Kalenderblatt: BERT KAEMPFERT - Pionier des Easy Listening und der Lounge-Musik - Uwe H. Sültz - Lünen - Lokalkompass

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Bert Kaempfert war ein deutscher Orchesterleiter, Musikproduzent, Arrangeur und Komponist. Kurzfristig trat er auch unter den Pseudonymen Raimondo, Bob Parker und Marc Bones in Erscheinung.
    Es gibt Melodien, die hat man fast immer im Ohr... entweder werden sie im Radio gespielt, oder auf Schallplatte, CD und Compact Cassette... oder man hat sie einfach nur im Sinn: NIGHT TRAIN... ZAMBESI... AFRIKAN BEAT...









Auszeichnungen


Goldene Single-Schallplatten


1959 Die Gitarre und das Meer mit Freddy Quinn (Polydor, Germany)

1960 Morgen mit Ivo Robic (Polydor, Germany)

1961 Wonderland By Night (Decca/USA)





Goldene LP-Schallplatten


1966 A Swingin’ Safari (Polydor, Germany)

1969 Wonderland By Night (Decca, USA)

1969 Blue Midnight (Decca, USA)

1969 Double Gold für Greatest Hits von RIAA* (Decca, USA)

1971 Double Gold Disc Award für 50.000 Bert-Kaempfert-LPs (Polydor, South Afrika)

1971 A Swingin’ Safari (Polydor, Germany)





Weitere Auszeichnungen


1961 BAND OF THE FUTURE, „Cash Box” (Musikfachzeitschrift, USA)

1965 ESTRELLA DE ORO für die erfolgreichste Komposition 1964, Venezuela

1965 Auszeichnung für die LP „Living It Up”, Argentinien

1966 GOLDEN GLOBE für Strangers In The Night, bester Filmsong des Jahres, USA

1975 GOLDENER NOTENSCHLÜSSEL, Deutschland 1978 Auszeichnung für den Titel Footprints In The Sand, Argentinien

1980 Zwei GOLDENE EUROPA für Strangers In The Night und Spanish Eyes, Deutschland





Auszeichnungen – Posthum


1984 GOLDENE STIMMGABEL, Deutschland

1993 LIFETIME ACHIEVEMENT AWARD von BMI, USA

1993 „Songwriters Hall Of Fame”, USA

2003 GOLDENES GRAMMOPHON, Deutschland








Hör mal rein:



Und heute wäre er 90 geworden: BERT KAEMPFERT

Bert Kaempfert (* 16. Oktober 1923 in Hamburg, gebürtig Berthold Heinrich Kämpfert; † 21. Juni 1980 auf Mallorca) war ein deutscher Orchesterleiter, Musikproduzent, Arrangeur und Komponist. Kurzfristig trat er auch unter den Pseudonymen Raimondo, Bob Parker und Marc Bones in Erscheinung. Er ist neben James Last der erfolgreichste deutsche Orchesterchef nach dem Zweiten Weltkrieg. Als ein Pionier des Easy Listening, einer „Musik, die nicht stört“, wie er es selbst formulierte, gilt er heute zudem als einer der Urväter und als Legende der Lounge-Musik.

In Deutschland hatte er in den 1950er Jahren mit seinen Arrangements der Freddy-Quinn- und Ivo-Robić-Hits Die Gitarre und das Meer respektive Morgen erste große Erfolge. Mit Wonderland by Night wurde er 1961 der erste Deutsche, der in den USA zur Nummer eins in der Hitparade aufstieg. Seine Kompositionen Strangers in the Night, gesungen von Frank Sinatra, und Spanish Eyes, interpretiert von Al Martino, wurden zu Welterfolgen und Evergreens, die die Zeit überdauert haben.





Ende der 1940er Jahre begann Kaempfert in erster Linie für den NWDR und die Polydor zu komponieren und zu arrangieren. 1959 arrangierte er für Freddy Quinn dessen großen Hit Die Gitarre und das Meer und für Ivo Robić dessen Hit Morgen; beide Stücke waren in englischsprachigen Cover-Versionen auch international erfolgreich. Das Lied Muss i denn zum Städtele hinaus bearbeitete Kaempfert für Elvis Presley, der damit unter dem Titel Wooden Heart 1961 einen großen Charterfolg verbuchte.

1959 produzierte Kaempfert den instrumentalen Titel Wunderland bei Nacht, den jedoch keine Plattenfirma, auch nicht Polydor, für die er zuvor Stücke arrangiert hatte, herausbringen wollte. Er bot ihn dem New Yorker Produzenten Milt Gabler an, und als Wonderland by Night brachte er Kaempfert nach Veröffentlichung am 22. August 1960 den internationalen Durchbruch. Fünf Wochen war dieser Hit die Nummer eins in den USA, der erste Nummer-eins-Hit eines Deutschen in den USA. Die Hommage auf Manhattan entwickelte sich mit über 2 Millionen verkaufter Exemplare (davon 1 Million in den USA) zum Millionenseller. Auch Morgen erreichte eine Platzierung in den amerikanischen Top 20.

Weitere Titel, wie Afrikaan Beat, A Swingin' Safari und Red Roses for a Blue Lady waren danach sehr erfolgreich und sind bis heute vom Hören den meisten bekannt, da sie nach wie vor oft gespielt und häufig als Hintergrundmusik verwendet werden.

Im Juni 1961 produzierte Kaempfert in Hamburg für Polydor eine Reihe von Aufnahmen mit dem englischen Sänger Tony Sheridan und der Begleitband The Beat Brothers, den späteren, aber damals noch unbekannten Beatles. Die erste gemeinsame Single My Bonnie (mit The Saints auf der Rückseite) erschien im Oktober 1961, im Januar 1962 folgte eine Polydor-LP gleichen Titels, später noch die Single Ain’t She Sweet. Aufgrund dieses Engagements darf Kaempfert als Entdecker und erster Produzent der Beatles gelten, noch bevor deren späterer Manager Brian Epstein und Produzent George Martin 1962 ins Spiel kamen.



1966 hatte er weitere große Erfolge, als Al Martino mit Spanish Eyes und Frank Sinatra mit Strangers in the Night mit großem weltweiten Erfolg Kompositionen von ihm sangen.

Nach dem Aufkommen der Disco-Musik in den 1970er Jahren ging das Interesse an solcher Art Orchestermusik zunächst zurück. Kaempfert gelang es dennoch erneut, mit Live- und Fernsehauftritten zusammen mit Freddy Quinn oder Sylvia Vrethammar für Begeisterung zu sorgen, wobei er geschickt die Show-Komponente des jungen Farbfernsehens für sich ausnutzte. 1979 erschien ein gemeinsam mit Hildegard Knef aufgenommenes Album.



Kaempfert schrieb an die 400 Kompositionen und 750 Orchesterarrangements; bis zu seinem Tod wurden weltweit 150 Millionen Platten mit seinen Melodien verkauft. Er gilt als einer der Väter des Easy Listening und ist neben Silver Convention der einzige deutsche Musiker, dem eine Nummer Eins in den amerikanischen Charts gelang. Außerdem ist er der einzige Künstler, der sowohl für Frank Sinatra als auch für Elvis Presley und die Beatles arbeitete.

Am 16. Juni 1980 gab Kaempfert in der ausverkauften Londoner Royal Albert Hall sein letztes Konzert. Fünf Tage später, am 21. Juni 1980, starb er in Cala Blava auf Mallorca.



Der Kaempfert-Sound

Viele Einspielungen von Kaempfert sind sofort an ihrem typischen Klangbild erkennbar. Maßgeblich dafür ist zuerst die Rhythmusgruppe aus Rolf Ahrens (Schlagzeug), Karl-Heinz „Kuddel“ Grewe (Kontrabass) und Ladislav „Ladi“ Geisler (Gitarre & Bass-Gitarre). Ahrens spielt fast ausschließlich mit Besen und setzt mit der Basstrommel kontrapunktische Akzente, Grewe spielt Walking Bass (ähnlich wie Leroy Vinnegar), Geisler erzeugt mit der Bass-Gitarre den berühmten „Knack-Bass-Effekt“ (besonders effektreich in dem Stück „The Bass Walks“).

Bei den Melodieinstrumenten dominieren eindeutig Blechbläser, d. h. Posaunen (inkl. Bassposaunen) und Trompeten. In den Stücken „A Swinging Safari“, „Zambesi“ und „That Happy Feeling“ kommen maßgeblich Tin Whistles oder Piccoloflöten zum Zuge. Streicher (Violinen und Celli) und gemischte Chöre tauchen oft in den Mittelteilen auf. Als Soloinstrumente werden vorwiegend Trompete (oder Flügelhorn) und Posaune eingesetzt. Zu den namhaften Musikern, die bei Kaempfert gespielt haben, gehören außer den bereits genannten Lucas Lindholm (Kontrabass), Manfred Moch, Charly Tabor, Tony Fisher und Ack van Rooyen (Trompete oder Flügelhorn), Herb Geller (Saxophone und Flöten), Waldemar Erbe, Jiggs Whigham und Peter Herbolzheimer (Posaune). Auch der Toningenieur Peter Klemt hat durch Mikrofonierung und Abmischung einen maßgeblichen Anteil an der Kaempfert-spezifischen Klanggestaltung.

Chor

Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. „Morgen“, „Wimoweh“) singt der Chor keine Texte (Lyrics), sondern ausgehaltene Vokale mit wenigen Konsonanten zur Strukturierung (Uamm...,Duuh..duaa..). Dadurch behalten auch die Stücke, die von anderen Interpreten in gesungener Form bekannt wurden, ihren Charakter als Instrumentalstück.

Typisch ist auch im Mittelteil eine Solopassage mit einer hohen Frauenstimme, die den Höhepunkt des Stücks darstellt.



Ein sehr zu empfehlender Link:

http://www.kaempfert.de/

Danke an Wikipedia, YouTube, Fritzi und den Lokalkompass!


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Kerstin Zenker aus Bergkamen | 16.10.2013 | 12:24  
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Renate Croissier aus Lünen | 16.10.2013 | 12:55  
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Peter Eisold aus Lünen | 16.10.2013 | 13:05  
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Uwe H. Sültz aus Lünen | 16.10.2013 | 13:17  
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Peter Eisold aus Lünen | 16.10.2013 | 13:35  
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Uwe H. Sültz aus Lünen | 16.10.2013 | 13:50  
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Peter Eisold aus Lünen | 16.10.2013 | 14:15  
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Renate Croissier aus Lünen | 16.10.2013 | 14:22  
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Armin von Preetzmann aus Castrop-Rauxel | 16.10.2013 | 14:23  
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Peter Eisold aus Lünen | 16.10.2013 | 14:27  
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Renate Croissier aus Lünen | 16.10.2013 | 19:19  
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Peter Eisold aus Lünen | 16.10.2013 | 19:58  
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Uwe H. Sültz aus Lünen | 16.10.2013 | 20:07  
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