Traditionelle Weihnachtsgeschichte 2016

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  Ende der Flucht
Der kleine Weihnachtsengel Dezember 2016



Wenn sich der Himmel wie jedes Jahr im Dezember rot färbt ist dies ein
Hinweis, dass hoch oben im Himmel die Vorbereitungen auf das
Weihnachtsfest stattfinden.
Es scheint, dass die himmlische Backstube voll in Betrieb ist. Spekulatius,
Süßigkeiten und Geschenke müssen verpackt werden. Das Christkind und
seine Engel treffen letzte Reisevorbereitungen für ihren Besuch auf Erden;
gilt es doch auch in diesem Jahr den Menschen Freude zu bereiten. Die
Schutzengel sind besonders schön anzusehen, begeben sie sich doch auf
den Weg zu den Menschen, die sie das ganze Jahr über schützen. Sie
haben ihre schönste Kleidung als Schutzengel an.
Der Gesang ist bekanntlich die Sprache der Engel und so jubeln die
himmlischen Heerscharen schon seit Stunden, damit ihre Stimmen zu
Weihnachten überall auf der Erde, auch in Langenfeld und Monheim, zu
hören sind.
Der Chor der Engel, der sich in einer Gruppe aufgestellt hat, hatte kaum
das Lied „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf
Erden“ angestimmt, als ein kleiner Engel plötzlich zu singen aufhörte. Er
war im unendlichen Chor zwar nur eine kleine Stimme, sein Schweigen
machte sich aber dennoch bemerkbar.
Die übrigen Engel stutzten und das Schweigen pflanzte sich rasch fort. Mit
einem kraftvollen Gesang hatte dies nichts mehr zu tun.
Der erfahrende und mächtige Engel Martinus, gleichzeitig auch der
Chorleiter, trat auf den kleinen Engel zu und fragte erbost: " Warum singst
du nicht ?"
Er antwortete: "Ich wollte ja singen. Ich habe meinen Teil gesungen bis zum
Ehre sei Gott in der Höhe. Aber als dann das mit dem "Frieden auf Erden
unter den Menschen" kam, konnte ich nicht mehr weiter mitsingen. „
ch sehe viele Flüchtlinge, die in unseren Ländern am Ende ihrer Flucht
angekommen sind. Da, wo sie herkommen, ist es verboten, Weihnachtslieder
u singen. Es ist verboten, einen Christbaum aufzustellen. Und ganz besonders
verboten ist es, die Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Sie flohen vor Jahren aus
hrer Heimat, weil sie Christ geworden sind – darauf steht in vielen Ländern die
Todesstrafe.
mmer und überall verbreiten sich Krieg und Schrecken, bringen Junge und
alte Männer, Frauen und Kinder um und nennen das Frieden. Überall gibt
es Menschen, die ihre Heimat verlieren. Auch in unseren Städten
Langenfeld und Monheim leben Menschsein, die Schlimmes erlebt haben.
Und auch sonst herrschen Streit und Gewalt, fliegen Fäuste und böse
Worte zwischen den Menschen und regiert Bitterkeit gegen
Andersdenkende. Es fehlt in großem Umfang das Miteinander unter den
Menschen, Verstehen und Vertrauen.
Es ist nicht wahr, dass auf Erden Friede unter den Menschen herrscht
und ich singe, so der kleine Engel mit viel Mut, nicht gegen meine
Überzeugung"!
Der große Engel sah den kleinen Engel lange schweigend an. Recht hast
Du, sagte er nachdenklich. Aber die Geburt des Christuskindes will ein
Zeichen setzen für eine bessere Zukunft.
Ich habe für dich und deine Freunde einen besonderen Dienst zu
Weihnachten ausgedacht", sagte der Großengel. "Als Friedensengel werdet
hr euch zu den Menschen begeben. Ihr werdet bei Tag und bei Nacht
unterwegs sein und an die Türen der Häuser pochen. Wir, die himmlischen
Heerscharen, werden euch mit unserem Gesang begleiten".
Die Engel mit ihrem weißen Gewand sollen Hoffnung bringen und
Vertrauen zwischen den Menschen schaffen.
Wer in Langenfeld und Monheim den kleinen Engeln begegnet sollte
wissen, sie sorgen für ein friedvolles Weihnachten unter allen Menschen in
unseren Wohnungen und Häusern. Und wenn wir singen "Ehre sei Gott in
der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden" hören wir genau hin, ob
uns die kleinen Engel begleiten.
Vielleicht hat er auch eine Botschaft für uns!

Rolf D. Gassen
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