Langenfeld: Spanien als Jahresprojekt 2017

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Da wird uns Langenfeldern im nächsten Jahr doch so einiges Spanisch vorkommen, denn der Kulturausschuss hat gerade noch rechtzeitig vor der kommunalpolitischen Sommerpause die Ampeln auf Grün gestellt. Statt des ursprünglich favorisierten Großbritannien votierten die Vertreter der Ratsparteien einstimmig für das größte Land auf der Iberischen Halbinsel.

Europäischen Union im Blickpunkt


Langenfeld. Die britische Volksbefragung über Pro und Contra zur EU hat vielfältige, wahrscheinlich noch nicht völlig absehbare Folgen, und selbst bis ins kleine Langenfeld merkt man – wenn auch schwache – Auswirkungen. Zum 10. Mal soll anno 2017 ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union im Blickpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens stehen, beginnend vom Neujahrssempfang mit dem Botschafter oder Kulturattaché des Mottolandes bis zur Schlemmermeile mit kulinarischen Spezialitäten aus eben jener Region.

Damoklesschwert Brexit


Nun hatte die CDU im Februar einen Antrag für Großbritannien eingereicht, der seinerzeit aber nicht behandelt, sondern zurückgestellt wurde. Schon damals hing das „Damoklesschwert Brexit über uns, und jetzt stehen wir vor dem Scherbenhaufen“, wie Gerold Wenzens (BGL) in der Kulturausschussitzung am Dienstag sagte. Für viele der Jahresprojekte seien umfangreiche Vorbereitungen nötig, die nun in kürzerer Zeit bewältigt werden müssen. Eigentlich hätte seine Fraktion an Großbritannien festgehalten, denn noch „sind die Engländer ja nicht raus“, aber man schließe sich wohl oder übel der Mehrheitsmeinung an.
Und die war eindeutig. Schon in der Einleitung zum Tagesordnungspunkt berichtete Ausschussvorsitzende Elke Horbach (SPD), sie habe sich umgehört und immer wieder sei Spanien als „Ausweich“ genannt worden.
Bürgermeister Frank Schneider sagte, in der Vergangenheit seien sowohl bekannte als auch weniger bekannte Länder mit großem Erfolg vorgestellt worden, und wenn nun Spanien beleuchtet werde, dann solle im Folgejahr wieder mal ein kleineres, unbekannteres Land an die Reihe kommen. Ingrid Bembennek (Theater-AG) bedauerte, dass die Entscheidung erst jetzt falle, zumal in einigen Bereichen doch weit mehr vorzubereiten sei als einen Vortrag zu buchen. Dabei spielte sie auf ihre umfangreichen Recherchen und mühevollen Textbücher für ihr Musikschul-Projekt an. „Aber egal, jedes Land ist erst mal ein weißer Fleck auf der Landkarte, und ich werde ihn abarbeiten“, sagte sie.
Hiltrud Markett, Sprecherin der CDU-Fraktion, beantragte schließlich formell, Spanien zum Länderprojekt 2017 zu machen. Alle Ausschussmitglieder votierten dafür – damit könnte man schon heute ausrufen: „!Olé! Bieñvenida España!“
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