Langenfeld macht ein Plus von 4,9 Millionen Euro

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Langenfeld: Rathaus |

Stadtkämmerer Detlev Müller hat allen Grund zur Freude: „Das Jahresergebnis 2015 schließt mit einem deutlich positiven Saldo in der Ergebnisrechnung ab“, stellt er in seinem Bericht fest, den er am nächsten Dienstag, 28. Juni, dem Stadtrat vorlegen wird (18 Uhr, Bürgersaal des Rathauses.

Langenfeld. Er hatte ein Manko von etwa einer Million eingerechnet und ist dann von erfreulich höheren Einnahmen überrascht worden. Jetzt ist nicht nur das Minus weg, es sind sogar 4,9 Millionen Euro mehr im Stadtsäckel.

Hoher Fehlbetrag 2016 erwartet


Das dicke Plus kommt dem städtischen „Schatzmeister“ mehr als recht, wenn er auf das laufende Jahr 2016 blickt, in dem mit einem hohen Fehlbetrag gerechnet wird. Laut Prognose werden sich die bis einschließlich 2019 erwarteten Fehlbeträge sogar auf insgesamt 11,5 Millionen Euro summieren.

Viel in Hochbau investiert


Im Abschlussjahr 2015 wurde neben verschiedenen Straßenbaumaßnahmen erneut in den Hochbau investiert. Wichtigste Einzelpositionen waren hierbei der Neubau der Gesamtschule mit rund 4,6 Millionen und der Bau des Asylbewerberwohnheimes am Winkelsweg mit 982 000 Euro. Mehr als wettgemacht wurden die Ausgaben aber durch höhere Steuereinnahmen.
Noch einen Blick auf den Etat 2015: Die ordentlichen Erträge fallen mit 164 Millionen Euro um 15,4 Mio. Euro höher aus als ursprünglich angenommen, während die Aufwandseite Steigerungen von 9,6 Millionen Euro (160,5 Mio. Euro) verbucht. Die Ausgleichsrücklage (sprich:„hohe Kante“) erreicht zum Jahresende 2015 einen erfreulichen Bestand von 28,28 Millionen Euro – der allerdings im laufenden Jahr erschreckend abschmelzen könnten.

Stadtrat: Weitere Punkte auf der Tagesordnung


Auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung stehen noch etliche weitere Punkte, die auch viele Bürger interessieren könnten. Da gibt es zunächst nach der halbstündigen Einwohnerfragestunde einige Bürgeranträge, so zur Fortschreibung der außerordentlichen Fleißarbeit über die Stadtgeschichte, die seit 25 Jahren nicht weiter bearbeitet wurde. Ein weitere Antrag befasst sich mit der Einrichtung von Stellplätzen für Wohnmobile (kein Campingplatz!), und gleich zweimal geht es um Anregungen für den Ausbau der W-LAN-Hot-Spots im Stadtgebiet.

Entgeltordnung der Musikschule


Nach dem „dicksten Brocken“, der Beleuchtung der städtischen Finanzen (siehe oben), wird über die Entgeltordnung der Musikschule (teilweise eine Erhöhung um 5 Prozent) und die Gebühren für Veranstaltungen der Volkshochschule ( knappe 5 Prozent mehr, von 2,30 auf 2,40 Euro pro Stunde) beraten und beschlossen. Insgesamt 16 Straßen sollen dem öffentlichen Verkehr gewidmet werden. Dann geht es noch um Änderungen in drei Bebauungsplänen (Am Ohrenbusch, Zur Bleiche und Paulstraße), bevor noch einige Ausschüsse umzubesetzen sind und der Antrag der Grünen auf die Einrichtung einer Radstation zu behandeln ist.
Danach beginnt die kommunalpolitische Sommerpause – nur der Kulturausschuss muss noch einmal am 5. Juli zusammenkommen, unter anderem, um festzulegen, welches Mottoland im nächsten Jahr gefeiert wird. Eigentlich sollte es England sein, aber solange noch nicht über den Brexit entschieden ist...
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