Solinger Straße wird zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich

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Die Pläne für eine Fußgängerzone sind vom Tisch - es soll aber ein „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ entstehen. Foto: Michael de Clerque

"Wir freuen uns, dass das Eingangstor zur Innenstadt endlich verschönert werden soll“, sagte Sven Lucht, Sprecher der IG Solinger Straße, dessen Kollegen mit ihm seit rund zehn Jahren auf die Verschönerung des Straßenabschnitts von der Friedhofstraße zur Sparkasse warten. Lucht saß im Publikum, als sich der Bauausschuss am Donnerstagabend mit eben jenem Thema befasste.

Langenfeld. Die Verwaltung hatte, wie Franz Frank, Leiter des Referats Umwelt, Verkehr und Tiefbau, sagte, vor der Planung eine Verkehrszählung vorgenommen, die zu dem Schluss führten, dass der Ausbau des 220 Meter langen Teilstücks zu einer kompletten Fußgängerzone nicht möglich ist. Frank: „Eine Schließung der Straße für den Verkehr würde dazu führen, dass in den Seitenstraßen eine drei- bis vierfache Belastung durch den Autoverkehr auftreten würde. Schon heute müssen wir beispielsweise in der Johannesstraße bei Festen ein Parkverbot erlassen, damit der Verkehr überhaupt noch fließen kann“.

Erreichbarkeit der Parkhäuser


Die Erreichbarkeit der Parkhäuser, besonders das des Marktkarrees, muss weiterhin gewährleistet sein. Das Fazit: Der Autoverkehr bleibt also. Der Bauverwaltung schwebt deshalb eine Neugestaltung ähnlich der Hauptstraße vor, bei der die Parkplätze entlang der Straße eventuell erhalten bleiben und andererseits der Bereich für Fußgänger verbreitert werden solle. Fachleute nennen das einen „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“.

Querungshilfen


Hannes Uhlig vom Planungsbüro Dr.-Ing. Reinhold Baier aus Aachen präsentierte dem Ausschuss Umbaupläne mit geringfügigen Variationen. Dieser Straßenabschnitt habe eine „bemerkenswerte Entwicklung“ erfahren und verfüge über „Platzbereich“, die durchaus besser verbunden und aufgewertet sein sollten. Mit dem Pflaster ist er nicht durchgängig einverstanden, die Querungshilfe vom Ausgang Stadtgalerie (C&A) hinüber zum Parkplatz auf der nördlichen Straßenseite sollte dringend verlegt werden, die Radwege sollten entfallen, die Bäume entlang der Straße sollten stehen bleiben und ergänzt werden.


Stellplätze erhalten


Drei Querungshilfen sieht Uhlig in diesem Bereich vor: Vom Rathaus zur Sparkasse, jenen zu versetzenden Übergang von C&A zum Parkplatz (beide von Nord nach Süd) sowie einen Übergang im Kreuzungsbereich Johannesstraße / Friedhofstraße / Fußgängerzone, allerdings in Ost-West-Richtung, um dem Autofahrer ganz klar den Beginn der für ihn gesperrten Zone anzuzeigen. Diese „Absperrung“ könne durch einen Minikreisel erfolgen, er selbst favorisiere allerdings eher eine rautenförmige Straßenführung. Dies alles ist laut Planer umsetzbar mit 15 Stellplätzen. Wenn allerdings darauf verzichtet wird, könne man die Aufenthaltsqualität auf diesem Straßenstück verbessern mit Hochbeeten oder Außengastronomie.

Abstellplätze für Fahrräder


Die Ausschussmitglieder nahmen den Vortrag zur Kenntnis – überwiegend zustimmend. Lediglich die Grünen hätten sich „eine etwas bessere Planung gewünscht“, so Johannes Spieth. Er vermisste auch Abstellplätze für Fahrräder. Die Frage nach der möglichen Bauzeit beantwortete Franz Frank mit „sechs bis acht Monate“. Und ein klares Nein kam von ihm auf die Frage nach Landeszuschüssen.

Im November erneut Beratung


Nun werden die Fraktionen intern beraten und im November erneut zur Beratung und vermutlich auch zu einer Beschlussfassung im Ausschuss zusammenkommen. Elfie Steckel
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