20 Jahre nicht nur „Ein Dach über dem Kopf“.

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Elf der zwölf Bewohner der Außenwohngruppe Grenzstraße 17 in Langenfeld mit einer ihrer Leiterinnen, Susanne Kulm (hintere Reihe rechts außen)

In der Lebenshilfe-Außenwohngruppe Grenzstraße 17 wohnen und leben
zwölf glückliche Bewohner.


Langenfeld. Vor 20 Jahren war der Neubau der Außenwohngruppe Grenzstraße 17 bezugsfertig. Seitdem gibt es dort eine eingeschworene, gut funktionierende Wohngemeinschaft, die von Susanne Kulm und Susanne Nogossek geleitet wird. „Für unsere zwölf Bewohner leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe, Betreuung, Anleitung, Begleitung bei allen relevanten Dingen des Lebens“, zählt Susanne Kulm den Aufgabenbereich auf.

Wer ausreichende Selbständigkeit erworben habe, könne auf Wunsch in das Betreute Wohnen wechseln. Jede Bewohnerin, jeder Bewohner habe sein „eigenes Reich“, ein Zimmer, das er nach eigenen Vorstellungen gestalten und einrichten könne. Dazu gebe es in jeder Etage einen Gemeinschaftsraum zum Klönen, Essen zubereiten, Mahlzeiten gemeinsam einnehmen.

Von Montag bis Freitag verlassen die Bewohner ihre Wohngruppe und fahren in die WFB Werkstatt, wo sie am Arbeitsleben teilnehmen. „In ihrem Zuhause helfen sie, die Hausdienste zu verrichten: Küchendienst (Spülmaschine ein- und ausräumen, Tisch decken und abräumen), Waschdienst für ihre persönliche Wäsche und Gemeinschaftswäsche und ihr eigenes Zimmer putzen und in Ordnung halten“ beschreibt Kulm diese Tätigkeiten.

Mehrmals jährlich gebe es einen Haus- und Hoftag, an dem alle mit anpacken, an dem Großputz erfolgt wie z.B. die Küchen abwaschen und das Gelände draußen säubern. Nach der Arbeit stehen auch Therapietermine und der Besuch von VHS-Kursen an.

Vielseitig ist das Freizeitangebot am Wochenende, das gerne angenommen wird, wenn kein Wochenendbesuch bei Angehörigen geplant ist. Dazu gehören die Integrative Disco mit dem Cap-Dance, das Café Gut drauf in Monheim, der Reusrather Treff, der Hildener Treff, der Spieleabend im Wohnheim und Ferienfreizeiten. „Ziele waren in diesem Jahr Gotha in Thüringen und die Insel Mallorca. Außerdem sind unsere Bewohner sehr sportlich: Steffi läuft auf Rollerskates, Olaf spielt Golf, Michael und Ralf Tischtennis und dann haben wir noch fünf Freizeitschwimmer“, berichten die Leiterinnen.

„Wenn ich auf den Parkplatz fahre, kommen mir die Bewohner schon entgegen, es ist eine schöne und dankbare Arbeit hier im Haus, mehr als ein Job“, beschreibt Susanne Kulm das enge Verhältnis zu den Bewohnern. „Und wir beiden Leiterinnen ergänzen uns sehr gut.“
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 23.08.2015 | 20:11  
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