werden. Mit der Erweiterung in den folgenden Jahren müssen wir Sorge dafür tragen, dass wir für alle Bürgerinnen und Bürgern die ausgezeichnete Versorgungsinfrastruktur vor Ort erhalten können.

Nach der Passanten- und Einzelhandelsbefragung verlangt die Diskussion um die Große Straße nun nach einer Entscheidung. Nahezu alle Beteiligten sind sich einig, dass die Verkehrsbelastung zu hoch ist und die Befahrbarkeit der Großen Straße in beiden Richtungen erhalten bleiben soll. Diese Erkenntnis zielt darauf ab, den Durchgangsverkehr davon abzuhalten, die Straße nur als den kürzeren Weg zu nutzen. Wie das genau zu bewerkstelligen ist, sollte im Frühjahr des nächsten Jahr entschieden und mit Beginn des Sommers umgesetzt werden.

Spätestens im August 2014 stellte sich die Frage nach der weiteren Verwendung des ehemaligen Hauptschulgebäudes, das sich in einem sehr guten Zustand befindet. Es ist auf der Grundlage der Gebäudestruktur und des vorhandenen Inventars sinnvoll, dort wieder eine Bildungseinrichtung zu etablieren. Die sich in der Genehmigungsphase befindliche private „Euregio Realschule“ entspricht dieser Nutzungsoption vollumfänglich. Würde die Gemeinde Kranenburg das Gebäude einer entsprechenden Trägereinrichtung übertragen, wäre das für alle Beteiligten vorteilhaft. Das trifft im besonderen Maße für die Schülerinnen und Schüler zu, die diese Schule mit Beginn des Schuljahres 2016/17 besuchen könnten.

Mit Eigenmitteln der Gemeinde und Unterstützung des Landes NRW soll 2015 ein weiterer Abschnitt des Radweges von Groesbeek nach Kranenburg entlang der Bahngleise realisiert werden. Die Baukosten werden insgesamt 437.000 Euro betragen und voraussichtlich mit 234.000 € bezuschusst. Dieses ursprünglich als „Prestigeobjekt“ abgelehnte Vorhaben stößt nun auch bei den Kritikern auf zunehmende Akzeptanz. Die Verbindung ist ohne Zweifel für unsere Tourismusinfrastruktur eine Bereicherung und sie ist für die grenzüberschreitende Radwegeverbindung zwischen Kranenburg, Groesbeek und Nijmegen von strategischer Bedeutung, denn mit dem E-Bike verkürzt sich die Fahrzeit auf gut ausgebauten Radwegen erheblich.

Die Sanierung der Klever Straße steht für das Jahr 2017 an. Die Straße erhält eine neue Oberfläche und wird voraussichtlich um einen Meter schmaler. Die zusätzliche Fläche wird für die Straßenentwässerung gebraucht. Durch die Sanierungsmaßnahme werden die Anlieger der Klever Straße nicht mit Anliegerbeiträgen belastet.

Es bereitet mir eine besondere Freude, wenn ich die Zahlen der Schuldenprognose für die Gemeinde Kranenburg sehe. Die Gemeinde wird, 25 Jahre nach dem Erreichen des mit 15,5 Mio DM höchsten Schuldenstandes, ab dem 16. Februar 2015 schuldenfrei sein. Darauf können die Bürgerinnen und Bürger, der Rat und die Verwaltung stolz sein! Wir dürfen bei dieser Gelegenheit nicht vergessen, dass es die Ratsvertreter der 90-iger Jahre waren, die durch ihre mutigen Entscheidungen die richtigen Weichen zu diesem Erfolg stellten.

Für die Bürgerinnen und Bürger sieht die Entwicklung der finanziellen Belastung durch Steuern, Gebühren und Abgaben ebenfalls relativ günstig aus.
Zur besseren Übersicht dient als Vergleichsmaßstab der obligatorische 4-Personen-Haushalt, der die üblichen kommunalen Leistungen wie Abwasser- und Abfallentsorgung sowie die Biotonne in Anspruch nimmt. Für diesen Haushalt sinkt die Gesamtbelastung im nächsten Jahr um 2,40 €.

Über Klimaschutz und CO2-Einsparung zu reden ist Silber, Klimaschutz aktiv betreiben ist Gold. Diese leicht abgewandelte Redensart spiegelt sich auch in den Investitionsprojekten der letzten Jahre wider und sie wirkt sich für die Zukunft auch wirtschaftlich aus. Dazu zwei Beispiele:

In diesem Jahr ging Ende März die Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach in Betrieb. Sie hat bis heute 13.363 kWh Strom erzeugt. Der Gesamtstromverbrauch im Rathaus konnte so zu 36 % mit eigenerzeugtem Sonnenstrom gedeckt werden.
Auch der Umbau der Straßenbeleuchtung macht sich positiv bemerkbar. 2009 haben wir für die Straßenbeleuchtung noch 370.000 kWh verbraucht. In der letzten Abrechnungsperiode waren es bei einer leicht höheren Anzahl von Straßenlaternen nur noch 280.000 kWh. Eine Einsparung von ca. 24,3 %.

Energie auf der einen Seite vermeiden und auf der anderen Seite den dann noch benötigten Strom klimafreundlich durch eine vertretbare Nutzung der regenerativen Energien erzeugen. Diesen Weg müssen wir gemeinsam weiter beschreiten und deshalb werden wir im nächsten Jahr einige Klassen- und Büroräumen mit LED-Technik ausrüsten und die Realisierung des Windparks im Reichswald weiter vorantreiben. Für letzteren zitiere ich gerne ein altes chinesisches Sprichwort: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen!“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wie im vergangenen Jahr wird auch das Weihnachtsfest 2014 für einige Kinder in unserer Gemeinde besonders schön. Im Rahmen der „Rathaus-Weihnachtsbaum-Wunschaktion“ hatten wir 64 Kinderwunschzettel an dem Weihnachtsbaum im Foyer des Rathauses befestigt. Innerhalb weniger Tage waren alle Zettel abgenommen und die Geschenke eingeliefert. Allen Bürgerinnen und Bürgern danke ich herzlich für ihre Mithilfe.

Dank sage ich auch denen, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit und persönlichem Engagement dazu beitragen, das Leben vieler Mitmenschen angenehmer zu gestalten. Das gilt für die Arbeit im Verborgenen ebenso wie für die vielfältige Arbeit in Vereinen auf sportlichem, karitativem und kulturellem Gebiet.

Für das neue Jahr wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern ein besinnliches, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und für das Jahr 2015 Gesundheit, Glück und Wohlergehen.
Mit diesen Wünschen verbinde ich die herzliche Einladung zur traditionellen Neujahrswanderung in Kranenburg am 11. Januar 2015.

Kranenburg, im Dezember 2014
Ihr
Günter Steins
-Bürgermeister-
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.