"Gefahrgut" sorgt am Abend für Aufregung

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(Foto: Eberhard Kamm)
Aufregung um einen Lastwagen mit vermeintlichem Gefahrgut gab es am Abend auf der Kupferstraße in Lünen - ausgerechnet wenige Meter vor der Feuerwache. Eine Flüssigkeit trat von der Ladefläche aus, laut Kennzeichnung ein brennbarer Stoff mit Gefahr für die Umwelt. Die Folge war ein Großeinsatz.

Die Polizei sperrte die Kupferstraße zwischen Kreisverkehr Bergstraße und Aurubis. Die Feuerwehr Lünen fuhr auf Grundlage der Informationen zum Stoff das volle Programm. Zoohandlung und ein Imbiss wurden vorsorglich evakuiert, berichtet Christian Eisenberg, der Einsatzleiter der Feuerwehr Lünen. Berufsfeuerwehr, mehrere Löschzüge der freiwilligen Wehr und die ABC-Einsatzgruppe, eine spezielle Einheit für den Umgang mit Gefahrgütern, und Fahrzeuge des Rettungsdienstes kamen zum Einsatz und gingen auf der Kupferstraße in Stellung. "Die Flüssigkeit haben wir in einem ersten Schritt mit einem speziellen Chemikalienbinder eingedämmt", so Eisenberg. Feuerwehrleute in speziellen Schutzanzügen gingen dann schließlich zum Laster und montierten eine Folie zum Auffangen der Flüssigkeit. Minuten später dann das plötzliche Ende des Einsatzes. Ein Fachberater vom Aurubis-Werk gab Entwarnung, die Ladung des Lasters entpuppte sich als ungefährliches Kupfergranulat. Die Lieferung kam aus Belgien zur Weiterverarbeitung im Lüner Werk von Aurubis. Die Beschilderung am Lastwagen war schlichtweg falsch, warum die Schilder auf einen völlig verkehrten Stoff und noch dazu ein Gefahrgut hinwiesen, ist bislang ein Rätsel.

Thema "Gefahrgut" im Lokalkompass:
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