Museum wird zum Erlebnisort

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Zelt, Höhle oder Holzhütte – die Modelle zeigen den Kindern der Kita „MöWe“, wie man ind er Steinzeit gelebt hat. Foto: Michael de Clerque
 
Lea Vissers, die ihr Freies Soziales Jahr im Stadtmuseum absolviert, bereitet die Kids der Kita MöWe auf die Schatzsuche von Steinzeit-Repliken im Sand vor. Foto: Stadtmuseum

Nach den museumspädagogischen Angeboten für Grundschulen stehen mit den Vorschulkindern nun auch die Kleinsten im Mittelpunkt des Stadt-museums Langenfeld. Die Gruppen der Kita „MöWe“ erkundeten spielerisch, was es im Museum alles zu endecken gibt.

Ein Walkman, eine Dynamotaschenlampe, eine Henkeltasse und eine alte Kindergartentasche waren der Inhalt des Museumskoffers den Alexandra Hinke Anfang des Jahres in die Kindertagesstätte „MöWe“ mitgebracht hatte.
Die Sachen aus „Omas Zeiten“ interessierten die Kindergartenkinder genauso wie die Öllampe und die Glasflasche, welche die Mitarbeitern des Stadtmuseums als Römerfunde aus dem Museumskoffer zauberte. Spannend auch, sich gemeinsam zu überlegen, um was für einen Gegenstand es sich handelt und wer diesen einmal benutzt hatte. „So schaffen wir den Bezug zur Lebenswelt der Kids“, erklärt Alexandra Hinke die Aktion, die das Interesse am Thema wecken soll.

Museum spielerisch erkunden

Nach dem kleinen Vorgeschmack auf das Langenfelder Museum waren die Gruppen der Kita „MöWe“ in den Herbstferienwochen nun zu Gast im Freiherr-vom-Stein-Haus und erkundeten spielerisch, was es in einem Museum alles zu entdecken gibt. Nach der Forschertour, bei der die Kids das Museum erstmalig kennengelernt hatten, wurde es in der vergangenen Woche dann ganz speziell: es war Steinzeit-Zeit im Pädagogikraum des Freiherr-vom-Stein-Haus.
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie lange die früheste Epoche der Menschheitsgeschichte eigentlich schon her ist, versammelten sich die 20 Kids der Kita „MöWe“ erst einmal rund um einen Zeitstrahl und sortierten dort – neben Oma und Opa – auch Ritter, Römer und alte Ägypther, entsprechend der Zeit in der sie leben und lebten, ein.

Kind sein in der Steinzeit

Bei dem Thema „Kind sein in der Steinzeit“ versetzte Alexandra Hinke die Kids der Kita „MöWe“ mit Hilfe einer Geschichte in das Leben der Menschen von vor 10.000 Jahren. Wie hat man damals gelebt? Was trug man für Kleidung? Worin hat man gewohnt? Wie wurde Feuer gemacht? Diese und viele weitere Fragen fanden während des einstündigen Programmes ihre Antworten auch in vielen anschaulichen Objekten der Ausstellung des Langenfelder Museums.

Die Frage, warum wir so viel über die Steinzeit wissen, konnten viele der 20 Kids dann schnell beantworten. „Aus der Erde“, wusste nicht nur Hannah, sondern auch Lasse und Emily waren sich einig. Das lag sicherlich auch daran, das einige von den Vier- bis Sechsjährigen bereits zum zweiten Mal die Steinzeit im Museum erleben durften. Die „Wiederholungstäter“ waren so fasziniert von den pädagogischen Angeboten des Museums, dass sie beim zweiten Ausflug der Kita MöWe ins Freiherr-vom-Stein-Haus nicht fehlen wollten. Das lag sicherlich auch an der archäologischen Aktion, bei der die Kids auf Schatzsuche gehen konnten. Aus Sand wurden Steinzeit-Repliken wie Speer- oder Messerspitzen ausgegraben – da wollte jeder gerne mal mit anfassen.
„Zu den Römern kommen wir wieder“, verspricht Dorothee Kieschnick, stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte . Denn: das Stadtmuseum hat noch mehr pädagogische Angebote für die Grundschulen und Kitas der Stadt vorbereitet.

„Wir möchten die jungen Leute ins Museum holen“, erklärt Alexandra Hinke das Engagement und verweist auf die Flyer, die nach den Herbstferien an den Start gehen werden.

Mehr Infos gibt es unter Telefon 02173/794-4403
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