Michaela Noll: „Ich habe hier Heimvorteil“

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Kurz vor dem Auftakt der heißen Wahlkampfphase vor der Bundestagswahl besuchte die CDU-Kandidatin für unseren Wahlkreis, Michaela Noll, die Geschäftsstelle des Wochen-Anzeigers (WA). Hier begrüßte sie die „Männerrunde“ (von links): Haldun Tuncay, Geschäftsführer der Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft (WVW), zu der auch der WA gehört, WA-Objektleiter Jürgen Spathmann, WA-Redakteur Stefan Pollmanns und Thomas Knackert, Redaktionsleiter des Verlages. Foto: Michael de Clerque

Die Wette von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll sofort angenommen. Symbolischer Preis: Sechs erlesene Flaschen Wein. Wer bei der Bundestagswahl am 22. September den Wahlkreis Mettmann 1 (Südkreis) holt, kann auf den Sieg also auch gleich stilvoll anstoßen.

Michaela Noll rechnet mit einem spannenden Duell, ist aber auch diesmal zuversichtlich. Als ein großes Plus macht sie ihren Heimvorteil aus. „Ich engagiere mich seit zahlreichen Jahren hier vor Ort, die Menschen kennen mich“, erklärt sie. Und dann fügt sie hinzu: „Kennt Peer Steinbrück eigentlich die Rheinländer, ihre Mentalität und ihre Probleme?“

"Besserers Klima für Familien"

Die Familienpolitik liegt Michaela Noll, selbst Mutter, besonders am Herzen. Seit Beginn ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete gehört sie dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an, bis 2009 war sie zudem in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages aktiv. Sie wünscht sich ein „besseres Klima für Familien“. Die Bundestagsabgeordnete ist sich sicher: „Kinder machen einen großen Teil des persönlichen Glücks aus.“ Zufrieden ist sie mit dem Ergebnis, dass mit dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz am 1. August wohl tatsächlich ausreichend Plätze zur Verfügung stehen werden. Dennoch sei dies nur ein weiterer Schritt. Ihr gehe es zunächst auch um das gesellschaftliche Verständnis für Familien mit Kindern. „Das geht doch schon im Supermarkt los. Wenn ein Kind vor der Kasse weint und sich auf den Boden wälzt, gibt es gleich böse Blicke“, so Noll, die sich fragt „Warum?“ Auch wünscht sich die Bundestagsabgeordnete von Bürgern, die in unmittelbarer Nähe eines Kindergartens oder einer Grundschule wohnen, mehr Toleranz für Kinderlärm.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss laut Michaela Noll noch eine Menge geschehen. „Man kann den Familien doch nicht vorschreiben, wie sie leben sollen. Wenn beide Elternteile arbeiten möchten oder müssen, muss dies möglich sein. Hier hat der Staat die Aufgabe, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Für Mütter, die wieder in den Beruf einsteigen möchten, wünscht sie sich flexiblere Möglichkeiten. Unter anderem sei hier eine stärkere Kooperation mit der Wirtschaft Voraussetzung.

Herausforderung "Demografischer Wandel"

Als eines der größten Herausforderungen der Zukunft sieht Michaela Noll den demografischen Wandel an. Es gibt immer mehr ältere Menschen in der Gesellschaft, weniger jüngere. Konzepte wie Mehrgenerationenhäuser oder die gegenseitige Vernetzung und Unterstützung von Jung und Alt in den Stadtteilen wie bei der Langenfelder Quartiersbildung sind ihrer Meinung nach sehr gute Ansätze, um auf die veränderten Familienstrukturen zu reagieren.
Laut Michaela Noll könnten noch mehr Familien das Angebot der Pflegestützpunkte wahrnehmen. Die örtlichen Anlaufstellen, bei denen Pflegebedürftige, beziehungsweise deren Angehörige, mit Rat und Tat unterstützt werden, haben laut Noll leider noch nicht einen so hohen Bekanntheitsgrad.

Kurzportrait

-Persönliches
Geboren 1959 in Düsseldorf
Wohnt mit ihrer Familie in Haan

-Schule und Studium
Abitur 1980 am Mataré-Gymnasium in Meerbusch
1991 bestand sie erfolgreich ihr
2. juristisches Staatsexamen
2002: Zulassung als Rechtsanwältin

-Politik
Von 1994 bis 2002 war sie als Referentin für die Frauen-Union tätig.
Noll zog 2002 über die Landesliste Nordrhein-Westfalen,
2005 und 2009 als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Mettmann I in den Bundestag ein.
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