Wohnraum für Flüchtlinge

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Die Erste Beigeordnete Marion Prell (vorne links) freut sich über den Schlüssel, den ihr LVR-Klinikdirektor Holger Höhmann (vorne rechts) für das Haus 31 auf dem LVR-Gelände übergab. In diesem sanierten, und vorher unbewohnten Gebäude, finden in Langenfeld jetzt 80 Flüchtlinge Unterkunft. Foto: Rolf Schmalzgrüber
 
Dieses aktuell ungenutzte Haus 31 auf dem Gelände der LVR-Klinik wird jetzt die Heimat von 80 Flüchtlingen in Langenfeld. Foto: Rolf Schmalzgrüber

Die Flüchtlingswelle stellt auch die Stadt Langenfeld vor neue Aufgaben. Für die vielen ankommenden Menschen müssen Unterkünfte gefunden werden. Unbürokratische Hilfe kam jetzt vom Landschaftsverband Rheinland.

Im Jahre 2013 beherbergte die Stadt Langenfeld 90 zugewiesene Flüchtlinge an den Standorten Winkelsweg und Kölner Straße 80b. Die Flüchtlingswelle der vergangenen Monate sorgte dafür, dass die Flüchtlingszahlen sprunghaft in die Höhe schnellten.
Am 1. September diesen Jahres befanden sich schon 407 zugewiesene Flüchtlinge in Langenfeld und auch weiterhin ist mit steigenden Zahlen von Menschen, die in Langenfeld untergebracht werden müssen, zu rechnen.

Dies stellt die Stadt Langenfeld vor die Aufgabe, immer wieder neue Räumlichkeiten zu finden. Nachdem es in den früheren Bestandsunterkünften zu einer Vollbelegung gekommen war, wurden an den Standorten „Alt Langenfeld“, „Bachstraße“, „Fahler Weg“ und „Am Hang“ weitere Unterkünfte in Betrieb genommen. Doch auch diese sind nahezu komplett ausgelastet.

Umso erfreuter reagierte man bei der Stadtverwaltung, als der Landschaftsverband Rheinland unbürokratisch seine Hilfe anbot, um nicht mehr genutzte Gebäude auf dem Gelände der LVR-Klinik zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen.
Diese Hilfe wurde von der Stadt Langenfeld dankbar angenommen. Nach kurzen und unbürokratischen Verhandlungen konnte von Seiten der Stadt schnell mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden, die mit etwa 350.000 Euro zu Buche schlagen. In Haus 31 auf dem Gelände der LVR-Klinik wurden 80 Plätze geschaffen. Das Gebäude wurde in dieser Woche bezugsfertig, sodass in den nächsten Tagen bereits die ersten Flüchtlinge in die neue Unterkunft einziehen können.

„Die schnelle und unbürokratische Hilfe des Landschaftsverbandes und speziell der Klinikleitung machen es möglich, zunächst 80 Menschen in Haus 31 unter-bringen zu können. Dafür danken wir allen Beteiligten auf Seiten des LVR“, betont die 1. Beigeordnete der Stadt Langenfeld, Marion Prell. Im selben Atemzug verdeutlicht die im Rathaus für Soziales und Allgemeine Ordnung Verantwortliche, dass dieses Gebäude zwar eine große Hilfe bei der Herausforderung der Unterbringung der Asylbewerber darstelle, dies aber angesichts der noch zu erwartenden Zuweisungen längst nicht den weiterhin entstehenden Bedarf abdecken werde.

„Wir suchen weiterhin nach geeigneten Unterbringungsmöglichkei-ten und stehen dabei auch künftig in engem Kontakt zur LVR-Klinikleitung“, sagt Marion Prell. „Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) engagiert sich für Flüchtlinge. Es war selbstverständlich, der Stadt Langenfeld die Gebäude sofort zu überlassen. Außerdem wurden alle entsprechenden Stellen in Langenfeld und im Versorgungsgebiet der LVR-Klinik Langenfeld über die therapeutischen Angebote für psychisch kranke und traumatisierte Flüchtlinge informiert. Jeder psychisch kranke Flüchtling wird behandelt, soweit die Erkrankung das erfordert“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende der LVR-Klinik, Holger Höhmann.
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