Freie Fahrt für die Draisinen der Grenzland-Draisine GmbH ab dem 17. März – die Strecke Kranenburg - Groesbeek (Folge 3)

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Relikt aus der Eisenbahngeschichte zwischen dem Bahnhof Kranenburg und Schwarzländer Weges
 
Blänke in der Nähe des Schwarzländer Weges
Die zweite Tour der Grenzland-Draisine hat eine Länge von 5,5 km und führt vom Draisinenbahnhof Kranenburg nach Groesbeek in den Niederlanden und zurück, oder von Groesbeek nach Kranenburg und zurück. Diese Tour verdankt ihren Namen der Tatsache, dass die Fahrer unterwegs in den Nachbarland Niederlande fahren.
Der Kranenburger Bahnhof, auf welchem Gelände der Draisinenbahnhof sich befindet, liegt außerhalb des alten Stadtkerns. Die Schienen führen durch ein Gehölz und Bauland in westnordwestliche Richtung zum Hettsteeg.
Einst war Hettsteeg eine Bauernschaft, also ein Gebiet mit Bauerhöfen, die zusammen eine Gemeinschaft bildeten. Auch jetzt noch stehen Katen und Höfe an diesem Weg, obwohl auch hier Neubau ist. Die Schienenbahn kreuzt den Hettsteeg und setzt sich auf einem Damm zwischen zwei schmalen Streifen mit Bäumen fort. Es geht durch das Rittersgut, einst das Landgut eines Richters zum Übergang über den Schwarzländer Weg, dem letzten vor der Bundesgrenze. Hier ist es ländlich und idyllisch. Zugmaschinen sieht man hier in der Überhand.
Nachdem der Schwarzländer Weg überquert ist, geht es in einem ausgedehnten Bau- und Wiesenland mit einzelnen Bauerhöfen weiter. Neben der Schienenbahn haben Fußgänger und Radfahrer einen schmalen Pfad entstehen lassen. Die nutzen den Weg, den nun als Radweg
ausgebaut worden ist, noch immer. Er ist die kürzeste Verbindung von Groesbeek mit Kranenburg. Nur noch ein paar Meter sind es zur Bundesgrenze. Da hat die Grenzland-Draisine GmbH eine Haltestelle gebaut. Es lohnt
sich hier ein wenig zu verweilen. Die Aussicht ist herrlich. Etwa 20 m über die Grenze, ganz nah an der Schienenbahn, liegt der erste von drei Teichen, wahrscheinlich Blänke, die die nach der Urbarmachung übergeblieben sind. Denn hier gab es früher ein ausgedehntes Sumpfgebiet. Die Gewässer sind mit Schilf
umzäunt. Diese Region heißt Schildbroek.
Es geht über 750 m weiter zum ersten Straßenübergang in den Niederlanden, dem über den Boersteeg. Dieser Weg verbindet viele der Einzelhöfe im Grünen mit dem Cranenburgsestraat.
Der Hof am Bahnübergang ist architektonisch interessant. Es hat ein hervorspringendes Portal mit einem Gesims. Unter dem Dachrand ist Ziermauerwerk).
Der Teil des Groesbeeker Beckens zwischen der Grenze und Boersteeg heißt Schildbroek. Diese Region und das angrenzende niederländische Gebiet war früher Moorland. Es wurde urbar gemacht und landwirtschaftlich genutzt. Die Bauern haben ihr Wiesen- und Bauland gemistet, damit der Ertrag sich verbesserte. Durch die spätere Intensivierung der Landwirtschaft haben Bauern ihr Betrieb aufgegeben. Eine Parzelle westlich des Boersteegs ist in Besitz der Stiftung Landschap Ooypolder-Groesbeek. Sie hat die mit Phosphat verseuchte Oberschicht abtragen lassen. Samen der ursprünglichen Pflanzen, die Würmern tief in die Erde transportiert hatten, konnten sich entkeimen und entwickeln, da diese nach dieser Abragung an die Oberfläche gelangt waren. Nun gedeihen hier wieder die früheren Pflanzen. Dieses Naturschutzgebiet heißt Spoorgat. Die Schienenbahn führt daran vorbei. Dieses Gebiet ist für Publikum geöffnet. Vor dem Zaun steht eine Bank.
Wenn an dem Spoorgat vorbeigegangen ist, ändert die Landschaft sich kaum. Bald werden zwei Zubringerstraßen zur Cranenburgsestraat überquert. An der zweiten davon liegt das Weingut Heikant. Hier hat Winzer Müskens seine Reben. Sie stehen auf einem Hang eines Flugsandrückens. Müskens hat die Rebensorten Cabernet, Cabernet-blanc und Regent. Er besitzt auch eine eigene Kelterei.
Er bietet Rundführungen an, informiert dabei über die Weinherstellung und zeigt seine Kelterei. Dafür muss ein Termin vereinbart werden. Telefon: 0031-243971442.
Reben auf dem Weingut de Heikant
Unweit des Weinguts kreuzt die Schienenbahn die Cranenburgsestraat. An dieser Straße stehen mehrere historische Bauernhöfe und Katen.
Von der Cranenburgsestraat zum Hulsbroek sind 450 m. Hier gibt es ein Industriegelände, das zu Groesbeek gehört (Foto oben). Hinter den Betrieben darauf, beginnt der Wohnort. Viel davon ist nicht sichtbar. Der letzte Abschnitt mit einer Länge von 1300 m geht zum Teil auf einem Damm zwischen Gebüsch und Bäume. Landschaftlich sind die letzten Meter schon reizvoll.
An der Dorpsstraat steht der Draisinenbahnhof Groesbeek. Hier geht die Fahrt zu Ende. Der Bahnhof liegt im Herzen des Dorfes. Bevor die Heimreise angetreten wird, ist noch genug Zeit diesen Teil des Dorfes mal anzusehen. Im zweiten Weltkrieg wurden große Teile davon vernichtet. Die Dorfskirche blieb einigermaßen gespart und konnte restauriert werden. Der Turm datiert aus dem 14. und das Schiff aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche steht ganz in der Nähe des Draisinenbahnhofs.
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