Experten finden keine Bombe in der City

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Arbeiter bereiteten die Löcher vor, in ihnen kamen Sonden in die Erde. (Foto: Magalski)
Bohrer gruben sich Zentimeter für Zentimeter in den Boden neben der Lippe. Experten suchten seit Montag nach einem Kriegs-Relikt. Dienstag gab es ein Ergebnis.

Im Boden neben der Lippe könnte der Blindgänger einer Weltkriegsbombe liegen, diesen Verdacht hatte der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung in Arnsberg nach einer Routine-Überprüfung vor geplanten Bauarbeiten auf dem Gelände. Montag am Morgen begannen die Bohrungen am gesperrten Fußweg entlang der Lippe, nur wenige Meter neben dem Ladenlokal von Optik Schnurbusch. Ein Bagger bohrte mit dem Spezialaufsatz Löcher in die Erde, zum Teil tiefer als zehn Meter. Rohre wurden im Anschluss in die Bohrlöcher gesteckt und in ihnen eine Sonde in die Tiefe gelassen, diese machte Messungen rund um um den verdächtigen Punkt. Im Computer wurden die Daten dann ausgewertet und brachten neue Erkenntnisse über das Objekt tief unter der Erde. "Die Messungen verliefen ohne Befund", so Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg auf Anfrage des Lüner Anzeigers. Im Boden liegt also keine Bombe. Den Bauarbeiten auf dem Gelände steht nichts mehr im Wege. Im Rahmen der Bohrungen förderte man laut Söbbeler an einer Stelle Metallschrott zu Tage, möglicherweise lieferte der den Verdacht. Im August letzten Jahres gab es in Lünen auch einen Blindgänger-Verdacht, damals am Wüstenknapp. Das "Ding" im Erdreich entpuppte sich bei Grabungen dann als massiver Metallkorb.

Thema "Bombe" im Lokalkompass:
> Entwarnung - keine Bombe am Wüstenknapp
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