Stadtübung: Feuer im Krankenhaus

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Bei der Stadtübung der Feuerwehr kümmerten sich vor allem die Einsatzkräfte des DRK um die Versorgung und den Abtransport der Patienten. Foto: Michael de Clerque
Langenfeld (Rheinland): St. Martinus Krankenhaus |

Am vergangenen Samstag wurde die Feuerwehr Langenfeld um 9.49 Uhr durch die Brandmeldeanlage des St. Martinus Krankenhauses alarmiert. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Alarm aber nur um den Anfang der diesjährigen Stadtübung der Feuerwehr.

Brand im Keller

Das Übungsszenario sah vor, dass es durch Arbeiten an der Heizungsanlage im Keller zu einem Brand gekommen war. Schnell war der angrenzende Keller verraucht. Zusätzlich wurden zwei Personen im Keller vermisst. Leider, so das Szenario weiter, waren einige Brandschutztüren geöffnet, so dass sich der Rauch bis auf die erste Station Ost des Krankenhauses ausbreiten konnte. Hier galt es, die entsprechende Station zu räumen. Dieser Teil der Übung wurde vom Krankenhauspersonal durchgeführt, was schnell und zügig mit den Patienten bewerkstelligt wurde, die sich bereiterklärt hatte, an der Übung teilzunehmen.
Kurze Zeit nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte am St. Martinus Krankenhaus ein. Nach einer Erkundung legte der Einsatzleiter drei Einsatzabschnitte fest, die sich um die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Keller, als auch um die Versorgung und den Abtransport der Patienten kümmerten.

Atemschutznotfall

Der erste Einsatzabschnitt wurde dem Löschzug 2 (bestehend aus den Löschgruppen Richrath und Wiescheid) und den Kräften der Hauptwache zugeordnet. Sie gingen vom Wirtschaftshof aus in den Keller vor und hatten nach kurzer Zeit die erste vermisste Person gefunden. Anschließend begann die Brandbekämpfung im Keller. Auf dem Rückweg wurde seitens der Übungsleitung ein Atemschutznotfall eingespielt, um die Rettung eines Trupps, der in Schwierigkeiten geraten ist, zu trainieren. „Es ist wichtig immer wieder Atemschutzunfälle zu trainieren. Nur so bekommen die eingesetzten Kräfte die notwendige Übung um im Ernstfall auch schnell und sicher reagieren zu können,“ kommentiert Dirk Sommer, Gruppenführer der Löschgruppe Wiescheid den eingeschobenen Übungsteil.

Menschenrettung

Der zweite Einsatzabschnitt wurde dem Löschzug Immigrath sowie der Löschgruppe Reusrath zugeordnet. Hier bestand die Aufgabe ebenfalls in der Menschenrettung sowie einer anschließenden Brandbekämpfung im Untergeschoss des Krankenhauses. Wie bereits im ersten Einsatzabschnitt ereignete sich auch hier ein Atemschutzunfall, der die eingesetzten Kräfte zusätzlich forderte.

Patienten medizinisch versorgen

Während im Untergeschoss die Brandbekämpfung durchgeführt wurde, waren im dritten Einsatzabschnitt, der von Christian Nitz vom Malteser Hilfsdienst geleitet wurde, die Einsatzkräfte des DRK dafür zuständig, die Patienten, die dringend medizinisch versorgt werden mussten, in andere Krankenhäuser zu verlegen. Dabei wurden die "echten" Patienten durch Verletztendarsteller ersetzt, damit die Belastung für die stationär Aufgenommenen nicht zu groß wurde. Nach Versorgung und Transport nach draußen wurden die Patienten den Maltesern übergeben, die in der eingerichteten Ladezone die Patienten auf die bereitstehenden Rettungsmittel verteilten. Für den Transport selbst wurde schließlich ein Patiententransportzug 10 eingesetzt. Mit einem sogenannten PTZ 10 können 10 Patienten transportiert werden. Als Anlaufstelle für die Patienten diente in der Übung die Hauptfeuer- und Rettungswache in Langenfeld. Der PTZ 10 sowie die Verpflegung wurden vom DRK gestellt, das mit 48 Kräften im Einsatz war.
Verstärkt wurde die Einsatzleitung durch den Einsatzleitwagen 2 der Feuerwehr Hilden.  Der ELW 2 wird immer dann eingesetzt, wenn ein extrem hoher Koordinationsaufwand an der Einsatzstelle notwendig ist.

Erste gemeinsame Übung

„Es war eine wichtige Übung, die wir heute hier abgehalten haben. Es ist das erste Mal, dass Kräfte des Krankenhauses, der Hilfsorganisationen und der Feuerwehr gemeinsam trainiert haben.  Jetzt gilt es, die Ergebnisse der einzelnen Beobachter auszuwerten und dann an der weiteren Optimierung der Abläufe, insbesondere an den Schnittstellen zu arbeiten,“ kommentiert Wolfram Polheim, Referatsleiter der Hauptfeuer- und Rettungswache, die Übung abschließen.
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