Initiativkreis zur Anbringung einer Gedenktafel im Eingangsbereich des St. Martinus Krankenhauses

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Dr. med. Zade mit Hund (Foto: Archiv Stadt Langenfeld)
Wider das Vergessen

Die Ereignisse in Deutschland gegen Flüchtlinge veranlassen uns, wider das Vergessen auch in unserer Stadt Zeichen zu setzen. Die Verbrechen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft in deutschem Namen begangen wurden, dürfen nicht in Vergessenheit geraten, nicht verschwiegen, verharmlost oder gar geleugnet werden.
Auch für die nachfolgenden Generationen müssen die Verbrechen in Erinnerung bleiben.
Bei einem Treffen im St. Martinus Krankenhaus hat sich ein Initiativkreis gegründet, der dem jüdischen Kinderarzt Dr. med. Hugo Zade und seiner Familie eine Gedenktafel errichten will.
Die Gedenktafel soll ihren Platz im Eingangsbereich des Krankenhauses finden, sobald der geplante Umbau dieses Bereiches fertig gestellt ist.-
In Zusammenarbeit mit der Krankenhausleitung wird der Initiativkreis die Vorbereitungen für die Gestaltung und für den Standort der Gedenktafel weiterführen. Die ersten Gespräche haben bereits stattgefunden.

Dem Initiativkreis gehören an:

Rolf D. Gassen, Dipl Betriebswirt

Kar-Heinz König, Rektor i. R


Stefan Winkelmann, Oberarzt am Martinus-Krankenhaus
L’feld

Dr. Zade war von 1905 bis 1936 als Kinderarzt in Langenfeld tätig.
Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde ihm ab 1933 die Ausübung seines Berufes zunehmend erschwert und zuletzt unmöglich gemacht, so dass er 1937 schließlich nach Köln zog und im dortigen Jüdischen Krankenhaus bis zu dessen Schließung tätig war. 1944 wurde Dr. Zade mit Frau und Tochter 1944 nach Polen deportiert. Nach einem Zwischenaufenthalt im KZ-Lodz fanden sie gemeinsam den Tod im Vernichtungslager Auschwitz
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