Wetterfeste Flieger in Wiescheid

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  Nur das Ballonglühen fiel beim Flugplatzfest dem Wochenend-Regen zum Opfer

Trotz kaltem Regenwetter kamen mehrere tausend Besucher um sich beim jährlichen Fest Oldtimer und Kunstsegelflug Darbietungen anzusehen.


Von Jennifer Wagner

Am Wochenende lud die Luftsportgruppe Erbslöh zum 33. Mal zum Flugplatzfest auf dem Segelfluggelände in Langenfeld-Wiescheid ein. Auch in diesem Jahr konnte der 63-jähriger Verein, trotz schlechtem Wetter und teilweise schlechten Flugbedingungen, mehrere tausend Besucher willkommen heißen.

Zu dem jährlichen Fest kamen Stammgäste wie der Oldtimer-Club Langenfeld, der neun Autos zur Schau stellte. Doch nicht nur Oldtimer Autos wurden gezeigt. Auch Flugzeuge die aus den 1930er bis 1940er Jahren stammen, wurden demonstriert und gleich mehrere Demonstrationsflüge fanden statt.„Ein absolutes Highlight sind immer die Kunstflüge mit den Modellflugzeugen“, sagt Joel Wagner, Fluglehrer im Verein. „Für diese kommen private Kunstflieger aus der ganzen Umgebung und zeigen ihre Choreographien.“

Zuschauer konnten bei Rundflügen auch selber in die Luft gehen und das Gelände von oben betrachten. Wen die Lust vom Fliegen gepackt hatte, für den standen auch Spielzeug Modellflieger an einem Stand bereit. Auch für Verpflegung wurde reichlich gesorgt.

Allerdings konnte durch den Regen das Ballonglühen am Samstag Abend nicht stattfinden. „Die Wiese war zu nass. Wenn die Ballonhüllen darauf ausgebreitet worden wären, hätten die Besitzer diese nicht mehr trocken bekommen“, erklärt Wagner. Dennoch wurde der erste Tag grandios mit einem Feuerwerk abgeschlossen.

Gut zwanzig Flugzeuge kamen auf dem Flugplatz zu Besuch. Das Programm der beiden Tage war auch in diesem Jahr wieder reichlich gefüllt, so zeigte beispielsweise Jürgen Kraus einen Stearman Kunstflug und mehrere Ballons stiegen in die Lüfte.

Der am 19. März 1950 gegründete Verein hat bereits etwa 280 Mitglieder, darunter 40 Flugschüler und 13 Lehrer. Die vielen Interessenten erklärt Wagner sich durch die besondere Mischung, „Um Segelzufliegen muss Navigation, die Flugzeugtechnik der Maschine, die Vorgehensweisen am Boden und die Thermik beherrscht werden. Diese Kombination macht Segelfliegen so interessant.“ Seit zwölf Jahren ist Wagner bei der Luftsportgruppe Erbslöh aktiv. Ab 14 Jahren kann mit dem Flugschein begonnen werden, die Ausbildung dauert bis zu zwei Jahre.

Der Sonntag wurde durch Fluglehrer Heinz Röltgen abgeschlossen, der mit seinem Flugzeug „Salto“ in die Luft ging und zu klassischer Musik, passend zum Namen eine Darbietung im Segelkunstflug mit Saltos zeigte. An den Tragflächen wurden Rauchpatronen befestigt. Da der Himmel stark bewölkt und daher weiß war, gebrauchte er orangene Patronen um die Kondensstreifen sichtbarer zumachen. „Die Herausforderung beim Kunstsegelfliegen liegt darin, sich seine Höhe von 1500 Metern so einzuteilen, dass man all seine Figuren schafft.“, so Wagner.

In diesem Jahr kamen durch das schlechte Wetter etwas weniger Zuschauer als sonst aber dennoch ist der Verein zufrieden mit den Ergebnissen. Am kommenden Wochenende findet dann das Flugplatzfest in Leverkusen statt, zu dem auch die Luftsportgruppe Erbslöh Interessenten einlädt.
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1 Kommentar
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Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) | 11.09.2013 | 15:41  
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