Der Jahresrückblick des Lüner Anzeigers

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Diese Scherben flogen vor der Imbissbude bei Hertie auf den Bürgersteig.
 
Das Lippe-Wehr in Beckinghausen.
 
Timo Konietzka als "Bartlivater" an der Brunner Fasnacht 2012. (Foto: Patrick Kehnel)
Das Jahr 2012 verging wieder wie im Fluge. Hier ein kleiner Rückblick über die Geschehnisse in Lünen und Selm.

3. Januar: Glück im Unglück: Sturmtief Ulli braust über Lünen. Am Hertie-gebäude fallen Scheiben aus den Fensterrahmen. Durch die herunterfallenden Scherben wird aber niemand verletzt.

10. Januar: Erneut Glück im Unglück. Bei Wartungsarbeiten kentert am Lippe-Wehr in Beckinghausen ein Boot, ein Mitarbeiter des Lippeverbandes wird unter Wasser gezogen. Der Mann wird von der Feuerwehr aus dem Rechen unverletzt gerettet.

12. Januar: Im Selmer Rat wird im Bürgerhaus für einen kleinen Kompromiss gestimmt. Die Grundsteuer wird nun auf 825 Prozentpunkte erhöht. Vorher sollte die Grundsteuer auf 900 Prozentpunkte steigen, was eine Verdoppelung der bisherigen Steuer bedeutet hätte.

30. Januar: Ein Feuerteufel treibt in Brambauer sein Unwesen und zündet 30 Mülltonnen an. Es soll nicht der einzige Fall von Brandstiftung in Brambauer bleiben. Zwischendurch nimmt die Polizei zwar Verdächtige fest, doch auch danach kommt es immer wieder zu Brandstiftungen im Ortsteil. Bisher wurden noch keine Menschen durch die Brände verletzt.

3. Februar: Im Zuge der Sanierung der Wehrenboldstraße sollen 45 Bäume gefällt werden. Widerstand regt sich, am 30. März wird verkündet, dass die Bäume durch Planänderungen stehen bleiben.

8. März: Anwohner wehren sich mit einer Unterschriftenaktion gegen den Kita-Neubau im Wohngebiet Schorlemmers Kamp. Später wird das Gelände als Baugrundstück wegen Altlasten ausgeschlossen.

12. März: Der bekannte und in Lünen geborene Fußballer Friedhelm „Timo“ Konietzka stirbt in der Schweiz. Er ist unheilbar krank und setzt seinem Leben mit Hilfe einer Sterbehilfeorganisation ein Ende.

13. März: Die Ära des Schlecker Konzerns geht dem Ende entgegen. Auf der ersten Schließungsliste tauchen alle Lüner Filialen auf. Zwischenzeitlich sollten einige Lüner Filialien erhalten werden, doch kurze Zeit später kam das endgültige Aus für die gesamte Schlecker-Drogeriekette.

1. Mai: Lünens Jungvolk ist wieder mit dem Bollerwagen zur Grillwiese unterwegs. Die Riesenparty läuft weitestgehend ohne Probleme ab. Anschließend gibt es wieder ein heißes Rennen um den schönsten Maiwagen im Lüner Anzeiger. Den ersten Platz beim beliebten Wettebwerb macht das Team ha-Mai.

31. Mai: Die Feuerwehr zieht an die Kupferstraße. 13 Millionen Euro wurden investiert, damit man in eine Hauptwache ziehen kann, die dem Stand der Technik entspricht und genug Platz bietet.

12. Juni: Zum DFB-Pokalfinale verlost der Lüner Anzeiger Bilder der Künstlerin Bettina Brökelschen von Robert Lewandowski. Die Resonanz ist riesig. Der 5:2-Pokalsieg des BVB über die Bayern auch.

26. Juni: Ein geplantes Maissilo der Stadtwerke sorgt für Ärger bei den Anwohnern. Im September geben die Stadtwerke bekannt, dass das Silo woanders gebaut werden soll.

30. Juni: Der Lüner Damian Galuszka wird zum Held. Als der 86-jährige Hans Limbach mit seinem Elektrorollstuhl in den Datteln-Hamm-Kanal stürzt, zögert Galuszka nicht, springt ins Wasser und rettet dem Mann somit das Leben. Der Held bleibt bescheiden: „Das war ganz selbstverständlich. Jeder sollte so handeln.“

10. Juli: Hohe Wellen im Rathaus verursacht ein Party-Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook. Ein zunächst anonymer junger Dortmunder hatte zur Party am 14. Juli in den Seepark eingeladen. 3.000 Zusagen gab es innerhalb von zwei Tagen. Die Stadt erteilt ein Facebookpartyverbot für ganz Lünen an diesem Tag. In Lünen blieb es an dem Tag ruhig, es kam zu keiner Party.

24. Juli: Ärger vorm Oktoberfest in Lünen-Süd. Dürfen Fahrgeschäfte auf dem Parkplatz des Friedhofs stehen? Letztlich entscheidet der Rat, dass diesmal (der Marktplatz in Lünen-Süd stand nicht zur Verfügung) auch der Parkplatz am Friedhof für das Oktoberfest genutzt werden darf.

30. September: Die längste Tafel Selms, Schlagerparty, Amtshaus-Geburtstag. Eine Woche lang wurden in Selm die Superlative gefeiert. Dazu schenkt Norbert Rethmann den Selmern die Burg Botzlar.

5. Oktober: Grausiger Fund nach einem Wohnungsbrand in Lünen. Bei Aufräumarbeiten findet man das Skelett eine Kleinkinds. Unfassbar: Eine Woche später entdecken Ermittler eine zweite Babyleiche. Ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Die alleinerziehende Mutter hatte die Säuglinge heimlich zu Hause geboren und war wohl mit der Gesamtsituation überfordert, sie lebte jahrelang mit den Babyleichen in der Wohnung.

15. November: Eine Nachricht, die viele bis heute beschäftigt, erreicht das Rathaus: Lünen wird Forensik-Standort. In der Bevölkerung regt sich großer Wiederstand. Zunächst war die Einrichtung auf dem Gelände Victoria I/II geplant, mittlerweile wird vom Land auch Erlensundern in Niederaden geprüft.

5. November: Schlimmer Fund in Horstmar: Neben Mülltonnen wird eine Leiche mit Stichwunden gefunden. Die Polizei meldet kurz darauf eine Festnahme: Ein 45-Jähriger Pole soll seinen Landsmann in dessen Wohnung bei einem Streit um Geld erstochen haben.

15. November: Zum 23. Mal heiß es Film ab für das Kinofest Lünen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kommt zur Eröffnung. Vier Tage lang steht alles im Zeichen des deutschen Films.

24. November: Es fahren wieder LÜN-Kennzeichen auf den Straßen. Nach fast 38 Jahren können die Lüner nun ihr UN-Kennzeichen gegen das neue LÜN-Kennzeichen ummelden.

26. November: Dieses Urteil sorgt deutschlandweit für Aufsehen. Der Lüner Hobby-Fußballer Michael Schlein bekommt 50.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Sein Dortmunder Gegenspieler hatte Schlein bei einem Foul schwer am Bein verletzt.

29. November: Tage nach der Ummeldung wird das Kennzeichen LÜN-EN 1 vom Dienstwagen des Bürgermeisters gestohlen.

12. Dezember: Ganz in weiß! Beim schneereichen Wintereinbruch heirateten gleich 20 Paare in Lünen. Schließlich ist „12.12.12“ die letzte Schnapszahl ihrer Art in diesem Jahrtausend.

17. Dezember: Die Stadt erhält über eine Million Euro vom Land, um das alte Hertie-Gebäude zurückzubauen. Noch muss Vertragliches mit dem Besitzer geklärt werden.
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