SGL-Handballer stehen vor dem großen Wurf

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Können die SGL-Handballer erneut einen Pokal in die Luft recken? Das Foto entstand nach dem Erfolg im Bergischen Pokal. Am 1. Mai steht für das Team das Endspiel im Amatuerpokal an. Foto: SGL

Die SGL-Handballer stehen vor dem großen Wurf. Sie haben das Pokal-Endspiel erreicht und sind auf dem besten Wege, den Aufstieg in die dritte Liga perfekt zu machen.

Langenfeld. Die Pokalwettbewerbe fristeten im Amateurhandball lange ein Schattendasein: Durch wenig attraktive Anwurfszeiten unter der Woche waren die Spiele oftmals nur eine unwillkommene Ablenkung von den oft wichtigen Meisterschaftsspielen. Das änderte sich vergangenen Sommer durch die Einführung eines Final-Turniers. Das Prestige, das Sponsoring und die mediale Aufmerksamkeit nahmen zu und die Teilnahme an den Finalspielen war plötzlich hart umkämpft. Je 600 Zuschauer sahen an den beiden Spieltagen die Endspiele um den Bergischen Handball-Pokal in der ausverkauften Halle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums.

Kampf um den Titel „Beste Amateurmannschaft Deutschlands“.

Was damals keiner ahnte: Dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte der SG Langenfeld-Handballabteilung wurde durch den Gewinn dieses Wettbewerbes erst der Grundstein gelegt. Denn durch die Finalteilnahme qualifizierte man sich für den Wettbewerb in der nächsthöheren Klasse, in der man Ende des vergangenen Jahres ebenfalls den Pokal in die Höhe strecken durfte. Und für den Viertligisten der SGL wurde es plötzlich richtig spannend. Denn durch den Sieg ist man zugelassen für den DHB-Amateurpokal und kämpfte seitdem um den Titel „Beste Amateurmannschaft Deutschlands“. Besonders verlockend ist dieser Titel deshalb, da das Finale in Hamburg ausgetragen wird, als Vorspiel des Finales der Profis, in der gleichen Halle und dem gleichen großen Rahmen.

Freude und Erleichterung

Am vergangenen Osterwochenende war es dann soweit – die Mannschaft der SGL gab sich einer Mischung aus Freude und Erleichterung hin, denn man hatte soeben im rund 400 Kilometer entfernten Apolda (Thüringen) den Gastgeber mit 30:32-Toren geschlagen. Das Spiel gegen den HSV Apolda war das Halbfinale, die Qualifikation für den großen Traum von Hamburg war somit erreicht. Ebenfalls konnte man sich durch den Sieg und die damit verbundene Finalteilnahme für den Pokal der Profis qualifizieren und wird dort in der kommenden Saison möglicherweise auf die Profis des THW Kiels oder der SG Flensburg/Handewitt treffen. Das Endspiel des Amateurpokals findet am Sonntag, 1. Mai, in der Barclaycard-Arena gegen die HC Glauchau/Meerane statt.

Auch in der Liga das Maß der Dinge

Aufgrund der grandiosen Serie in den Pokalwettbewerben wird das Abschneiden in der Liga beinahe in den Hintergrund gedrängt, doch wenn man sich die aktuelle Ausgangssituation in der Oberliga ansieht kommt man zu dem Fazit: Vollkommen zu Unrecht! Denn auch in der Liga stehen die SGL-Handballer vor einem weiteren großen Wurf, mit 33 Pluspunkten (beim Handball gibt es für einen Sieg nur zwei Punkte) steht die SG Langenfeld aktuell ganz oben. Einzig die Bergischen Panther sind mit 32 Zählern noch in Schlagdistanz, haben allerdings das deutlich schwerere Restprogramm und müssen noch auf einen Ausrutscher der SGL hoffen. Ohnehin machen die Langenfelder nicht den Eindruck, noch Punkte verlieren zu wollen, im Gegenteil: Bei dem letzten Härtetest gegen den Tabellenvierten TuSEM Essen II bestätigte Langenfeld seine starke Form und die hohem Ambitionen und gewann eindrucksvoll mit 39:27.
Sollte sich die Tabellensituation in den letzten drei Spielen nicht mehr ändern und die Langenfelder Handballer als Erster ins Ziel kommen, so würde das Team voraussichtlich in die dritte Liga aufsteigen.
Voraussichtlich deshalb, da es normalerweise zu Relegationsspielen mit dem Meister der Oberliga des benachbarten Handballverband Mittelrhein kommen würde. Die in Frage kommenden Mannschaften des Mittelrheins haben bisher allerdings signalisiert, dass sie nicht in die dritte Liga aufsteigen wollen und somit auf die Relegationsspiele verzichten möchten. In diesem Falle würde aus der SGL nicht nur die möglicherweise besten Amateure Deutschlands werden, sondern ab nächster Saison auch offiziell eine (semi-)professionelle Mannschaft. Das nächste Heimspiel der SG Langenfeld findet am 16. April um 17.30 Uhr in der Turnhalle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (Lindberghstraße) statt. Das letzte Saisonspiel mit der möglichen Meisterfeier folgt bereits eine Woche später, am 23. April, zur gleichen Zeit.
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