Industrieverein diskutiert über internationale Rohstoff- und lokale Verkehrslage

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Der Vorsitzende des Industrievereins Gerhard Witte (Mitte rechts) begrüßt auf der Mitgliederversammlung des Industrievereins den Rohstoff-Experten der Commerzbank AG, Eugen Weinberg (Mitte links) als prominenten Referenten. Foto: Michael de Clerque

Am Montagabend hatte der Industrieverein Langenfeld zu seiner Mitgliederversammlung eingeladen. Der Rahmen für das Treffen war standesgemäß, denn die große Lagerhalle von M 5 an der Marie-Curie Straße war mit Edelstahlprofilen gefüllt und passte so gut zum Thema „Rohstoffe“ des späteren Referenten.

Mitgliederversammlung des Industrievereins stand im Zeichen von Wirtschaft und Politik

Zunächst wurde jedoch das Versammlungsprotokoll abgearbeitet. Rund 70 Mitglieder waren gekommen und wurden von Gastgeber Matthias Krause begrüßt. Er stellte seine 1998 gegründete Firma M 5 vor, dann informierte Industrievereins-Vorstandsmitglied Klaus Geusen über ein völlig neues zinsloses Darlehen bei beruflicher Weiterbildung. Mit dieser Initiative sollen erfolgreiche Absolventen einer beruflichen Ausbildung zu weiteren Fortbildungen animiert werden. Bei besonders erfolgreichen Teilnehmern verzichtet der Industrieverein sogar auf Teile der Rückzahlung.

Gespannt warte man dann auf den angekündigten Referenten des Abends. Dem Industrieverein war es nämlich gelungen, den international bekannten, und laut FAZ in Deutschland dienstältesten Chef-Rohstoff-Analystender Commerzbank AG, Eugen Weinberg zum Vortrag zu gewinnen. Der gebürtige Russe, referierte informativ und nicht minder unterhaltsam. Seine Präsentation war ein inhaltlicher Rundumschlag zum Thema „Rohstoffmärkte 2014, Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt…“. Risiken der aktuellen Ukraine-Krise, nachlassende chinesische Wachstumsperspektiven und deren Auswirkungen auf die Rohstoffpreise, die Wandlung der USA vom Ölimporteuer zum Exporteur (dank Schieferöl bzw. Fracking), Auswirkungen der anstehenden Wahlen in den Schwellenländern, die Zusammenhänge von Lagerbeständen und Preisen, zum Beispiel bei Aluminium, Kupfer oder Zink, oder die Erfahrung, dass teure Rohstoffe immer Antrieb sind, Ersatzstoffe zu finden, Stichwort: seltene Erden.

Die Zuhörer konnten erfahren, dass Kupfer nur mit Blick auf China ein Konjunkturindikator ist, und dass der Fachmann langfristig keine Steigerungen beim Ölpreis sieht. In der anschließenden Diskussion mit den Mittelständlern beantwortete Weinberg alle an ihn gestellten Fragen kompetent und kurzweilig.
Der zweite Teil des Abends stand dann ganz im Zeichen der lokalen Politik. Es präsentierten sich den Mitgliedern und Gästen des Industrievereins gleich drei Langenfelder Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 25. Mai. Neben CDU-Amtsinhaber Frank Schneider waren das Frank Noak (FDP) und Günther Herweg (Grüne). Sascha Steinfels von der SPD war nicht erschienen.
Die Diskussion mit den drei Bürgermeisterkandidaten zeigte, dass den Firmenvertretern vor allem die zeitweise kritische Verkehrssituation Sorge bereitet.
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