Hospizhund Amano regelmäßig zu Besuch im Hospiz am Wallgang

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auch vor Rollstühlen hat Amano keine Angst
Lünen: Hospiz am Wallgang | Lünen/06.10.2017

Neuen, ehrenamtlichen Mitarbeiter
Seit gestern hat das Hospiz am Wallgang in Lünen einen neuen, ehremamtlichen Mitarbeiter:
Hospizhund Amano.
Amano ist ein 10 Wochen alter Havaneser-Rüde und wird sein Frauchen - die als Altenpflegerin im Hospiz arbeitet - zum Dienst begleiten. Somit ist Amano erst der zweite Hund in ganz Deutschland der regelmäßig in einem Hospiz "arbeitet" und nicht nur ab und an mal zu Besuch kommt.




Entscheidung für einen Welpen
Bevor sein Frauchen Sonja Schlaak den Welpen angeschafft hat wurde dies selbstverständlich mit Hospizleiter Sebastian Roth abgesprochen.
Auch die Entscheidung für einen Havaneser-Welpen war kein Zufall. Havaneser haaren nicht und lösen keine Allergien aus. Außerdem sprühen sie nur so vor Lebensfreude und stecken damit alle an. Selbst Menschen die Hunde generell eigentlich nicht schätzen schließen - nach anfänglicher Skepsis - den Havaneser immer mehr ins Herz.

Ein Hund im Hospiz: Beziehungshilfe
Ein Hospizbegleithund kann zwar nicht den Kontakt zu anderen Menschen
ersetzen, aber er kann Gefühle der Einsamkeit und der Verlorenheit mildern.
Die Beziehung zu einem Hund kann für schwer Kranke eine Bereicherung und ein
Trost in einsamen Stunden sein und bei psychischen Belastungen helfen.
Denn ein Hund geht auf eine ganz bestimmte Art und Weise auf einen Menschen
ein. Er setzt sich zu ihm oder rollt sich auf dem Schoß zusammen.
Bei Krisen – die bei einem Einzug ins Hospiz entstehen können – oder wenn der
Gast körperlich Krank ist, sich schlecht und elend fühlt kann ein Hund den
Schmerz lindern helfen (durch Ablenkung, streicheln....).
Zusammenfassend lässt sich sagen:

– ein Hund hilft gegen Einsamkeitsgefühle
– hilft gegen Isolationsgefühle
– fördert die Kontaktaufnahme
– hilft, den Sinn des Lebens zu spüren
– hilft, den Tagesablauf zu strukturieren
– hilft, Liebe zu erhalten und zu geben
– hilft, sich wertvoll und liebenswert zu fühlen
– hilft, sich ohne Bedingungen angenommen zu fühlen
– hilft, Gesprächsstoff zu haben
– hilft, Erinnerungen aufzufrischen

Erster Einsatz
Seinen ersten Einsatz im Hospiz hatte Amano gestern und durfte erst einmal mit Frauchen das Haus erkunden, aber auch schon einige Gäste kennengekernt.
Ausgiebige Streicheleinheiten und fahren mit einem Rollstuhl (auf dem Schoß eines Gastes) inklusive.

Nicht jeder Hund geeignet
Aber nicht jeder Hund ist auch geeignet in einem Hospiz zu "arbeiten"!
Im besten Fall wird er schon von Geburt langsam an diese Aufgabe herangeführt. So wie Amano. Der Rüde wurde von seiner Züchterin Maureen Radszuweit aus Voerde mit bedacht ausgesucht und schon als kleiner Welpe auf seinen "Job" vorbereitet.
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