Grazyna macht Eier-Kunst wie der Osterhase

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Muster oder Malerei - Grazyna Kania ist eine Künstlerin am Osterei. (Foto: Magalski)
 
Grazyna Kania macht Eier-Kunst, seit drei Jahren ist es ihr Hobby. (Foto: Magalski)
Grazyna Kania macht dem Osterhasen Konkurrenz, denn seit drei Jahren widmet die Lünerin sich der großen Kunst am kleinen Ei. Im Arbeitszimmer schneidet die Künstlerin Blüten in die Schale, kratzt Bilder in die Farbe und beklebt Eier mit winzigen Papierrollen. Das Ergebnis sind Unikate.

Eier in vielen Farben liegen in der Kiste auf dem Wohnzimmertisch, hängen am Osterstrauch neben dem Sofa oder stehen als Deko im Schrank. Eier, das merkt der Besucher im Hause Kania gleich, haben hier einen ganz besonderen Stellenwert. In Polen, der Heimat von Grazyna Kania, ist die Kunst am Ei viel weiter verbreitet, in unseren Breitengraden ist es aber ein seltenes Hobby. Der Weg vom normalen Ei bis zum Kunstwerk dauert viele Stunden. Mann Christoph hilft in der Küche beim Ausblasen der dünnen Schalen und der kulinarischen Verwertung des Inhaltes, dann kommen die Eier zur gründlichen Innenreinigung in eine spezielle Lösung und erst dann ist der zerbrechliche Rohstoff bereit zur "Veredelung" durch die geschickten Hände der Lünerin. Muster zeichnet Grazyna Kania erst mit einem Bleistift auf die Schale, die Vorlagen dafür hat sie einfach im Kopf, erzählt die Lünerin. Im Laufe der Jahre sind so wertvolle Kunstwerke entstanden, ob beklebt mit Perlen oder glitzernden Straßsteinchen. Das Ei mit dem Schriftzug "Love" hat sie sogar in einer kunstvollen Spirale halbiert, aber mit etwas Geschick ergeben die Hälften wieder ein Ganzes.

Geräusch wie beim Zahnarzt-Bohrer

"Hühnereier sind viel stabiler als man denkt", macht Grazyna Kania Anfängern Mut. Eier von Gänsen, Nandus und Straußen hatte die Künstlerin aber ebenso schon auf dem Tisch. "Zum Bearbeiten der Eier habe ich früher einen Drehmel benutzt, aber der war sehr laut, nun nehme ich ein Gerät zur Fußpflege mit dreißigtausend Umdrehungen", erzählt Grazyna Kania. Mit Aufsetzen zum Schneiden, Bohren, Fräsen. Die Spitze gräbt sich mit dem surrenden Geräusch eines Zahnarztbohrers in die Eierschale und verwandelt die Schale in feines weißes Pulver. "Mundschutz und Brille trage ich deshalb beim Arbeiten, für feine Arbeiten habe ich eine Lampe mit einer Lupe und demnächst kaufe ich mir noch eine Absauganlage, denn so liegt der Staub innerhalb kürzester Zeit in allen Ecken." Wo gewerkelt wird, fallen eben auch manchmal Eierschalen... Grazyna Kania hatte ihre kleinen Kunstwerke in diesem Jahr auch beim Frühlingsbasar im Hansesaal im Angebot, allerdings mit mäßigem Erfolg. "Vier Euro für ein Ei war vielen Besuchern zu teuer, dabei ist das bei einer gesamten Arbeitsdauer von etwa drei Stunden pro Exemplar für mich sogar ein ziemlich schlechter Stundenlohn." Plastik-Massenware aus China gebe es halt zum günstigeren Preis, doch Qualität kostet auch Geld. Familie und Freunde schätzen aber ihre Eier, dann natürlich oft als Geschenk.

Malerei, Fotografie und winzige Papierrollen

Grazyna Kania hat nicht nur Talent für die Eierkunst, die Lünerin malt auch Bilder, zeigt Fotografien als BürgerReporterin im Lokalkompass und beschäftigt sich mit "Quilling", das sind kleine Kunstwerke aus winzigen Papierrollen. Wenn Quilling und Eierkunst sich verbinden, klebt Grazyna Kania die Papierrollen auf die Schale. Langweile kennt diese Frau auf alle Fälle nicht, soviel ist sicher bei dieser Menge von Hobbys.

Thema "Ostern" im Lokalkompass:
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