Geld zurück: Gatzke boxt sich gegen LEG durch

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Hat gut Lachen: Fred Gatzke bekam von der LEG Geld zurück.
Fred Gatzke hat gut Lachen. Der 82-jährige Lüner, Mieterbeiratsvorsitzender der LEG-Siedlung und auch ehemaliger Boxer, feierte einen Punktsieg im Streitfall um die Betriebskostenabrechnung der LEG-Siedlung im Bereich Steinstraße.

2010 hatte es ordentlich Schnee gegeben in Lünen. Auch in der LEG-Siedlung. Doch während Gatzke und einige andere Mieter den Schnee ordnungsgenmäß räumten, taten dies „einige faule Leute nicht“, wie Gatzke sich erinnert. Das Immobilienunternehmen LEG bestellte einen externen Dienstleister, der den Schnee räumte. „Danach wurden die Kosten auf alle Mieter umgelegt, auch auf die, die immer selbst geräumt haben“, berichtet Gatzke.

Der rüstige Senior, der nach eigenen Angaben der einzige Boxer in Lünen ist, der noch nie K.O. gegangen ist, wehrte sich und stieg – sinnbildlich – gegen die LEG in den Ring. Mit einer Unterschriftenaktion aller „Schneeräumer“ der Siedlung hatte Gatzke nun nach langem hin und her Erfolg. In seinem Falle gab es z.B. 237,50 Euro zurück. „Es kann ja auch nicht sein, dass wir für die bezahlen, die faul im Bett liegen“, so Gatzke.

Allerdings betont die LEG in dem Schreiben, die Kosten „einmalig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ zu erstatten. Doch auch im Wiederholungsfall will Gatzke sich wehren. „Denn wir räumen unseren Schnee selber“.
Fred Gatzke ist zusammen mit anderen Mietern seit 1975 in der Siedlung aktiv. Die Barbarafeier, Siedlungsfeste, Gartenarbeiten und das Pflegen der großen Seilscheibe und der Barbarastatue gehören u.a. dazu.
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Hans Werner Wagner aus Lünen | 26.02.2013 | 20:15  
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