25 Jahre Bettine-von-Arnim-Gesamtschule

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Die Architektur der Schulgebäude ist beeindruckend und in unterschiedliche Bereiche unterteilt, wie sie dem pädagogischen Konzept entsprechen.
 
Grün ist eine dominierende Farbe in dem Gebäudekomplex, und viele Pflanzen gibt es nicht nur in den Pausenhöfen, sondern auch in den Wintergärten gleichenden Treppenhäusern.
Langenfeld (Rheinland): Bettine-von-Arnim-Gesamtschule |

Heftige Debatten in der Kommunalpolitik, aber auch in der Bevölkerung begleiteten die „Geburt“ der ersten Gesamtschule, die von einem Zweckverband der Nachbarstädte Langenfeld und Hilden schließlich doch noch ins Leben gerufen wurde. Nun feiert die „Bettine-von-Arnim-Gesamtschule“ ihren 25. Geburtstag. Mit Schulleiter Peter Gathen blicken wir auf diese Zeit zurück.

Engagement einer Elterninitiative

Eine Elterninitiative hatte sich zunächst in Langenfeld seit 1985 für die Gründung einer Gesamtschule stark gemacht. Die Idee stieß im (konservativen) Langenfeld auf ziemlich taube Ohren – gelinde ausgedrückt. Ein Vorstoß in Hilden wurde auch nicht gerade bejubelt. Selbst die Umfrage unter den Eltern der 3. und 4. Grundschulklassen brachte nicht die erforderliche Anzahl von 112 künftigen Schulkindern zustande. Wenn man die Zahlen aus beiden Städten allerdings addierte...

Nach fünf Jahren wurde der Einsatz belohnt

Wie das Rechenkunststück dennoch klappte, ist inzwischen Geschichte, und zwar eine außerordentlich erfolgreiche. Die Kreisverwaltung schaltete sich ein und ermittelte den Bedarf für eine Gesamtschule im Südkreis, und so wurde nach fünf Jahren „Kampf“ ein Zweckverband der Städte Langenfeld und Hilden für die Gründung einer Gesamtschule beschlossen. Die ersten Unterrichtsjahre fanden in der Schule am Götscherweg statt. Sechs Jahrgänge haben hier sogar ihren Abschluss erreicht.
Schon 1992 lag allerdings der Beschluss für einen Neubau vor, der ebenfalls in Langenfeld entstehen sollte; die Schülerzahl setzte und setzt sich immerhin aus zwei Drittel Langenfelder und aus einem Drittel Hildener Kinder zusammen. Das Schulgebäude wurde an der Hildener Straße 1996 mit vier Zügen und dem Start in die gymnasiale Oberstufe eröffnet, doch schon bald folgte die Erweiterung auf sechs Züge. Das bedeutet 180 neue Schüler in jedem Schuljahr – mit allen Stärken und Schwächen, Talenten und Fehlern, Interessenlagen und Förderchancen.

Campus-Feeling

Da war sie also, die so umkämpfte neue Schule – und was für eine Schule! Der gesamte Komplex gleicht eher einem Campus als einem Schulgelände. Die Architektur ist inspiriert von den pädagogischen Ansprüchen und nach modernsten Standards gebaut. Solarenergie, viel Grün, gesonderte Schulhöfe für die einzelnen Stufen, Sonnenterrasse und Oberstufencafé sind nur einige bauliche Punkte, die wirklich dem Anspruch gerecht werden: Die Schule verstehen als Wohn- und Arbeitsraum.

Bis Klasse 9 keine Sitzebleiber

So begeistert charakterisiert Schulleiter Peter Gathen in unserem Gespräch „seine“ Schule, in der er zurzeit mit weiteren rund 130 Lehrern (auf etwa 90 Stellen) exakt 1317 Schüler unterrichtet. Doch er hat auch viele Gründe, stolz zu sein auf diese Schule, deren dritten Leiter er ist – nach Peter Behringer und Frau Ackers-Weiss. Schon im Schuljahr 1997 / 98 wurde hier die Behindertenintegration eingeführt, das heißt, dass von den sechs Klassen eines Jahrgangs eine integrative Klasse mit 18 Regelschülern und sechs Kindern mit besonderem Förderbedarf eingerichtet wird. Seit zwei Jahren werden sogar 12 Kinder mit Förderbedarf beschult, allerdings aufgeteilt in zwei Klassen. In dieser Schule gibt es auch bis Klasse 9 keine Sitzenbleiber – das ist aber alles nur möglich mit vollem Einsatz der Lehrer und Fachkräften wie dem Beratungslehrer oder dem Sozialpädagogen.

Um jedes Kind wird sich gekümmert

Die Bettine-von-Arnim-Gesamtschule versteht sich als Schule für alle Kinder – vom Förderschüler bis zum Abiturienten. Systemisch wird sich um jedes Kind gekümmert. Groß geschrieben wird die Werte-Erziehung beispielsweise durch die Unterstützung verschiedener sozialer Projekte...

„Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“

Im Untertitel führt die Schule seit einiger Zeit die Bezeichnung „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“. Das weist darauf hin, dass die Schüler eine Differenzierung des Unterrichts vornehmen können und dass auch die Neigungen nicht zu kurz kommen, ob es nun um Technik und Arbeitslehre oder um musische Bereiche bis zum Theaterspielen, um Sprachzertifikate oder Wirtschaftsenglisch oder vieles mehr geht.

Kooperationen mit Unternehmen aus der heimischen Wirtschaft

Und es bedeutet auch, dass die Schule Kooperationsverträge mit Partnern aus der heimischen Wirtschaft geschlossen hat, die den Schülern schon frühe Einblicke in das Berufsleben ermöglichen, den Unternehmen aber auch interessierte Nachwuchskräfte vermitteln können. Dafür ist die Schule schon mehrfach ausgezeichnet worden, auch für ihre sportlichen Erfolge auf nationaler Ebene, aber auch für das sehr gute Abschneiden bei der Qualitätsanalyse, kurz: Die Schüler und auch die unzähligen engagierten Eltern (etwa 800 gehören dem Förderverein an, dazu kommt noch der Elternbeirat, der Mensaverein und andere mehr) ebenso wie die nicht minder engagierten Lehrer können nach 25 Jahren eine durch und durch positive Bilanz ziehen.

Jubiläumsfeiern


Die offizielle Festveranstaltung findet am 28. August um 11 Uhr im Forum der Gesamtschule mit Vertretern der beiden Städte, der Kooperationspartner und der Schulgemeinde statt.

Am Samstag, 5. September, wird von 14 bis 18 Uhr ein großes Sommerfest auf dem gesamten Schulgelände gefeiert. Die erwarteten 3000 Gäste können sich auf ein vielseitiges Programm mit Aktivitäten und Vorführungen, Speisen und Getränken, der Schulband und einer Tombola mit knapp 2 000 Gewinnen freuen.

Das Schulfest mündet ab 18 Uhr in ein Ehemaligentreffen, zu dem schätzungsweise 1000 Schüler und ihre Lehrer erwartet werden. Musikalisches Highlight des Abends ist die Bayer-Big-Band unter Leitung von Jörg Kaufmann.
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Rolf D. Gassen aus Langenfeld (Rheinland) | 21.08.2015 | 12:05  
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