Auf die Lebenshilfe kommen große Investitionen zu.

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Ehrenamtlicher Vorstand der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann; von li. Elke Klingbeil, Rosi Klein, Wolfgang Dyck, Nicole Dünchheim, Stephan Brune.
 
Der große Sitzungssaal im Kreishaus war von den Mitgliedern der Lebenshilfe und Gästen fast vollständig gefüllt.

Jahreshauptversammlung fand wieder im Kreishaus Mettmann statt.


Kreis Mettmann. Im großen Sitzungssaal des Kreishauses Mettmann waren nur noch wenige Plätze frei. Nicole Dünchheim, 1. Vorsitzende der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann, konnte zu den mehr als 60 Mitgliedern und weiteren Gästen der Jahreshauptversammlung auch Rechtsanwalt Norbert Bonk begrüßen, der über das Thema „Behindertentestament“ referierte.

Dabei stellte sich heraus, dass das deutsche Erbrecht ziemlich kompliziert und mit vielen Fußangeln versehen ist. Er erläuterte verschiedene Begriffe und Wege, so z.B. den Pflichtteilverzichtsanspruch und den Begriff der Vor- und Nacherben. Ziel des Testamentes sei die Zuwendung von Nachlasswerten an das lebenslang auf Sozialleistungen angewiesene Kind. Der Rechtsanwalt wies darauf hin, dass Gerichtsurteile in zunehmendem Maße behindertenfreundlich erfolgt seien.

Dünchheim bat nach den üblichen Eingangsregularien und dem Dank an Landrat Thomas Hendele über die Überlassung des Sitzungssaales die Anwesenden um das Gedenken an die Verstorbenen des letzten Jahres, darunter das Ehrenmitglied Heinrich Görgens.

„Zu den schwierigen Themen des letzten Jahres gehörte und gehört der Brandschütz im Wohnheim Velbert“, erklärte die Vorsitzende. Eine Ortsbesichtigung habe zu Brandschutzauflagen wie eine Fluchttreppe und eine Brandmeldeanlage geführt, deren voraussichtliche Kosten mit 400 TEUR beziffert werden. Bei den übrigen Wohnheimen sei nur ein Brandschutzbeauftragter zu benennen und fortzubilden. „Für uns als Lebenshilfe ist die Sicherheit unserer Schützlinge oberstes Gebot“, erklärte Dünchheim.

Ein weiteres Thema betreffe Langenfeld und Velbert. Nach dem neuen Wohn- und Teilhabegesetz müssen bis 2018 80% der Zimmer in den Wohnheimen als Einzelzimmer nachgewiesen werden, wobei die Lebenshilfe das Ziel verfolge, 100% zu erreichen. Dies mache Neubauten in beiden Städten notwendig. In Langenfeld wolle man einen Investor suchen, in Velbert sei die Frage „Investor oder auf eigenem Grundstück selbst bauen“ noch offen. Bis Ende 2017 sei der Bezug der neuen Häuser geplant.

Der stellv. Vorsitzende der Lebenshilfe e.V., Stephan Brune, betonte in seinem Kassenbericht, dass die Lebenshilfe finanziell gesund sei, aber vor großen Aufgaben stehe. Mit 110TEUR seien in 2014 die Investitionen gering ausgefallen, was sich durch die neuen Projekte ändern werde. Die Kassenprüfer Lisa Aschenbroich und Joachim Schulz-Hönerlage hatten keine Beanstandungen der Kassenführung zu vermelden. Jan Bootsmann von der Rinke Treuhand GmbH lobte die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung.

Info zur Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Kreisvereinigung Mettmann: Gegründet 1963 als Elternverein in Ratingen. Zehn Ortsgemeinschaften sind in der Kreisvereinigung zusammengeschlossen. 482 Mitglieder, rd. 200 Mitarbeiter. Ca. 250 Bewohner leben in verschiedenen Wohnformen. Die Frühförderung betreut rund 160 Kinder, Der Familien-unterstützende Dienst hat 2014 110 Kinder betreut.
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6 Kommentare
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 11.09.2015 | 21:38  
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Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 12.09.2015 | 08:29  
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 13.09.2015 | 10:03  
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Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 13.09.2015 | 19:32  
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 14.09.2015 | 11:11  
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Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 14.09.2015 | 17:12  
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