Thermostat-Check: Sparchancen beim Heizen

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Wie man gut und sparsam heizen kann? Die Experten wissen es (v.l.n.r.): Jens Hecker, Laszlo Letay, Florian Bublies, Reinhard Weiß. Foto: Michael de Clerque

Innerhalb von Minuten können viele Langenfelder beim Heizen in die Komfortklasse aufsteigen. Mit wenigen Handgriffen, ganz ohne Dreck oder austretendes Heizungswasser. Denn sowohl Haus- und Wohnungseigentümer als auch die rund 14.000 Langenfelder Mieterhaushalte können von Hand bediente Thermostate selbst gegen programmierbare Modelle austauschen.

Langenfeld macht den Thermostat-Check

Wie leicht das geht, haben die Energieberater Florian Bublies und Laszlo Letay von der Verbraucherzentrale NRW am vergangenen Mittwoch im Rahmen der Aktion „NRW macht den Thermostat-Check“ erklärt. Gleichzeitig betonten Sie: „Gut und sparsam heizen lässt sich auch mit herkömmlichen Thermostaten. Entscheidend ist die richtige Einstellung.“


Was genau wird aber eigentlich eingestellt? „Die Zahl auf einem Standard-Thermostat gibt nicht an, wie heiß der Heizkörper wird, sondern wie warm der Raum werden soll“, erklärte Bublies. Das sei vielen nicht klar. „Stufe drei einzustellen, hat den gleichen Effekt, wie 20 Grad in ein programmierbares Modell einzugeben: 20 Grad werden erreicht, aber nicht überschritten.“ Das Ganze auf Stufe fünf beschleunigen zu wollen, endet nur mit einem zu heißen Raum und Energieverschwendung.
Energie sparen können Verbraucher hingegen, indem sie nachts und bei Abwesenheit die Temperatur absenken. Jedes Grad weniger verringert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent. Kühler als 16 Grad sollte es jedoch nicht werden, sonst droht Schimmel.

Programmierbare Thermostate

„Wer beim Aufstehen alle Thermostate hochdreht und vor der Arbeit wieder herunter, beim Heimkommen wieder rauf und nachts wieder runter, der macht alles richtig – ist aber auch ganz gut beschäftigt“, sagte Letay. Für alle, denen das zu sportlich ist, seien deshalb programmierbare Thermostate eine gute Idee. In sie speichern die Nutzer vorab ein, wann es wie warm sein soll. Eine andere Möglichkeit sind vernetzte Thermostate im Smart Home, die auch von unterwegs gesteuert werden können.

Mit Thermostaten vertraut machen

„Die richtige Thermostat-Nutzung stellt sicher, dass es weder zu warm wird, noch zu kalt. Das spart nicht nur Energie, sondern beugt auch Problemen mit Schimmel vor“, sagte Bublies. Er empfiehlt allen Langenfeldern den Thermostat-Check unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermostat. Der zeigt, was individuell zur Situation passt und gibt Spartipps. Auf der Webseite gibt es zudem eine Video-Anleitung für den Thermostataustausch und Ratschläge für die Auswahl eines Modells.
Unterstützt wird der Thermostat-Check der Verbraucherzentrale durch das Forum EnergieEffizienz und die örtlichen Stadtwerke. „Gerade Mieter sollten sich mit den Möglichkeiten ihrer Thermostate vertraut machen und auch über einen Austausch nachdenken“, sagte der Langenfelder Klimaschutzbeauftragte Jens Hecker. Die Energiesparhelfer am Heizkörper seien schließlich, zusammen mit dem richtigen Lüften, einer der wichtigsten Stellschrauben für die Heizkosten. Mieter, die sich zum Austausch entschließen, müssen allerdings die ursprünglichen Thermostate aufbewahren. Denn beim Auszug kann der Vermieter fordern, dass sie wieder angebracht werden.

Mit dem Smartphone gesteuert

Auch die örtlichen Stadtwerke machen mit beim Thermostat-Check. „Welches System am sinnvollsten ist, hängt vom Alltag im jeweiligen Haushalt ab. Wer zu regelmäßigen Zeiten unterwegs ist, fährt mit programmierbaren Thermostaten gut. Wer eher spontan kommt und geht, ist oft mit Smart-Home-Lösungen besser bedient“, sagte Reinhard Weiß, Energieberater der Stadtwerke Langenfeld. Weiß stellte im Zuge dessen die Möglichkeiten von Smart Home Systemlösungen zwecks Heizkörperregelung vor. Moderne Thermostatventile können bequem mit dem eigenen Smartphone vernetzt und somit gesteuert werden.


Information

Bei allen Fragen rund um das Thermostat und die Heizungsregelung helfen die Energie-Experten der Verbraucherzentrale NRW weiter – vor Ort oder in der Beratungsstelle. Termine gibt es unter (02173) 84 925 05 oder an der Hotline unter (0211) 33 996 555 sowie im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.
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