Wasserburg Haus Graven: Fest in Ritterhand

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Ab und zu schlüpfen Jens Lihring (2.v.l.) und Peter Gerwing (2.v.r.) in ein Kettenhemd und kreuzen als Herbold von Dönnhof und Stephan von Ittre die Schwerter. Als Mitglieder des Mittelaltervereins „Leones Pugnae“ sind sie zu Besuch beim traditionellen Burgfest in der Wasserburg Haus Graven. Foto: Michael de Clerque

Die Ritter sind wieder los: Am 24. und 25. Juni wird im Innenhof der historischen Wasserburg das traditionelle Burgfest gefeiert. Der mittelalterliche Markt lädt zum Verweilen ein und präsentiert vor allem Händler, die selber produzieren und etwas von ihrem Handwerk verstehen.

Der Förderverein von Haus Graven veranstaltet Burgfest mit mittelalterlichem Markt

Sie kommen mit sechs Zelten, einem Pavillon, einem Sonnensegel und lassen sich auf Haus Graven häuslich nieder: Die Mittelaltergruppe "Leones Pugnae" entsendet für das Burgfest-Wochenende ihre Ritter, die auf der Wiese neben dem Haus Gravener Burghof ihr Außenlager aufschlagen werden. Natürlich bleibt man auch über Nacht und versorgt sich selbst. Gekocht wird über dem offenen Feuer. Der Unterschied zum Mittelalter? "Es gibt Fleisch", sagt Hobbyritter Jens Lihring, der als Herbold von Dönnhof schon zum dritten Mal beim Burgfest dabei ist. Damals lag das Jagdrecht bei den hohen Herrschaften und so gab es für die Ritter im Mittelalter eher Getreidebrei und Früchte. "Man möchte nicht essen, was es im Mittelalter gab", da ist sich auch Knut Schulz, Organisator und Geschäftsführer der Burgenmarketinggesellschaft "History & Event", sicher, der für den Einsatz der Ritter der Gruppe "Leones Pugnae" verantwortlich ist.
Die "Löwen der Schlacht" möchten die Besucher auf dem Burgfest mit Spielen, Schautanz und -kampf unterhalten, zum Mitmachen auffordern und dazu einladen, auch einmal einen Blick in die mit Truhen und anderen Möbeln aus dem Mittelalter ausgestatteten Zelte zu werfen, um sich auch hier ein wenig in die vergangenen Zeiten zurück zu versetzten.

Traditionsfest in der Wasserburg

Das Burgfest auf Haus Graven hat inzwischen einen festen Platz im Langenfelder Terminkalender und findet - als größte Veranstaltung in der Wasserburg - bereits zum sechsten Mal statt. „Was liegt näher, als einen mittelalterlichen Markt in einem historischen Gebäude zu veranstalten“, erklärt Burkhard Worm, Mitglied des Fördervereins Haus Graven, die Idee, die hinter dem Burgfest steht.

Mittelalterliches Treiben

Begrüßt von der Torwache erwartet die Besucher auch in diesem Jahr wieder reges mittelalterliches Treiben im Innenhof der Wasserburg. Für ein paar Stunden kann man hier einige Jahrhunderte in die Vergangenheit reisen und einen Einblick in die Zeit bekommen, von der die Wasserburg maßgeblich geprägt wurde.
Der an die Wiese angrenzende Burgplatz wird auch in diesem Jahr den Händlern vorbehalten sein, die dort ihre Stände aufgeschlagen. Neben einer Gewandschneiderin, einem Imker, einer Perlenweberei, einer Kräuterwerkstatt, einem Bersterinhändler und einem Vornamenskundigen – der über die Entstehung der einzelnen Namen berichten kann – gibt es auf dem mittelalterlichen Markt verschiedene Hökerer, die den Besuchern eine große Vielfalt an Waren darzubieten haben.

Spiel und Spaß für die Kleinen

Weil das Burgfest von vielen Familien mit Kindern besucht wird, hat man sich auch in diesem Jahr wieder auf die vielen kleinen Gäste eingestellt. Neben Spiel- und Bastelmöglichkeiten, Eierknacker Georg und dem Mäuseroulette lädt der Schmied direkt beim Betreten der Burg zum Hufeisen schmieden und Lederbeutel fertigen ein.
Neben einer Gauklerin, die mit Jonglagen aller Art für die perfekte mittelalterliche Unterhaltung sorgt, gibt es auch Musik: Im Stile mittelalterlicher Barden sind zwei Musiker der Gruppe „Angerspil“, im Innenhof der Wasserburg mit wilden lauten Melodien sowie mit feinen Klängen unterwegs.
Die Verpflegung? Verschiedene Bratwurstspezialitäten, lecker Brote sowie herzhafte und süße Spezialitäten sorgen gemeinsam mit Saft und Met dafür, dass die "edlen Herren" und "edlen Weiber" auf Haus Graven weder Hunger noch Durst leiden müssen und runden das Angebot auf dem mittelalterlichen Markt ab.

Geschichtsraum ist geöffnet

Passend zum historischen Burgfest können sich Besucher an diesem Wochenende in dem Geschichtsraum näher über Haus Graven informieren. Hier wird die wechselvolle Geschichte der im Jahr 1326 erstmals erwähnten Burg dargestellt.

Übrigens: die Zufahrtstraßen zur Wasserburg sind für Kraftfahrzeuge gesperrt. Parkmöglichkeiten gibt es am Segelflugplatz und auf dem Wanderparkplatz Schwanenmühle. Wer kann, sollte das Burgfest auf Haus Graven also zu Fuß oder mit dem Fahrrad besuchen.
Öffnungszeiten: Samstag, 24. Juni von 13 bis 21 Uhr; Sonntag, 25. Juni von 11 bis 18 Uhr. Eintritt: 2,50 Euro; Kinder unter 16 Jahren frei.
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