Weihnachtsgeschichte 2013 - Die Engel kommen zur Erde

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  Weihnachtsgeschichte 2013

Die Engelskinder Anna und Lea

Wie alle Jahre wieder kündigt sich das Weihnachtsfest durch die festlich beleuchteten Geschäfte und durch die Weihnachtsmärkte an.

Der Weihnachtsmann hat wieder viel Arbeit, indem er alle Geschenke für die Kinder, die schon die Tage bis zum Weihnachtsfest zählen, auf seinen großen Schlitten verstaut. Der Schlitten sieht sehr prächtig aus. Er ist vollgepackt und wird von 10 flinken Rentieren gezogen.

8 Engel begleiten den Weihnachtsmann, denn sie sind dazu bestimmt, die Geschenke zu verteilen. Das ganze Jahr über waren sie und andere Engel damit beschäftigt, die passenden Geschenke für die Kinder auszusuchen. Das war gar nicht so einfach, denn die Wünsche der Kinder sind sehr unterschiedlich. Schließlich müssen die Geschenke über die ganze Erde verteilt werden, denn Weihnachten in Asien, z B auf den Philippinen, findet einige Stunden früher statt als in Europa und in Amerika. In diesem Jahr haben sich die Engelskinder Anna und Lea durch ihren Fleiß bei der täglichen Himmelsarbeit besonders ausgezeichnet und dürfen den Weihnachtsmann begleiten.

Beide sind schon seit Wochen sehr aufgeregt und sie träumen jede Nacht von der himmlischen Bescherung und der Fahrt mit dem wunderschönen Rentierschlitten zur Erde.

Am Heiligen Abend ist es endlich soweit. Der Weihnachtsmann gibt das Startzeichen. Die Rentiere haben vor Aufregung rote Nasen, und die Engel haben ihre goldenen Flügel solange geputzt, dass sie jetzt im Sternenlicht wunderbar funkeln und blinken. Was für eine großartige Erfahrung und einen riesen Spaß ist es, mit dem Geschenkschlitten durch den Himmel zur Erde zu sausen.

Der Heilige Mann dreht sich zu seinen Engeln um, lächelt sie freundlich an und blinzelt mit den Augen, als ob er etwas sagen wollte. Er weiß, dass die gefährlichste Strecke auf dem Weg zur Erde noch bevorsteht und jedes Jahr Engel vom Schlitten herunterfallen. Wer am Heiligen Abend den Himmel genau beobachtet, kann dies mit ein wenig Glück auch selber sehen. Es sieht aus wie Sternschnuppen, die vom Himmel herunter purzeln.

Im nächsten Moment geht ein Ruck durch den Schlitten, ein heftiger Sturm hat ihn erfasst. Die Geschenkpakete geraten ins Rutschen und die Engel drohen vom Schlitten herunter zu fallen. Nur durch ein schnelles Bewegen ihrer Flügel können sie den Sturz auf die Erde vermeiden. Die Engelskinder Anna und Lea, deren Flügel noch nicht so kräftig sind, greifen nach dem Schlitten, aber die schnelle Fahrt führt dazu, dass sie nacheinander vom Schlitten herunterfallen.
Sie werfen noch einen letzten Blick zum himmlischen Schlitten, der schon weit davongefahren ist. Unter sich sehen die beiden Engelskinder schon die Häuser und Straßen der Menschen.

Sie landen am Rande einer großen Stadt. Hier ist es nicht so hell und festlich wie im Zentrum der Stadt und wie es von oben aussieht. Fest halten die beiden Engel ihre Geschenkpakete in der Hand.

Die Menschen, die hier am Rande der Stadt leben, sehen nicht sehr fröhlich aus. Die Engel im Himmel sind immer freundlich und nett, und es gibt niemals Streit. Die Erfahrung, traurige Menschen zu sehen, ist für die Himmelsboten ganz schlimm, denn keiner hat sie im Himmel darauf vorbereitet.

Hass, Neid, Bösartigkeit, Hunger und Kälte zwischen den Menschen, ja sogar Kriege und Naturkatastrophen sind auf der Erde weit verbreitet. Dies gibt es im Himmel nicht; deshalb kennen Engel auch keine Tränen.

Die beiden Engelskinder wissen, dass der Weihnachtsmann mit dem Schlitten erst nächstes Jahr wieder zur Erde kommen und beide zurück zu den Engeln im Himmel mitnehmen kann.

In einem verfallenen Haus treffen die Himmelskinder ein junges Ehepaar, das zwei Kinder hat. Sie schenken ihnen ein himmlisches Lächeln und übergeben die Geschenke. Das Haus sieht aus wie der Stall, indem einst das Christkind geboren wurde.

• Durch viele heitere Geschichten und ihr Lächeln verbreiteten die Engelskinder eine gute Stimmung, passend zum Weihnachtsfest. Sie beschließen als Schutzengel bei der kleinen Familie auf der Erde zu bleiben.

Bis weit nach Mitternacht wird erzählt und gesungen, gegessen und getrunken. Gespräche sind der Weg vom Ich zum Du und eine Brücke vom Himmel zur Erde!

Rolf D. Gassen im Dezember 2013
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