Calvin Nowak fährt 85-Tonnen-Loks

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Keine Angst vor großen Maschinen. Calvin Nowak im Führerhaus einer der modernsten E-Loks. (Foto: Nowak)

Als Kind steuerte Calvin Nowak eine Modelleisenbahn, heute fährt der 19-Jährige eine der modernsten E-Loks, die es gibt! Der Lüner macht bei Captrain Deutschland eine Ausbildung zum Triebfahrzeugführer im Güterverkehr.

„Von klein auf war für mich klar, dass ich einmal etwas mit großen Maschinen machen möchte“, erzählt Calvin. Er hat seinen Traum verwirklicht. Offiziell nennt sich sein Beruf „Eisenbahner im Betriebsdienst in Fachrichtung Lokführer und Transport“.

„Noch fahre ich mit einem Praxisbetreuer“, sagt der Azubi im 2. Jahr. Mehr als 5.600 KW und ein Eigengewicht von 85 Tonnen kann so eine moderne Lok haben, mit dem Wagengewicht, das daran hängt, kommt man auf bis zu 3.000 Tonnen. "Sie zu bewegen, ist ein gewaltiges Gefühl!"

Die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer ist anspruchsvoll, man muss belastbar sein und technisches Verständnis, handwerkliches Geschick sowie eine hohe Konzentrationsfähigkeit mitbringen. „Ich wollte nie im Büro sitzen und die Wände anstarren“, erklärt Calvin Nowak. Stattdessen ist er jetzt in ganz Deutschland und manchmal auch im Fernverkehr unterwegs.„Ich komme viel rum und sehe viel - tolle Landschaften und Bilder wie z.B. den Sonnenaufgang am Ruhr-Viadukt in Witten", berichtet der 19-Jährige begeistert.

Abwechslungsreiche Ausbildung

„Es ist jeden Tag anders und das gefällt mir." Und es ist keineswegs so, dass Calvin Nowak „nur“ auf der Lok sitzt. Denn ein weiterer großer Bereich seines Jobs ist das Rangieren. „Diese Kombination macht mir Spaß". Ein abwechslungsreicher Beruf also, der eine vielseitige Ausbildung mit zahlreichen Lehrgängen voraussetzt.

Prüfungen zum „Wagenprüfer“ und „Rangierbegleiter“ hat Calvin bereits hinter sich, ebenso einen dreiwöchigen Aufenthalt in der Werkstatt, der spannende Einblicke ermöglichte. "Eine Lok wurde komplett auseinander genommen!" Zwei Wochen im Hamburger Hafen mit Rangierarbeiten fand der 19-Jährige besonders aufregend. „Das war gigantisch!“

Schichtdienst ist kein Problem

Die Eisenbahn rollt immer, deswegen ist Schichtdienst angesagt. Kein Problem für Calvin Nowak, der als Frühaufsteher besondern gerne in den frühen Morgenstunden arbeitet. „Da ist mehr Ruhe.“ Familie und seine Freundin stehen voll hinter seinem Job, für den er viel lernen muss. „Es gibt Phasen, da kommt eine Prüfung nach der anderen.“ Viel Zeit für andere Sachen bleiben dem jungen Lüner, der auch noch in der Freiwilligen Feuerwehr ist, nicht. Und schon gar nicht für eine Modelleisenbahn, die er eigentlich zuhause aufbauen wollte. Doch wer braucht schon ein Modell, wenn er echte Loks fährt?!
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