Kunst und Kultur liegt ihnen am Herzen

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Dies soll das neue Projekt des Fördervereins werden: Lichtkunst des französischen Künstlers Michel Verjux am Stadteingang südliche Lange Straße. Foto: Förderverein
 
Flusswächter heißt dieses Lichtkunstobjekt des japanischen Künstlers Kazuo Katase. Das markante Objekt im Gebiet Mersch, unmittelbar an der Lippe, ist Eigentum des Fördervereins. Es wurde auch durch das Land NRW gefördert. Foto: Hegert
Ochsengruppe, „Leuchtendes Stadtzeichen“, „Flusswächter“. Viele bedeutende Kunstwerke hat der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen der Stadt schon beschert. Und das Engagement geht weiter. Das wurde jetzt in der gut besuchten Mitgliederversammlung im DRK-Zentrum deutlich.

Ein interessantes Lichtkunstprojekt ist für den Stadteingang südliche Lange Straße geplant. Bernhard Schreiter, alter und neuer Vorsitzender des Fördervereins für Kunst und Kultur, informierte über die Verhandlungen mit Michel Verjux. Der bekannte französische Künstler will in der Nähe von Erdelbrauck Akzente setzen mit zwei Lichtkreisen: Ein heller Lichtkegel mit fast vier Metern Durchmesser auf dem Pflaster der Langen Straße und ein kleinerer „Mond“, der auf einem Giebel dieser historischen, denkmalgeschützten Häusergruppe leuchtet. „Eine wunderbare Idee“, schwärmte Mitglied Karl Marek. Auch eine Erinnerung an das alte Kino „Lichtburg“ ganz in der Nähe. Die Finanzierung des 110.000-Euro-Projektes sei gesichert. Die Bezirksregierung Arnsberg habe zugesagt, das Lichtkunstprojekt zu fördern.

Am Westeingang des Rathauses sollte die marode „Wassertreppe“, auch bekannt als „Elefantentränke“, abgerissen werden. Stattdessen wird auf Initiative des Fördervereins eine begehbare beleuchtete Glasfläche mit langsam pulsierendem Licht geschaffen, umgeben von Sitzbänken. „Licht_blau“ nennt das Architekturbüro „Arge ST-Freiraum Landschaftsarchitekten“ seine Wettbewerbsidee. Die Stadt Lünen hat den Planungsauftrag vergeben. Der Förderverein Kunst und Kultur wirkt bei diesem Projekt unterstützend mit. In der Versammlung diskutierten Mitglieder, ob der Straßenbereich zur Sparkasse hin mit in die Neugestaltung einbezogen werden soll.

Mit frischen Ideen, neuem Logo und erstmals auch Frauen im Vorstand will der Förderverein für Kunst und Kultur seine Arbeit fortsetzen. Nach Vorstandswahlen und Satzungsänderungen ergibt sich nun folgendes Bild: Vorsitzender: Bernhard Schreiter, stellvertretender Vorsitzender: Peter Freudenthal, Schatzmeister: Holger Mende, Geschäftsführerin: Dorothee Backmann-Kaub, stellvertretender Geschäftsführer Siegfried Krüger, Schriftführerin: Regina Kesting. Mit herzlichem Dank und Blumen wurden Karl Marek und Gerhard Knüpp nach langjähriger Vorstandsarbeit verabschiedet.

Der Förderverein für Kunst und Kultur wurde 1985 gegründet. Er hat rund 60 Mitglieder. Für mehr als 50 Projekte wurden mit Hilfe von Fördermitteln bisher rund 400.000 Euro aufgewendet. Einige Kunstobjekte im öffentlichen Raum stiftete der Verein der Lüner Bevölkerung. „Geplant ist die Fortführung des Skulpturenpfades an der Lippe, aber auch Kirchenmusik, Buchprojekte und Lesungen usw. sollen unterstützt werden“, betonte Vorsitzender Bernhard Schreiter.

Über neue Mitglieder würde sich der Verein freuen. Und wer zum Beispiel an seinem runden Geburtstag nicht fünfmal dasselbe Buch geschenkt bekommen will, kann am Festtag auch eine Spardose aufstellen und um Spenden für den Förderverein für Kunst und Kultur bitten.
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Renate Croissier aus Lünen | 29.04.2013 | 12:23  
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