Bomben-Verdacht: Infos für Dienstag

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Eine Bombe liegt am Wüstenknapp unter Umständen in der Erde. (Foto: Lokalkompass Bottrop / Archiv)
 
Wenn im Boden eine Bombe liegt, müssen Menschen in diesem Radius aus ihren Häusern. (Foto: Stadt Lünen)
Flugzeuge warfen im Krieg tausende Bomben auf Städte in Deutschland. Bauarbeiten bringen heute noch Blindgänger zurück ans Tageslicht - aktuell unter Umständen am Wüstenknapp in Lünen. Kampfmittel-Experten fanden auffällige Stellen im Boden.

Der Verdacht besteht, dass es sich bei dem Gegenstand in der Erde um eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg handeln könnte, so die Stadt Lünen am Mittwoch. Dienstagmorgen gibt es bei Untersuchungen der Kampfmittelräumer zusammen mit dem Ordnungsamt der Stadt wohl Klarheit. Wenn im Boden tatsächlich ein Blindgänger liegt, greifen zur Entschärfung der alten Bombe Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa die Evakuierung von Anwohnern. Tausend Anwohner im Radius von zweihundertfünfzig Metern um den Fundort wären in diesem Fall nach Plänen der Stadt etwa betroffen, eine Betreuungsstelle für die Evakuierten gäbe es in der Sporthalle der ehemaligen Hauptschule in Wethmar. Die Stadt setzt in diesem Fall für die Menschen, die keine Fahrgelegenheit haben, Busse ein und zwar ab der Münsterstraße Ecke Goethestraße sowie Hedwigstraße Ecke Marthastraße. Personen, die bettlägrig sind, kommen mit Krankentransporten in die Sammelstelle. "Die Pflegedienste haben hierzu dem Ordnungsamt Informationen bereitgestellt", so die Stadt. Menschen, die selbst bettlägrige Angehörige pflegen, melden sich zur Organisation des Transports über das Bürgertelefon 02306 / 104 20 20 bei der Stadt.

Ausfälle bei Buslinien im Stadtgebiet

"Die Evakuierungsmaßnahmen könnten mehrere Stunden dauern, da viele Menschen betroffen sind und die Entschärfung erst starten kann, wenn das Gebiet komplett menschenleer ist", berichtet die Pressestelle der Stadt Lünen. Auswirkungen hätte ein Bombenfund auch auf den Verkehr, denn der Hauptbahnhof und der Busbahnhof liegen im Sperrbereich, zudem griffe eine Sperrung der Münsterstraße ab der Kurt-Schumacher-Straße. Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna fallen die Haltestellen am Zentralen Omnibusbahnhof, am Hauptbahnhof Nord, Ernst-Becker-Straße, Barbarastraße, Dorfstraße, Wittkamp, Von-Born-Straße, Weidenkamp und Augustin-Wibbelt-Straße aus, darüber hinaus kommt es vermutlich zu Beeinträchtigungen aller Linien im Stadtgebiet. Ersatz sind die Haltestellen Marienkirche, Bäckerstraße, Lange Straße, Altstadtstraße und Schorlemmerskamp.

Häuser im möglichen Evakuierungs-Radius:

Am Wüstenknapp Nummer 1 bis 25
Westfaliastraße Nummer 2 bis 26
Elisabethstraße Nummer 1 bis 19
Hedwigstraße Nummer 1 bis 20
Marthastraße Nummer 12 bis 25
Klarastraße Nummer 1 bis 10
Kirchhofstraße Nummer 1 bis 12
Augustastraße Nummer 1, 3, 5, 7, 9 und 11
Münsterstraße Nummer 38 bis 72 a und 39 bis 67
Goethestraße Nummer 1 bis 13 b
Lessingstraße Nummer 1, 3 und 6
Schillerstraße Nummer 1 bis 13
Ernst-Becker-Straße Nummer 3 bis 16
Fichtestraße Nummer 5 bis 15
Goldbrinkstraße Nummer 15
Rosenstraße Nummer 2 bis 8
Engelswiese Nummer 1-15
Merschstraße Nummer 2, 4, 12 und 14

Thema "Bombe" im Lokalkompass:
> Experten suchen nach Kriegs-Blindgängern
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