Brand in Hochhaus: Feuerwehr Langenfeld übte in Münster

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(Foto: Feuerwehr Langenfeld)
 
(Foto: Feuerwehr Langenfeld)

Ein Hochhaus brennt. Mehrere Personen sind in dem Gebäude eingeschlossen und im vierten Obergeschoss steht eine Person am Fenster und droht zu springen. In kürzester Zeit hat der Einsatzleiter die Lage erfasst und ein Sprungpolster in Stellung gebracht, als die panische Person auch schon aus dem Fenster in das Sprungpolster springt.

Was sich dramatisch anhört, ist Gott sei Dank nur eine von den vielen Übungen, denen sich Einsatzkräfte der Feuerwehr Langenfeld am letzten Wochenende in Münster stellten.
Geübt wurde erstmals auf dem Übungsgelände des Instituts der Feuerwehr, das eine Vielzahl von Übungsmöglichkeiten bietet. Das Übungsgelände, auf dem normalerweise die praktische Führungskräfteausbildung der Feuerwehren in NRW stattfindet, kann an den Wochenenden von den kommunalen Feuerwehren für die praktische Ausbildung genutzt werden. Insgesamt übten dort, in zwei Gruppen aufgeteilt, rund 60 Personen, sowohl freiwillige als auch hauptamtliche Kräfte. Durch die Aufteilung in zwei Gruppen war sichergestellt, dass der Brandschutz in Langenfeld jederzeit gewährleistet war.
 

Zusammenarbeit und Abläufe wurden geprobt


An beiden Tagen standen unterschiedlichste praktische Übungen auf dem Programm, bei denen sowohl die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einheiten, als auch einzelne Abläufe geübt wurden. Die Übungsszenarien deckten das breite Spektrum des Aufgabenbereichs der Feuerwehr sehr gut ab. Vom Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person über einen Unfall in einer Baugrube mit einer abgestürzten Person bis hin zum Starkstromunfall im Bahnbereich war alles dabei. Dadurch wurden die übenden Einsatzkräfte immer wieder vor neue, ihnen unbekannte, Herausforderungen gestellt. Dabei galt es sowohl die Lage schnell zu erfassen und die richtigen Anweisungen zu geben, als auch die verschiedenen notwendigen Einsatzabläufe weiter zu optimieren.
 
Auch die Leiterin des Fachbereichs, Marion Prell, konnte sich vor Ort von den einmaligen Übungsmöglichkeiten in Münster überzeugen. „Es ist schon etwas anderes für die Einsatzkräfte, ob sie in einem Gerätehaus üben, wo sie jeden Winkel kennen oder ob sie hier üben, wo es wirklich eine Vielzahl unterschiedlichster Übungsmöglichkeiten gibt. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die an den Übungen teilgenommen haben aber auch Holger Haritz, der bereits seit fast einem Jahr dieses Wochenende geplant hat.“
 

Abrisshäuser werden zu Übungszwecken in Langenfeld gesucht


„Es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht hier zu üben. Auch für die Verbesserung des Miteinanders war das Wochenende gut geeignet.“ kommentieren Wolfram Polheim und Frank Noack. „Es wäre schön, wenn wir auch in Langenfeld mal die Möglichkeit bekommen würden in realistischer Umgebung zu üben. Wer deshalb in Langenfeld ein Abrisshaus an der Hand hat, in dem wir üben können, darf sich gerne bei uns melden. Wir sind unter der Telefonnummer (0173) 2104987 erreichbar.“
 
„Insgesamt war das Wochenende für alle Beteiligten eine sehr interessante Erfahrung. Sowohl die Einsatz- als auch die Führungskräfte haben viele neue Erkenntnisse gewonnen. Ein besonderer Reiz lag meiner Meinung nach auch darin, dass wir dieses Mal die Einsatzgruppen gemischt zusammengestellt haben. Das heißt, dass Einsatzkräfte aus den unterschiedlichsten Einheiten auf einmal gemeinsam in einer Gruppe zusammenarbeiten mussten. Das hat sehr gut funktioniert“, resümiert Holger Haritz, der Organisator des Wochenendes.
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