Ostern 2013

Anzeige
Zu Ostern 2013 gedichtet und belichtet von Jürgen Steinbrücker.


Osterzeit

Frühlingsboten wollen sprießen,
warmer Regen sich ergießen,
und vom Himmel scheint die Sonne,
nach dem Winter – welche Wonne!
Licht vertreibt die Dunkelheit,
und bald ist es auch so weit,
dass die Vögel jubilieren
und uns dazu animieren,
Frühlingslieder anzustimmen,
die uns Freude überbringen.
Farbenfroh wird nun die Welt,
so, als hätten wir’s bestellt,
manche schauen ganz verdutzt:
Ist die Erde blank geputzt?
Frühling gibt auch neuen Schwung
für manche Betätigung.
Lust zum Radeln kommt geschwind,
jeder, scheint’s, ist froh gestimmt,
wenn die Tage länger werden,
auch verschwinden manch’ Beschwerden,
die uns plagten lange Zeit,
und wir fühlen uns befreit.

Viele sonnige Frühlingstage
und eine frohe Osterzeit wünscht
Jürgen Steinbrücker


Die Bio-Eier

Ob Berliner oder Bayer,
jeder möchte Bio-Eier.
Und der Osterhase rät:
Hol Dir nur noch Qualität.
Doch in Ställen ist’s meist enge,
gibt es vielerorts Gedränge.
Es ist ziemlich großer Schiet,
schaut man nur auf den Profit.
Wäre ich ein Philosoph,
(doch dafür bin ich zu doof),
würd’ ich allen Hühnern gönnen,
Platz zu haben, um zu rennen,
scharren in dem weichen Sand,
Eier legen ganz entspannt.
Nun sag ich deshalb ganz schlicht:
So viel Bio gibt es nicht,
wie die Produzenten bieten,
Viele sind ganz einfach Nieten.

Will die Regierung nicht verlieren,
dann muss sie schnellstens kontrollieren.
Es spricht sich immer mehr herum:
Verbraucher sind längst nicht mehr dumm.


Die Hasen-AG

Exklusive Osterhasen
kürzlich in der Zeitung lasen,
wie man eine AG gründet
und so zu mehr Wohlstand findet.
„Ein Korb Eier – ganz spezial,
das ist unser Kapital.“
So sprach hier der Hasen-Chef
bei dem letzten Hasen-Treff.
Für den Hasen-Aktionär
war der Einstieg ziemlich schwer.
Eier waren ja aus Gold,
wenn auch meistens unverzollt.
Versprochen waren hohe Zinsen,
doch ging die AG in die Binsen.
Der Hasen-Chef macht wie ‚ne Taube
sich danach schnellstens aus dem Staube.



Die Mal-Akademie

Um das Malen zu studieren,
muss ein Hase sich gut führen,
darf beim Unterricht nicht fehlen,
niemals fremde Eier stehlen,
soll beim Farbmischen nicht klecksen,
bei der Arbeit nicht relaxen.
Kunstvoll stets den Pinsel schwingen,
Hasenlieder dabei singen,
doch nicht einfach was hinkrickeln,
kreativ Ideen entwickeln.
Zwei Semester sind notwendig,
um zu malen auch beidhändig.
Wird man dabei nicht erlahmen,
folgt danach schon das Examen.
War der Has’ besonders tüchtig,
lernen ihm auch immer wichtig,
wusst’ er sich zu profilieren,
dann konnt’ er noch promovieren.
Auch im Hasenland – bedenkt -
wird Studenten nichts geschenkt!


© 2013 Jürgen Steinbrücker, Verlag "Dichtung & Wahrheit" Langenfeld-Reusrath, Hasengasse Ecke Osterstraße.
Vervielfältigung mit Namenshinweis gerne gestattet.
0
7 Kommentare
19.642
Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) | 16.03.2013 | 20:15  
19.642
Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) | 16.03.2013 | 21:09  
1.422
Wolfgang Reinisch aus Iserlohn-Letmathe | 17.03.2013 | 12:35  
5.571
Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 18.03.2013 | 15:00  
55.332
Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 23.03.2013 | 18:58  
46.726
Imke Schüring aus Wesel | 23.03.2013 | 21:44  
3.389
Hiltrud Richter aus Lünen | 24.03.2013 | 18:29  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.