Im Stadtmuseum: Langenfeld von oben

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Nach den Anweisungen von Felix Wilke (links) wurden mit der städtischen Drohne Luftaufnahmen gemacht, die genau den gleichen Ausschnitt der Stadt zeigen wie die älteren Luftaufnahmen, die er im Stadtarchiv bei Marco Klatt (2.v.r.) ausgewählt hatte. Mit ihm freuen sich über die gelungene Ausstellung im Stadtmuseum seine "Chefinnen" Martina Seuser (Stadtbibliothek) und Dr. Hella-Sabrina Lange (Stadtmuseum / Stadtarchiv). Foto: Michael de Clerque
Langenfeld (Rheinland): Stadtmuseum |

Der 19jährige Felix Wilke aus Hilden macht ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (FSJK) in Langenfelds Stadtmuseum und Stadtbibliothek. Er ist der vierte Abiturient, der sich nach Ende der Schulzeit nicht gleich ins Studium stürzt, sondern in den beiden kulturellen Einrichtungen erst noch einmal "schnuppern" und sich orientieren möchte. Das Jahr geht für ihn sehr erfolgreich zu Ende: Er präsentiert ab Dienstag, 1. August, im Stadtmuseum die von ihm selbst konzipierte Ausstellung „Langenfeld – Eine Stadt von oben“. 

Felix Wilke (19) hat die Ausstellung konzipiert

Felix weiß nun auch, was er studieren möchte: Maschinenbau an der Technischen Hochschule Aachen. Bei einem Gespräch mit dem Wochen-Anzeiger berichtet eer darüber, wie froh er ist, die Chance zu eigenverantwortlicher Arbeit bekommen zu haben. Er habe auch Unterstützung von vielen Seiten erlebt. Fast das ganze Jahr lang habe er an dem Plan zur Ausstellung gearbeitet, nachdem er im Gespräch mit Stadtarchivar Marco Klatt auf die Idee mit den Luftbildern gestoßen sei. Im Archiv gibt es zahlreiche Luftbilder aus unterschiedlichen Epochen; das älteste in der Ausstellung datiert aus den 50er Jahren und zeigt den Berliner Platz. Neun Fotos hat er schließlich ausgewählt und dann den genau gleichen Standort wie der damalige Fotograf gesucht, um ein Foto mit der Drohne machen zu lassen. Dabei halfen ihm die zwei "Drohnen-Fotografen" Tobias Rasch und Andreas Voss aus dem Rathaus, die die Lizenz für diese Luftaufnahmen aus maximal 100 Metern Höhe haben. Felix begleitete sie bei den Aufnahmen mit dem Tablett und dem Bild von einst. "Ich wollte ja genau den gleichen Blickwinkel haben wie der damalige Fotograf", erzählt er.

Für ein Jahr lang zu sehen

Das ist ihm auch sehr gut gelungen, wie übrigens auch das ganze Logistisch-Organisatorische, das schließlich auch noch zu einer umfassenden Ausstellung gehört, von einem Stadtplan mit den markierten Standorten bis zur Beschriftung der Bilder, die nun im Treppenhaus des Stadtmuseums für etwa ein Jahr lang zu sehen sein werden.

Lobende Worte für Felix

Seine beiden "Ausbilderinnen" im Museum und in der Stadtbibliothek, Dr. Hella-Sabrina Lange und Martina Seuser, finden reichlich lobende Worte über ihren Freiwilligen, der sich mit den ihm gestellten Aufgaben gut zurecht gefunden habe, ob es nun um Verwaltungsarbeit oder um Kontakte zu den Besuchern ging. Vom etwas schüchternen Schüler habe er sich zu einem selbstbewussten jungen Mann entwickelt, der nun seinen Weg gehen werde.

Dr. Hella-Sabrina Lange  rechnet mit vielen Besuchern

Museumschefin Dr. Lange rechnet bei der Luftbild-Ausstellung wieder mit sehr vielen Besuchern, die sich ihre Stadt aus einem ungewöhnlichen Winkel ansehen werden. Sehr große Beachtung bei den Besuchern fand auch schon die jetzt abgebaute Ausstellung seiner Vorgängerin über die „Hauptstraße im Wandel der Zeit“.

Beispiele aus der Ausstellung

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