Wird die Solinger Straße zur Fußgängerzone?

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Kann die Solinger Straße von der Friedhofstraße bis zur Stadt-Sparkasse (früheres Dreieck) zur Fußgängerzone umgestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Bau- und Verkehrsausschuss des Rates am Donnerstag. Foto:Michael de Clerque
Langenfeld: Solinger Straße |

In ihrer Planungsphase vor etwa 30 Jahren war sie heftig umstritten, später hat sie die Studiobühne wegen ihrer „Größe“ veräppelt, und ihre Verlängerung war immer wieder mal mehr oder weniger intensiv im Gespräch. Die Rede ist von Langenfelds Fußgängerzone, mit der sich der Bau- und Verkehrsausschuss des Rates in seiner Sitzung am Donnerstag, 15. September, um 18 Uhr im Sitzungsaal 187 des Rathauses beschäftigen wird.

Stärkere Entwicklungsmöglichkeiten der Geschäfte


Langenfeld. Konkret geht es nun um die Frage, ob die Solinger Straße von der Friedhofstraße bis zur Stadt-Sparkasse (früheres Dreieck) zur Fußgängerzone umgestaltet werden kann. Die zuständigen Fachleute im Rathaus haben dies zunächst aus „verkehrstechnischer Sicht“ getan und dabei festgestellt, dass stärkere Entwicklungsmöglichkeiten der Geschäfte, mehr Verkehrsraum für Fußgänger und eine attraktivere und ruhigere (wegen weniger Autoverkehr) Innenstadt durchaus für eine verlängerte Fußgängerzone sprechen.

Stellplätze fallen weg


Allerdings gibt es auch Argumente dagegen: 18 Stellplätze fallen in diesem Bereich weg und der Verkehr muss in angrenzende Wohngebiete umgeleitet werden, was dort zu einer erheblichen Belastung führen würde. Um das näher zu belegen, haben die städtischen Planer die Verkehrsbewegungen genauer unter die Lupe genommen und für den betroffenen Abschnitt der Solinger Straße pro Tag rund 8.000 Autos gezählt, von denen etwa 3.000 in die Parkhäuser Sass, Marktkarree und Stadtgalerie fahren. Dadurch erreicht allein die Johannesstraße einen „kritischen Lärmpegel“: Zu den ohnehin hier verkehrenden 1.400 Autos pro Tag müssten noch diese zusätzlichen Fahrten zu und von den Parkeinrichtungen addiert werden, was die Belastung mehr als verdreifacht.

Das Fazit daraus: „Die ermittelten Verkehrsmengen können von dem umliegenden vorhandenen Straßennetz nicht aufgenommen werden. Aufgrund der notwendigen Erreichbarkeit der Parkhäuser in der Innenstadt ist die Einrichtung einer verlängerten Fußgängerzone nicht möglich“, heißt es wörtlich in der Vorlage zur Sitzung.

Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich


Nun soll also ein „Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ entstehen, für den das Ingenieur-Büro Dr. Baier aus Aachen einen Planungsauftrag erhalten hat. Folgende Rahmenbedingungen sind vorgegeben: Ausbau durch Verbreiterung der Gehwege, eine Ladezone vor dem Verbrauchermarkt, die Trennung von Fußgängern und Radfahrern, die die Straße benutzen sollen. Ein Vertreter des Planungsbüros wird Einzelheiten in der Sitzung vorstellen.

Parkraumbewirtschaftung


Im öffentlichen Teil der Sitzung geht es auch um die Parkraumbewirtschaftung auf der Fröbelstraße, in der nach Abschluss der Baumaßnahmen zur neuen Gesamtschule 33 neue Stellplätze sowie ein Lehrerparkplatz mit 26 Plätzen entstanden sind. Parkscheinautomaten und entsprechende Beschilderung sind hier vorgesehen.
Nach einer Anregung aus der Bevölkerung soll probeweise ein Wohnmobilplatz entstehen. Dazu sollen zwei Parkbuchten an der Jahnstraße für ein Jahr eingerichtet werden. Elfie Steckel
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