Metzmacher-Schule: Das alte Gebäude auf der neuen Fassede

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Blick von der Hauptstraße /Ecke Metzmacher Straße auf die neue Gesamtschule. Mit „Foto-Beton“ wird das Gebäude der Felix-Metzmacher-Schule in Graustufen auf die Fassade der neuen Schule übertragen. Die farbliche Abbildung auf dem Entwurf dient nur der besseren Darstellung. Wie die Farbgestaltung der Schule aussehen soll, ist noch nicht abschließend geklärt.

Wie sollen die „prägenden Stilelemente“ der Felix-Metzmacher-Schule auf die neue moderne Gesamtschule übertragen werden? Nur zwei Wochen nach den ersten Visualisierungen stellte die Stadtverwaltung jetzt einen neuen Entwurf vor, der laut Bürgermeister Frank Schneider mehrheitlich bei Vertretern aus Rat und Schulausschuss Anklang fand und auch bei den Mitgliedern des Aktionskreises Felix Metzmacher auf Zustimmung stieß. Eine realistische Abbildung der Schule wird demnach mit Hilfe von „Foto-Beton“ perspektivisch korrekt in Graustufen auf die Fassade des neuen Gebäudes übertragen.

Die Zeit drängt. Der Zeitplan steht. In den Sommerferien ab Ende Juli rollen auf dem Gelände der Felix-Metzmacher-Schule die Bagger an. Im Sommer 2016 muss alles fertig sein. Der erste Jahrgang der neuen Gesamtschule wird bereits ab diesem Jahr am Fahlerweg unterrichtet. Hier werden auch die kommenden zwei Jahrgänge zunächst noch untergebracht. „Dann sind hier die Kapazitätsgrenzen ausgeschöpft, ein weiterer Jahrgang passt nicht hinein“, erklärt Schulamtsleiterin Ute Piegeler.
Die ersten zur Diskussion gestellten Entwürfe des Teams um die städtische Architektin Christiana Schwarz fanden bei Rats- und Schulausschussvertretern sowie beim Aktionskreis Felix Metzmacher um den ehemaligen Schulleiter Karl-Heinz König keine breite Akzeptanz. Das Konzept sah vor, Stilelemente wie die Pfostenriegel-Konstruktion des Fachwerks, das Mansarddach sowie Erker und Dreiecksgiebel im zeitgemäßen Look über den neuen Gebäudekomplex - drei miteinander verbundene Gebäudeteile - zu verteilen. „Es wurde der Wunsch geäußert, die Stilelemente komprimiert auf ein Gebäude zu übertragen“, gibt Schneider das Ergebnis der Diskussionen wieder.
Die neue Idee des „Foto-Betons“ sei auch von Ehrenbürger Manfred Stuckmann, Mitglied des Aktionskreises Felix Metzmacher, begeistert aufgenommen werden. Stuckmann freue sich, den Teilnehmern bei seinen historischen Stadtführungen, den „Verzällchen-Touren“, in Zukunft weiterhin das historische Antlitz der Metzmacher-Schule zeigen zu können.
Neben dem Namen sollen auch Objekte die Geschichte der Felix-Metzmacher-Schule lebendig halten. So ist zum Beispiel ein Trinkbecken vorhanden, das den Schülern früher vor der Schule zur Verfügung stand, sowie ein „Eiszeitlicher Findling“, den Bürgermeister Felix Metzmacher (* 15. März 1877; † 31. Oktober 1914) als Anerkennung für seine Stadtentwicklungs-Politik erhielt. Weiterhin Bestandteil des Entwurfes ist ein Gebäude mit Türmchen und Dachterrasse als zentraler Haupteingang, das sich in der Mitte des 6500 Quadratmeter Schulkomplexes befindet und unter anderem als Pausenhalle dienen soll.
Die modern interpretierten und über den Gebäudekomplex verteilten Stilelemte des ersten Visualisierungen finden sich auch in den neuen Entwürfen wieder, sind laut Bürgermeister Frank Schneider „aber zurückgefahren“. Er lobte das gesamte Planungs-Team um Christiana Schwarz für die Entwürfe der modernen Schule und den gelungenen Kompromiss mit Hilfe des „Foto-Betons“.

Lesen Sie hier das Statement des Aktionskreises Felix Metzmacher
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