Großeinsatz! Handschellen klicken bei Razzia

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Polizisten bringen den Verhafteten zu einem Fahrzeug. Der Mann trägt Handschellen, versteckt sein Gesicht unter der Kapuze und hinter den Händen. (Foto: Magalski)
Bundespolizisten durchsuchten am Mittwoch eine Wohnung an der Preußenstraße in Lünen. Kein Einzelfall, sondern laut einem Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Teil eines Großeinsatzes in mehreren Städten.

Die Kräfte der Bundespolizei starteten am Morgen ihren Einsatz in der Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses gegenüber der Ebertstraße. In Handschellen wurde wenig später ein Mann zu einem der Fahrzeuge gebracht, die Kapuze zog der Festgenommene sich tief ins Gesicht. Nach Recherchen unserer Redaktion waren am Vormittag auch Beamte einer Entschärfer-Einheit der Polizei vor Ort, auf einem Anhänger hinter einem Zivilfahrzeug transportierten sie offenbar einen sogenannten Dynasafe, einen Spezialbehälter zum Transport von Sprengstoffen. Die Arbeiten in der Wohnung dauerte bis zum späten Nachmittag, dann brachten Polizisten in einem Wäschekorb und mehreren Taschen potenzielle Beweisstücke zum Abtransport ins Freie. Zum Einsatz kam in der Wohnung außerdem ein Spürhund.

Staatsanwaltschaft bestätigt mehrere Festnahmen

Oberstaatsanwalt Wolf Baumert von der Staatsanwaltschaft in Wuppertal nahm zu diesen Details auf Anfrage des Lüner Anzeigers keine Stellung, bestätigte aber einen Großeinsatz am Mittwoch. Beamte der Bundespolizei durchsuchten laut Baumert unter Führung der Staatsanwaltschaft Wuppertal im Rahmen von Ermittlungen in einem aktuellen Verfahren Objekte zum Beispiel in Lünen, Dortmund. Weitere Einsatzorte lagen nach Informationen unserer Redaktion in Selm und Wuppertal. Neben Festnahmen mehrerer Personen gelang dabei die Sicherstellung von möglichen Beweisen. Zu Hintergründen machte Baumert aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben und verwies auf eine Pressemitteilung am Donnerstag. Jens Flöhren, Sprecher der Bundespolizei, sagte der Bild-Zeitung aber, es ginge nicht um Terror.

Umzug des Pflegedienstes schürt Gerüchte

Kartons, die aus den Räumen des im Erdgeschoss des Gebäude ansässigen Pflegedienstes Merten & Merten getragen wurden, sorgten im Laufe des Tages außerdem für Gerüchte über einen Zusammenhang. Was Augenzeugen da beobachteten, stand allerdings in keiner Verbindung mit dem Einsatz der Polizei. Der Pflegedienst zog am Mittwoch schlicht in neue Räume oberhalb der Sparkasse, doch Zeugen vermuteten im Transport von Kisten und anderen Gegenständen fälschlich die Sicherstellung von Beweisen.

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