Ideen für die Zukunft Langenfelds

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Die städtische Beigeordnete Marion Prell und Ulrich Beul, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, freuten sich über die zahlreichen Vorschläge der Bürger. Foto: de Clerque
Langenfeld: Stadthalle |

Es geht um unsere Zukunft, jeden Tag, und die Weichen dafür werden nicht zuletzt im Rathaus gestellt. Daher lud die Stadt alle interessierten Bürger – und das waren mehr als von den Organisatoren erhofft – zum 2. Zukunftskongress in die Stadthalle ein. Laut denken bis ins Jahr 2040 und sogar "spinnen" war ausdrücklich erlaubt.

Von Elfie Steckel

Langenfeld. In der "Stadt an alter Straße" blickt man erfreulicherweise nicht nur zurück, sondern richtet auch den Blick nach vorn und versucht auch den nachfolgenden Generationen ein lebens- und liebenswertes Städtchen zu hinterlassen. Vor sechs Jahren hatte es einen 1. Zukunftskongress gegeben, an dem die Bürger ihre Wünsche einbringen konnten. In den folgenden Jahren wurden etliche Anregungen in die Tat umgesetzt, wie beispielsweise die Verbesserung des Wohnumfeldes und Generationen übergreifendes Wohnen. Auch der damalige Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum findet sich im "Strategiekonzept Wohnen 2017" wieder. Nun sollte also die Fortschreibung bis zum Jahr 2040 erfolgen.

Podiumsdiskussionen und  Workshops

Den ganzen Samstag lang hatten sich die städtischen Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen, unterstützt durch externe Spezialisten, Zeit genommen, um mit den Bürgern in der Stadthalle in zwei Podiumsdiskussionen oder auch in Workshops alle Themen weiter zu benennen. In seinem Auftaktgespräch, das Bürgermeister Frank Schneider mit dem Fernsehmoderator Aljoscha Höhn (ein echter Langenfelder) über erfolgreich gestartete Aktionen wie Future City führte, bat das Stadtoberhaupt die Teilnehmer ausdrücklich darum, einmal laut zu "spinnen" und ihren Visionen freien Lauf zu lassen.

Thema "Quartiersarbeit"

Zum Thema "Quartiersarbeit" gab es dann eine Diskussion mit hinzugezogenen Fachleuten, die zum Teil ihre Erfahrungen aus anderen Städten einbrachten. Nach der Mittagspause stellten die Beigeordnete und Fachbereichsleiterin Soziales Marion Prell, der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Ulrich Beul und Schul- und Sport- Fachbereichschef Ulrich Moenen im großen Saal die Projekte vor, die sich jetzt schon abzeichnen, aber noch weiter beackert werden müssen. Beispielsweise schwebt Marion Prell vor, dass der Mensch absolut im Vordergrund stehen müsse: "Man muss die Menschen nicht durch die Behörden scheuchen, wir müssen auf die Menschen zugehen.

"Spinnereien" können zur Realität werden

Das, was heute ist, muss umgekehrt werden". Ulrich Beul erinnerte daran, dass aus vielen "Spinnereien" schon Realität geworden sei oder bald werde, wie E-Mobilität, autofreie Innenstadt, Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs in Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten... Ulrich Moenen kann sich vorstellen, dass der Offenen Ganztag für Grundschüler nicht am Nachmittag endet, sondern bei Bedarf auch die Nächte oder Wochenenden umfasst. Für alle Sportarten müsse es zentrale Beratungsstellen geben – und er wünschte sich eine stärkere Einbeziehung der Jugend in all diese Diskussionen.
Das ist eigentlich das Stichwort, das im Laufe des Tages mehrfach zu hören war: Es ging wieder vielfach um das Leben der Senioren, die auch den Großteil des Publikums bildeten. Junge Leute musste man mit der Lupe suchen. Auch die drei Workshops waren für Jugendliche vielleicht nicht ganz prickelnd. Es ging um die Gestaltung der Freizeit, das gesellschaftliche Miteinander und das Wohnen in Zukunft.

Beigeordnete Marion Prell zufrieden 

Beigeordnete Marion Prell war allerdings "zu 100 Prozent zufrieden" mit der Veranstaltung, sowohl was die Zahl und die Themenvielfalt von Seiten der Besucher als auch die Organisation von Seiten der städtischen Mitarbeiter betraf. Allerdings räumte sie in einem zusammenfassenden Gespräch mit dem Wochen-Anzeiger am Ende der Veranstaltung ein, dass sie sich auch mehr Jugendliche und mehr Jugendthemen bei künftigen Kongressen wünsche."Wir suchen nach neuen Formaten, wie man die Jugend besser einbinden kann", sagte sie.

Freizeitangebote

Abschließend noch ein paar Stichpunkte aus den Workshops: In Sachen Freizeit wird eine transparentere Form der Angebote erhofft, eine breitere Plattform für einzelne Veranstaltungen, und es sollten mehr Straßen- und Nachbarschaftsfeste geben, für deren Organisation ehren- oder hauptamtliche Helfer vorteilhaft wären. Beim Thema Wohnen wurde der Wunsch geäußert, dass vor dem Pflegeheim vielleicht auch ein Mehrgenerationen-Wohnen möglich sein müsse, also der Ablauf besser strukturiert sein solle. Für das Wohnen in Zukunft wünschen sich die Bürger beispielsweise eine intelligentere Stromversorgung, wobei die Einbindung der umliegenden Unis wie auch in anderen Bereichen sinnvoll sein könne.


Konkrete Maßnahmen beschließen

Und was macht Marion Prell nun mit all diesen und noch viel mehr Anregungen? "Die fasse ich in einem Papier zusammen und lege das im Frühjahr dem Stadtrat vor, der daraus dann konkrete Maßnahmen beschließen kann!"
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