Der Titel WR bleibt, eine eigene Redaktion gibt es künftig nicht mehr. Rund 120 festangestellte Redakteurinnen und Redakteure verlieren ihren Arbeitsplatz und fast 200 freie Mitarbeiter.
Heute ist der letzte Arbeitstag der WR-/WAZ-Redaktion Lünen. Die Journalisten in der Bäckerstraße 9 machen zum letzten Mal gemeinsam Zeitung. Sie erscheint morgen, am 1. Februar 2013. Dann ist Schluss. Der Lüner Lokalteil wird künftig von der Konkurrenz, den Ruhr Nachrichten, geliefert und steckt im WAZ-Hauptteil.
In der Kolumne auf der 1. Lokalseite beschreibt „Kasimir“ heute die Gefühle der Betroffenen in der Redaktion:
„Überall stapeln sich Kisten und Kartons. Die Schränke sind leer geräumt. Auch oben drauf herrscht jetzt gähnende Leere. Sogar der Kühlschrank wurde einer Grundreinigung unterzogen. Arbeiten werden mit Wehmut fast mechanisch erledigt. Es ist merkwürdig still und allen ist eng ums Herz.
Erinnerungen kommen hoch. Aber selbst bei den witzigsten Anekdoten fällt das Lachen schwer. So ist das wohl bei einem Abschied.
Verzweifelt versucht man Haltung zu bewahren und möchte doch nicht auf das verzichten, was einen so lange Jahre wichtig war im Leben. Langsam wird es Zeit „Auf Wiedersehen“ zu sagen und zu hoffen, dass es eins gibt. – Wenn es nur nicht so weh tun würde, meint
Kasimir“
Liebe Kolleginnen und Kollegen der WAZ/WR-Redaktion Lünen, Ihr habt eine tolle Zeitung gemacht! Alles Gute für Euch! Auf Wiedersehen.
Eine Trauerfeier, sprich Demo, mit Kranzniederlegung findet am Samstag, 2. Februar, in Dortmund statt. Sie beginnt um 11 Uhr vor dem Haus der ehemaligen Westfälischen Rundschau am Brüderweg 9.
„Der Trauerzug führt im Anschluss daran zu den Dortmunder Ruhr Nachrichten am Petri-Kirchplatz und von dort aus zur Kundgebung auf dem Alten Markt. Alle trauernden Leserinnen und Leser der Westfälischen Rundschau sind herzlich eingeladen. Wir bitten dem Anlass entsprechend um Trauerbekleidung“, heißt es in der Einladung, die von den Betroffenen wie eine Todesanzeige gestaltet wurde.
Ab morgen werde ich etwas sehr vermissen. Die Westfälische Rundschau.
Den Kollegen kann ich nur sagen Ihr habt engagiert und motiviert eine tolle und lesenswerte Zeitung gemacht, es ist traurig das es so kommen musste. Ich wünschen Euch Alles Gute.
Eine traurige Entwicklung! Ich werde mir die WR Morgen gut aufheben! Auch wenn es hier in Iserlohn schon lange keine WR-Redaktion mehr gibt, aber der Mantel war noch WR... übermorgen WAZ... Ich bin gespannt.
Ich wünsche den Kollegen der WR alles Gute und hoffe das sie schnell neue Jobs finden. Seht es als Chance an, nicht als Niederlage. Auch wenn das momentan schwer ist.
Heute also zum letzten Mal "meine" Zeitung. Nach so vielen Jahren werde ich sie sehr vermissen. Ob ich mich mit dem Ersatzteil anfreunden kann, wird sich zeigen.
Den Redakteuren der WR wünsche ich alles Gute und eine neue Aufgabe in einer Redaktion, die ihre Fähigkeiten zu schätzen weiß.
Eine zugleich traurige als auch bedenkliche Entwicklung, der wir da gerade beiwohnen, ohne dass es in der Öffentlichkeit groß zur Kenntnis genommen wird. Und die RN machen dabei auch noch fröhlich mit, das finde ich ganz besonders entsetzlich. Die Journalisten in der Münsterstraße müssen sich ja richtig schmutzig vorkommen. Ob sie morgens noch in den Spiegel sehen können, ohne dass ihnen das Essen vom Vortag hochkommt?
Agathe, die Journalisten in der Münsterstraße haben die Verträge nicht geschlossen, also sollten wir sie nicht beschimpfen. Ich bin sicher, dass auch ihnen die Mitbewerber der WR lieber gewesen wären als der jetzige Zustand. Niemand weiß, wann Lensing ein lukratives Angebot annimmt und auch sie auf der Straße stehen.
Renate, das stimmt, sie haben die Verträge nicht geschlossen. Und natürlich kann der einzelne Journalist nichts für die schäbigen Absprachen zwischen den Verantwortlichen der WAZ und RN. Dennoch haben sie die Pressefreiheit mit Füßen getreten, indem sie es vorzogen, sich zu ducken.
Wo kommen wir denn hin, wenn keiner mehr den "Arsch in der Hose" hat, sich gegen derartige Erpressungen zur Wehr zu setzen? Sind unsere Gewerkschaften denn wirklich schon SO schwach, dass sich niemand mehr traut, OBJEKTIV über diesen skandalösen Vorgang zu berichten? Die betroffenen Kollegen der WR konnten nicht anders, als verdeckt zu operieren, wie in den beiden Anzeigen, die ich gepostet habe oder auch mit der "Filmkritik-Seite", die hoffentlich alle gesehen und verstanden haben, denn sie sind ja konkret bedroht worden!
Aber wo blieb die Solidarität der Konkurrenz, immerhin sind die Kollegen ja unter einem gewerkschaftlichen Verband vereint? Der WDR zumindest hat das fertiggebracht, da fällt mir das Zahlen der Zwangsabgabe, auch bekannt als Rundfunkgebühr, so überholt und ungerecht ich diese eigentlich sonst finde, doch gleich etwas leichter.
Ich zitiere an dieser Stelle, weil es so gut passt und wahrscheinlich kaum noch jemand weiß, dass es in der Bundesrepublik Deutschland tatsächlich ein Grundgesetz gibt, dessen Anwendung jedem Journalisten -eigentlich- vor jedem Arbeitsgericht dieses Landes sein Recht verschaffen sollte:
Artikel 5 Abs. 1 GG:
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Agathe, was die Gewerkschaften angeht, lassen es sich einige Vertreter in den Aufsichtsräten recht gut gehen. Warum also sollte man es sich denen verderben, mit denen man an einem Tisch sitzt? Das könnte ja den lukrativen Posten kosten.
Im WDR habe ich natürlich die Information zu den wirklich unglaublichen Vorgängen gehört, wer also die Anzeigen nicht verstanden hat, den hat das alles ohnehin nicht interessiert, der hat dann aber auch keine freie Presse verdient.
Als "Abschiedsgeschenk" der WR-Mitarbeiter an ihre fürsorglichen Ex-Vorgesetzten hätte sich Artikel 5 Abs. 1 GG im Großdruck mit ??? anstelle des abschließenden Punktes angeboten. Allerding hilftdas jetzt auch nichts mehr.
Noch etwas zum Thema Zensur: Die Ruhr Nachrichten haben nicht über die Demonstration gegen die Schließung der WR-Redaktion am Samstag in der Dortmunder Innenstadt berichtet. Immerhin viele hundert Menschen gingen mit bei diesem Trauerzug. Über andere Demos wird natürlich berichtet.
Wer die neuen Lokalteile von Samstag und heute in der WR/WAZ Lünen betrachtet, muss sagen: Raffiniert gemacht. Leser, die nicht so interessiert und aufmerksam sind, werden den Wechsel zu den Ruhr Nachrichten vielleicht gar nicht bemerken. Oder irgendwann vergessen. Aber genau das ist ja auch die Taktik.
Mit Spannung wird die Party erwartet, die am 20. August ab 18 Uhr in der Gaststätte am Alten Postweg in Horstmar stattfinden soll.
Hier wollen sich Biker des Clubs La Honra treffen und feiern. Mit Stripperin und Oben-Ohne-Bedienung, mit Musik, Essen und Drinks. Nicht nur eine Menge Motorradfahrer von nah und fern werden erwartet: Jeder ab 18 kann an dieser Party teilnehmen.
La Honra nennt sich selbst Unterstützer-Club...
Sie sind braun, sie sind rundlich, sie sind winzig. Und überall. Ein kleiner Käfer krabbelt neben dem Herd auf meiner Küchenarbeitsplatte. Ein anderer eilt über den Esstisch. Einen Tag später ist wieder so ein Winzling unterwegs. Diesmal an der Wand im Arbeitszimmer.
Die meisten Käferchen finde ich in der Küche. Als ordentliche Hausfrau schaue ich natürlich sofort in den Schränken nach. Mehl, Zucker, Reis - alles, was man...
Jetzt freuen sich viele Fernsehfans auf die weiteren Folgen von "Wilde Wellen". Der neue Vierteiler läuft im ZDF. Die Geschichte mag flach sein - "humorfreier Mix aus Krimi und Melodram" meint ein Kritiker - doch die Landschaftsaufnahmen sind grandios. Atemberaubende Klippen, türkisblaues Meer. Ich weiß es, denn der Film wurde an meinem Lieblingsurlaubsplatz gedreht, am "Ende der Welt", wie "Finistère" auf deutsch...
Miss Quincy & The Showdown
Die drei sympathischen Musikerinnen aus British Columbia machten am Freitag einen musikalischen Zwischenstopp auf ihrer Europatournee in Lünen. Bob Michaels vom „ Das Greif“ war es gelungen, diese drei Kultmusikerinnen zu engagieren. Kenner der Musik- Szene sind davon überzeugt, dass diesen drei Musikerinnen noch eine große Karriere bevorsteht, so schreibt zum Beispiel Ralph McLean von BBC Radio...
Viele Gäste waren am Sonntag zum Festakt an der renovierten "Scharoun-Schule" erschienen.
Besonders beliebt waren die Führungen durch das im neuen/ alten Glanz erstrahlende Schulgebäude.
Für eine große Anzahl an ehemaligen Schülerinnen war es eine spannende Sache, die restaurierten Räumlichkeiten nach vielen Jahren wieder erleben zu können. Drei Jahre dauerte die Renovierung der Schule und das Ergebnis, so die einhellige...
Ochsengruppe, „Leuchtendes Stadtzeichen“, „Flusswächter“. Viele bedeutende Kunstwerke hat der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen der Stadt schon beschert. Und das Engagement geht weiter. Das wurde jetzt in der gut besuchten Mitgliederversammlung im DRK-Zentrum deutlich.
Ein interessantes Lichtkunstprojekt ist für den Stadteingang südliche Lange Straße geplant. Bernhard Schreiter, alter und neuer Vorsitzender des...