Hohe Belohnung nach Giftköder-Anschlägen

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Nach den Funden von Giftködern setzt die PETA eine hohe Belohnung aus. (Foto: Magalski)
Köder mit Leberwurst und Rattengift sorgen für Aufregung bei Tierhaltern in Lünen. Hund Lucky rettete am vergangenen Donnerstag ein Tierarzt das Leben, von den Tätern gibt es aber noch keine Spur. Tierschützer versprechen nun tausend Euro Belohnung für entscheidende Hinweise.

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder gefahrlos ausgeführt werden können“, betont Judith Pein für die Tierrechtsorganisation "People for the Ethical Treatment of Animals" kurz PETA. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die vergifteten Lebensmittel auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein und im Falle eines Verdachts auf vergiftete Köder umgehend einen Tierarzt aufsuchen.“ In den letzten Monaten hatte es mehrere Köderfunde dieser Art in der Region gegeben, weshalb die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen.

Hilfe bei Vergiftungen

Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen müsse sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell, so die Experten. Der Hund solle beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose sei es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Forderung nach Meldesystem für Giftköder

Grundsätzlich fordere PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung - so stellen es sich die Tierschützer vor - frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

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