Bolzplatz oder Sozialwohnungen?

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Langenfeld (Rheinland): Leipziger Weg |

Langenfeld Die Interessengemeinschaft „Unser Bolzplatz Leipziger Weg" hat zur beabsichtigten Bebauung eines städtischen Grundstücks am Leipziger Weg in Richrath mit 30 Sozialwohnungen 255 Unterschriften für den Erhalt des Bolzplatzes gesammelt. Am morgigen Donnerstag befasst sich der Planungsausschuss des Rates (18 Uhr, Bürgersaal des Rathauses) mit dem Thema.

Grünfläche am Leipziger Weg

In der Vorlage der Verwaltung werden die Argumente der Interessengemeinschaft ausführlich beleuchtet; im Fazit allerdings kommen die Fachleute der Bauverwaltung zu dem Ergebnis, dass der Planungs- und Umweltausschuss dem Rat der Stadt empfehlen solle, die städtische Grünfläche am Leipziger Weg zum Zwecke des sozialen Wohnungsbaus zu veräußern. Die Interessensgemeinschaft argumentiert unter anderem, dass die Grünfläche von vielen Kindern und Jugendlichen genutzt würde und in der näheren Umgebung keine vergleichbare Fläche zur Verfügung stehe. Die Verwaltung nennt im Gegenteil Bolz- und Spielplätze in der Nähe, die alternativ genutzt werden könnten. Auch das Argument, der Leipziger Weg sei zu schmal, heute bereits stark belastet und könne keine weitere Verschärfung der Verkehrs und der Parkraumsituation hinnehmen, wird nicht akzeptiert. Da heißt es, dass „aufgrund der Einkommenssituation der Bewohner auch nicht von einem Mehrfachbesatz an Fahrzeugen pro Haushalt auszugehen“ sei. Im übrigen sei „im Quartier ein hohes und ausreichendes Angebot an Stellplätzen und Garagen auf den Privatgrundstücken vorhanden“. Für das Neubauvorhaben würden in ausreichender Zahl Stellplätze auf dem Baugrundstück entstehen.

Abstand zu den vorhandenen Gebäuden: 15 Meter

Die „Verschattung“ benachbarter Grundstücke sei nicht stärker als üblich anzunehmen; der Abstand zu vorhanden Gebäuden werde mindestens 15 Meter betragen, das entspreche der Bauordnung. Nach Würdigung aller von der Interessensgemeinschaft vorgebrachten Argumente empfiehlt die Verwaltung, das Grundstück zur Bebauung zu verkaufen. In Folge der Flüchtlingssituation müsse die Stadt zusätzliche Sozialwohnungen vorzuhalten. Elfie Steckel
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