Klaus Leisten feierte seinen 70. Geburtstag.

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Klaus Leisten (mit BVB-Kissen) mit seinen Mitbewohnern der AWG Kreuzstr.21, seinen Betreuerinnen Ute Breit (2.von re.) und Heidemarie Busch (3.von li.) und seiner Schwester Hannelore Hobe (4. Von re.). Zum Geburtstag freute er sich vor allem über Fan-Artikel des BVB Dortmund.
Seit 25 Jahren ist sein Zuhause in der Lebenshilfe-Außenwohngruppe Kreuzstr. 21.

Langenfeld. Die ganze Liebe von Klaus Leisten gilt dem Fußballverein BVB Dortmund, er war und ist seit vielen Jahren sein Fan. „Dieser Fußballverein ist für ihn das Wichtigste, er kennt alle Spieler und hängt jeden Samstag am Radio, um die neuesten Sport- bzw. Fußballnachrichten zu hören“, sagt seine Stiefschwester Hannelore Hobe, die sich immer noch rührend um ihn kümmert. Trotzdem ist heute die Lebenshilfe-Außenwohngruppe in der Langenfelder Kreuzstraße 21 sein Zuhause. „Es kann schon mal vorkommen, dass ich ihn anrufe, um ihn für das Wochenende abzuholen, und er sagt mir, dass er lieber in seiner Gruppe bleiben möchte, so wohl fühlt sich Klaus hier“, erzählt Hobe.

„Das erste Jahr als Lebenshilfe-Bewohner verbrachte Klaus Leisten im Lebenshilfe-Wohnheim Langenfeld am Auguste-Piccard-Weg, aber das war ihm nicht familiär genug“, berichtet Ingrid Schmitz, lange Jahre Lebenshilfe-Mitarbeiterin der Außenwohngruppe Kreuzstraße 21. „Aber erst als er in die Kreuzstraße umzog, hatte er seinen Platz gefunden und ist seitdem dort glücklich.“

Dem stimmen auch seine jetzigen Betreuerinnen Ute Breit und Heidemarie Busch zu, die seit zehn Jahren diese Außenwohngruppe betreuen. Klaus Leisten, der sich in seiner Gruppe seit 25 Jahren wohl fühlt, liebt die Ordnung, sein Zimmer ist immer tipptopp aufgeräumt. Von 1982 bis 2005 war er Mitarbeiter der WFB Werkstätten Langenfeld, arbeitete vor allem viele Jahre in der WFB Lise-Meitner-Straße und dort in der Außenarbeitsgruppe Garten- und Landschaftspflege. „Seit er Rentner ist, fährt er gerne mit, wenn Besorgungen und Einkäufe zu erledigen sind“, erzählt Ute Breit. Tagsüber sei er in der Seniorengruppe des Wohnheims, bis seine Mitbewohner von der Arbeit zurück sind.

Am 04. August 1947 wurde Klaus Leisten in Düsseldorf geboren und lebte dort bis zum Tod seines Vaters 1981, danach bei seiner Stiefmutter in Erkrath. Seine Mutter starb, als er zwei Jahre alt war, aber er hatte trotzdem das Glück, in einer intakten Familie aufwachsen zu können. Für Menschen mit geistiger Behinderung gab es damals noch keine Fördermöglichkeiten.

Klaus Leisten feierte vor zehn Jahren seinen 60. Geburtstag mit einer Ehrung durch die St. Sebastanus-Schützenbruderschaft Langenfeld-Immigrath, die ihm eine besondere Freude machen wollten, und einem Ständchen der Langenfelder Stadtmusikanten. „Heimatmusik, Schützenfeste und Karneval gehören zu seinen Vorlieben“, sagt Schmitz. Auch wenn die Kräfte nachlassen, feierte er gern seinen 70. Geburtstag am 05. August im Kreis seiner Mitbewohner und der naheliegenden Außenwohngruppen, seiner jetzigen und ehemaligen Betreuerinnen, Freunde und seiner Schwester.
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