Nichts als Stress... Neues Stück der Studiobühne wurde bejubelt

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Das Trio besingt den Freizeit-Stress: Lana Depperschmidt (hinten), Katja Liever (vorn) und Heike Schubert (rechts). Foto: Michael de Clerque

Was tut man nicht alles, nur um nicht nichts zu tun? Das fragte sich auch Elisabeth Schafheutle, Regisseurin der „Blinklichter“ und der „Studiobühne“, und schrieb herrlich schrullige, lustige und herzerfrischende Texte zum Thema „Feierabend“. In Sketchen wurden sie vom achtköpfigen Ensemble der Kabarettgruppe unter Beifall und Lachsalven des Publikums auf die Bühne des Flügelsaals gebracht.

Wer glaubt, der Normalbürger (also auch der Langenfelder) ginge nach getaner Erwerbsarbeit einfach nach Hause, legte die Beine hoch und ließ sich bis zur Schlafenszeit vom Fernseher berieseln, der irrt gewaltig. Nach den Recherchen der Autorin und den lebhaften Darstellungen ihrer Schauspieler zu urteilen, tut sich da ein unglaubliches Spektrum auf. In dem Kabarett mit Lokalkolorit geht es zum Beispiel um absurde Rekorde beim Bügeln oder beim Wurstwassertrinken, um das Training für den Schlemmermeilen-Triathlon oder die Brötchentasten-Kurzstrecke. Die Freizeit kann man natürlich auch ruhiger verbringen – im Urlaub beispielsweise, oder man kann etwas tun für das Vaterland – wie in der „Heimat-Security“, die hervorragend verkörpert wurde von Stefan Becker und Volker Arnold.
Ach ja, die Darsteller! Sie alle geben ihr Bestes und stressen sich für eine gelungene Aufführung und die Unterhaltung des Publikums. Allen voran die „alten Häsinnen“ Katja Liever und Heike Schubert, aber auch Regina Schneider wird vielen Rollen gerecht und begeistert durch ihre Stimme, und selbst Debütantin Lana Depperschmidt macht glänzend mit. Peter Boxberg nimmt man den hyperaktiven Freizeitaktivisten ebenso ab wie Ulrich Mikosch den Bankmanager oder den unermüdlichen Rentner mit Rollator, doch die meisten Lacher verbucht Stefan Becker – allein schon wegen seines schwäbischen Akzentes.
Gleich mehrere Aufgaben hat Volker Arnold prima geschafft – er ist Schauspieler, Bassist in der Band, und er hat außerdem die Liedtexte zu bekannten Hits geschrieben und die musikalischen Arrangements realisiert. Hut ab! Viel Beifall gab es auch für seine Bandkollegen Alexandra Visser (Saxophon und Querflöte), Harald Stober (Gitarre) und Heiner Wroblowsky (Schlagzeug). Die Lieder einstudiert hat Iva Danova, und sämtliche Fäden hielt Elisabeth Schafheutle zusammen.
Sie schlug zum Abschluss auch noch eine Freizeitbeschäftigung vor für alle, die mit ihrer freien Zeit nichts anzufangen wissen: Die Studiobühne sucht noch Verstärkung, und wer fünf Monate lang mindestens dreimal pro Woche bis 23 Uhr proben möchte (und auch noch etwas Talent hat), ist herzlich willkommen!
Und dann gab es noch ein paar Frauen und Männer, die unauffällig und freundlich mit Getränkeflaschen zwischen den Tischen hin und her huschten und die Gäste bewirteten – auch eine willkommene Art der Feierabend-Beschäftigung für die Mitglieder des Fördervereins.

Nach dem Premieren-Wochenende gibt es noch sieben weitere Vorstellungen der Studiobühne im Flügelsaal, und zwar am Freitag, 20. Mai, um 20 Uhr, Samstag, 21. Mai, ebenfalls um 20 Uhr, Sonntag, 22. Mai, um 19 Uhr, Donnerstag, 26. Mai, um 19 Uhr, Freitag, 27. Mai, um 20 Uhr, und dann noch mal am Wochenende, 28. Mai, um 20 Uhr und am 29. Mai um 19 Uhr.
Die Karten kosten einschließlich Getränke im Vorverkauf 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro (auf den hinteren Plätzen 14 und 16 Euro) zuzüglich 5 Prozent Vorverkaufsgebühr und 1,50 Euro Systemgebühr beim Internetkauf.
Vorverkaufsstellen sind an der Kasse im Schauplatz (Montag bis Freitag 15 bis 18.30 Uhr, Samstag 10 bis 15 Uhr), unter www.schauplatz.de oder im Bürgerbüro des Rathauses.
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