Goya-Ausstellung im Stadtmuseum eröffnet

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"La Tauromaquia" (Der Stierkampf) heißt ein Zyklus der Ausstellung, in der unser Fotograf Museumsleiterin Dr. Hella-Sabrina Lange und Prof. Dr. Helmut C. Jacobs ablichtete. (Foto: Michael de Clerque)

"Ein Prophet der Moderne" ist der Titel der Ausstellung mit Werken des spanischen Malers Francisco de Goya, die am Sonntag im überfüllten Stadtmuseum eröffnet wurde. Die Ausstellung ist noch bis zum 13. August zu sehen; im Rahmenprogramm gibt es zahlreicheAngebote zu Leben und Werk des Künstlers, das sich an verschiedene Interessen- und Altersgruppen richtet.

Von Elfie Steckel

"Im Langenfelder Spanien-Jahr war es für uns nicht einfach, unter den zahlreichen Künstlern des Gastlandes den passenden auszusuchen", stellte Dr. Hella-Sabrina Lange, Leiterin des Museums im Freiherr-vom-Stein-Haus, bei der Vernissage fest. Sie habe sich schließlich für Goya entschieden, weil er schon vor 200 Jahren Werke geschaffen habe, die heute aktueller denn je seien. Die gerade erfundene Technik der Aquatinta habe er zur Perfektion entwickelt. Was er darstelle, sei alles andere als leichte Kost. Er habe statt "netter Kunst" eher das gezeigt, vor dem man heute noch gerne die Augen verschließe.

Sich selber besser kennen lernen

In ihrer von Begeisterung und umfangreicher Kenntnis geprägten Rede schilderte sie auch Goyas Lebenslauf, der wie bei so vielen späteren Berühmtheiten bescheiden startete. Er schaffte es über viele Stufen bis zum Direktor der Kunstakademie und schließlich zum Hofmaler, der beachtlichen Reichtum erwarb -- und ihm gelang der Spagat, sowohl im Einklang als auch im Gegensatz zu den herrschenden Zuständen seiner Zeit zu wirken. Lange abschließend: "Vielleicht hilft uns Goya dabei, uns selbst ein wenig besser kennen zu lernen".

Bürgermeister Schneider hatte zuvor einleitende Worte zu Werk und Ausstellung gesagt und dem Publikum unbedingt die Teilnahme an einer der Führungen empfohlen, um die Feinheiten der Werke zu entdecken. Er dankte dem leihgebenden Stadtmuseum Oldenburg ebenso wie dem Team um Lange für die hervorragende Arbeit.

Musikalische begleitung

Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Helmut C. Jacobs, Professor für Hispanistik an der Uni Duisburg-Essen, auf dem Akkordeon mit spanischen Kompositionen aus Goyas Zeit. Die Gäste der Eröffnung lernten ihn als wahres Multitalent kennen: Seine Musik gibt es auf CDs, er hat Bücher über Goya, aber auch über zahlreiche andere weltbekannte Spanier geschrieben und bietet dies nun während der Ausstellung im Museums-Shop an -- und er hält auch noch einen "ganz spannenden Vortrag über die Geheimnisse der Caprichos, einem Teil der Goya-Werke", wie er sagte.
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