Mitgliederversammlung des Bauvereins Langenfeld eG

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Langenfeld: Stadthalle |

Langenfeld: Stadthalle |Wie 169 Häuser mit 944 Wohnungen, vier Gewerbeeinheiten sowie 225 Garagen und 131 Tiefgaragenstellplätze gut verwaltet, saniert und gepflegt werden -- das erläuterten Aufsichtsratsvorsitzender Rolf D. Gassen und Vorstandsvorsitzender Hubertus Dedeck in der 103. Mitgliederversammlung des Bauvereins Langenfeld im gut besetzten Saal der Stadthalle."Bauverein gut aufgestellt"Langenfeld.

"Der Bauverein ist gut aufgestellt", konstatierte Rolf D. Gassen, womit die im Laufe des Abends vorgetragenen Berichte über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Situation knapp, aber treffend umrissen waren. Hubertus Dedeck präsentierte ein weiteres Schlagwort: "Wir sind kein Gartenbauverein, sondern ein Bauverein", womit er auf die Anfrage von Mitgliedern zur geplanten Bebauung des Bereichs Steinrausch / Martinstraße anspielte.Bebauung des Bereichs Steinrausch / MartinstraßeDieses Thema ist hochaktuell, geht es doch am nächsten Donnerstag, 22. Juni, im Planungs- und Umweltausschuss des Langenfelder Stadtrates auch um genau diesen Punkt. Dedeck verwies allerdings darauf, dass im Ausschuss lediglich Baurecht geschaffen werde, nicht aber der Beschluss über eine konkrete Bebauung. Die Anwohner seien schon darüber informiert, dass im denkmalgeschützten Bereich (auch bei den Gärten) Veränderungen stattfinden könnten. Details würden den Anwohnern und der Nachbarschaft im September mitgeteilt.Bedarf an weiteren WohnungenGrundsätzlich kennt natürlich gerade der Bauverein den Bedarf an weiteren Wohnungen. Auch im Bereich Königsberger Straße ergäben sich hier Möglichkeiten, doch noch ist nichts spruchreif. Gassen fasste die Situation gegenüber der Presse so zusammen: "Wenn es den Bauverein nicht gäbe, müsste er jetzt wegen der Wohnungsnot gegründet werden. Der Wohnungsmarkt ist sehr angespannt, die Nachfrage ist sehr hoch nach preisgünstigen und attraktiven Wohnungen."Wenige geben ihre Wohnung auf Diese Feststellung tauchte auch in Dedecks Geschäftsbericht immer wieder auf. Wer einmal eine Bauverein-Wohnung hat, gibt sie wohl ohne zwingenden Grund nicht auf, wie sich aus der Fluktuation ablesen lässt. Sie war im Zehn-Jahres-Vergleich 2016 so niedrig wie nie: Nur 46 Wohnungen (von fast 1000!) wurden gekündigt. Die Zahl der Mitglieder wuchs in diesen zehn Jahren von 2 160 auf 2 256, ihre Anteile stiegen von 4 278 auf 6 401 an. Der Mietpreis liegt mit 5,13 Euro sogar noch um 0,47 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt, den der Gesamtverband der Wohnungswirtschaft mit 5,60 Euro ermittelte.Modernisierung wird fortgesetztDie Investitionen in den Bestand sind hoch; sie liegen bei gut 18 Euro pro Quadratmeter. Fortgesetzt wird die Modernisierung etlicher Häuser, und zwar nach dem Bauverein-Prinzip von innen nach außen. Das kann jeder Passant inzwischen gut erkennen in der Richrather oder der Jahnstraße. In den vergangenen neun Jahren wurden dafür über 15 Millionen ausgegeben.Alle Wohnungen haben Breitbandkabel-Anschluss, auch Glasfaser nach der Modernisierung. Das Mieter-Service-Portal wird erweitert und modernisiert, und schließlich ist die Chefetage des Vereins stolz darauf, mit einem sozialen Management mehr bieten zu können als "nur" Wohnen. Beispiele sind der BVL-Treff und das Gästehaus ebenso wie die Boule-Bahn und die Straßenreinigung mit Winterdienst.Ausschüttung der DividendeDie Mitglieder hatten während der Sitzung auch über die Ausschüttung der Dividende zu beschließen, die wiederum bei 4 Prozent liegt. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Dabei teilte Gassen -- leicht scherzhaft, wie man ihn kennt -- der Versammlung mit, dass der 68jährige Hubertus Dedeck die Geschäfte bis einschließlich des Hundertjährigen führen werde. Damit war allerdings nicht Dedecks Alter, sondern das des Bauvereins gemeint. Der wird 2019 seinen 100. Geburtstag (mit Dedeck) feiern.
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