Tango-Ikonen Nicole Nau und Luis Pereyra im Schaustall

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Die Tango-Ikonen Nicole Nau und Luis Pereyra zeigen am kommenden Samstag im Schaustall ihr Können. Hier beim Foto-Shooting mit dem Fotografen Michael de Clerque
Langenfeld (Rheinland): Schaustall |

Im Hintergrund werden die letzten Erinnerungen an die Schlemmermeile weggeräumt, als die Tango-Ikonen Nicole Nau und Luis Pereyra in feinster Tanzgarderobe durch Langenfeld laufen.

Langenfeld. Nicole Nau trägt bequeme FlipFlops zum langen, roten Tanzkleid – die Tanzschuhe werden erst fürs Foto angezogen. Das sommerliche Schuhwerk passt, Luis Pereyra, ihr Partner im Beruf und privat, trägt schwarz. „Kurz bevor wir hierhin flogen, sagten alle Deutsche am Telefon, dass es total kalt hier ist – und jetzt ist es viel wärmer, als in Argentinien“, sagt Nicole Nau mit einem Lachen. Dort indes ist Winter und kurz vor Abflug gab es sogar Hagel für das Paar, die außerhalb des hektischen Trubels von Buenos Aires leben. Es reicht eine spielerische Foto-Pose, um einen kleinen Vorgeschmack auf ihre Show „Tanze Tango mit dem Leben“ zu geben - mit der die beiden in Begleitung zweier Musiker am Samstag (3.9.) im Schaustall zu Gast sein werden.


Große Stars in Südamerika


Die beiden Tanz-Ikonen, die in Südamerika große Stars sind und es zum Beispiel auf eine Briefmarke geschafft haben, waren im letzten Jahr bereits mit einer großen Show-Produktion im Schauplatz zu Gast. Viele Gäste sind nach dem Abend auf die beiden zu gekommen mit vielen Fragen. Diese Fragen hat Nicole Nau in ihrem Buch „Tanze Tango mit dem Leben“ beantwortet und nun wird an einigen, exklusiven Abenden „das Buch getanzt“.

Perfekte Geschichte des Tangos


Nicole Nau, der mit Anfang 20 als junge Grafikerin in Düsseldorf „das Papier zu klein wurde“, suchte und fand ihr Glück in Argentinien und dem Tango. Luis Pereyra, aus der tiefsten Provinz kommend, tanzte sich bis zum Broadway – und irgendwann trafen sich die beiden. Die persönliche Geschichte des Paares spiegelt beinahe perfekt die Geschichte des Tangos wieder, einem Tanz des Treffens: von Migranten, die aus Europa nach Südamerika kamen und dort den Leuten des Landes begegneten.


Leben ohne Tango - unvorstellbar


Nun „räumen wir auf mit Tango-Klischees“, erzählt Pereyra, der sich in Deutschland besonders „auf lange, ruhige Spaziergänge im Wald freut“. „Er scharrt im Flugzeug schon mit den Schuhen“, lacht seine Frau, die hier besonders die „Sicherheit und das alles, immer funktioniert“ schätzt, sich trotzdem ein Leben in Deutschland nicht mehr vorstellen kann. Denn für sie würde es sich nicht richtig anfühlen, Tango ohne sein Land und dessen Geschichte(n) zu tanzen. Und ein Leben ohne Tango? „Unvorstellbar!“ für Nau und Pereyra.
„Was ist eigentlich Tango?“, soll zum Schluss noch schnell geklärt werden, als Nicole Nau wieder aus ihren Tanzschuhen in die FlipFlops schlüpft: „Tango bedeutet alles“, sagt sie und winkt in den Langenfelder Sommerhimmel.
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