Kinderpalliativzentrum "Station Lichtblicke": Lünerin engagiert sich für unheilbar kranke Kinder

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Eine unheilbare Krankheit kann man auch im Palliativzentrum in Datteln nicht heilen. Aber man kann dort den Kindern und der ganzen Familie die bestmögliche Unterstützung bieten. Medizinisch und auch seelisch. Professor Dr. Boris Zernikow kümmert sich hier liebevoll um einen kleinen Patienten der Station. (Foto: Station Lichtblicke)
 
Ihre Herzen schlagen für das Kinderpalliativzentrum in Datteln (v.l.): Britta Homann, Sigrid Thiemann, die Lünerin Marlies Selent und Barbara Gertz helfen mit großem Engagement und ganz viel Liebe. (Foto: Station Lichtblicke)
„Alle Wünsche werden klein, gegen den, gesund zu sein“, wie viel Wahrheit hinter dieser Weisheit steckt, erfährt man schnell bei einem Besuch der „Station Lichtblicke“. So heißt die Kinderpalliativstation in Datteln. Sie ist die erste ihrer Art in Europa. Die Kosten für diese Therapie unheilbar kranker Kinder zahlen aber nur zu 70 Prozent die Krankenkassen. Der Rest wird durch Spendengelder und Fördermittel finanziert. Einer der Spendensammler ist die Lünerin Marlies Selent.

In Sachen Spenden muss der Freundeskreis der Station immer am Ball bleiben. Denn ohne diese Gelder könnten die wichtigen Angebote im Kinderpalliativzentrum, das auch für Lünen zuständig ist, nicht aufrecht erhalten werden. Die Lünerin Marlies Selent engagiert sich ehrenamtlich für die „Station Lichtblicke“, auch ihr gibt diese wichtige Arbeit viel zurück. „Denen etwas Schönes und Gutes tun, die sonst durch ihre Krankheitsgeschichte nur noch sehr wenig vom Leben haben, macht glücklich. Man weiß es einfach zu schätzen, dass man selbst gesund ist.“
Und wie wichtig die Angebote sind, zeigt ein Besuch in der Klinik. Am Anfang steht für die Familien die erschütternde Diagnose, dass eine unheilbare Krankheit vorliegt, die über kurz oder lang zum Tode führen wird. Klinik und Mitarbeiter sind speziell geschult, können intensiv betreuen und die vielen tollen Einrichtungen der Station nutzen, wie Sinnesräume oder Eingriffsräume, in denen sich die Kinder so wohlfühlen sollen wie möglich.

„Die ganze Familie ist der Patient“ - dieses Motto der Klinik zeigt, wie groß die Hilfestellung ist. Rund 190 Patienten hat die Station im Jahr, mit extrem seltenen oder auch bekannteren Krankheiten. Auch die Eltern können nah dabei sein, haben eigene Zimmer und können sich - was sehr wichtig ist - mit anderen Eltern austauschen.

Derzeit arbeitet ein Team aus drei palliativmedizinisch ausgebildeten Kinderärzten und 19 Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, vorwiegend mit Palliative Care Ausbildung, auf der Station Lichtblicke.
RTL-Moderatorin Inka Bause ist Schirmherrin der Kampagne „500 Lebensfreunde gesucht“, sie reiste aus Berlin nach Datteln. Herzlich und aufgeschlossen lernte sie das Team und die Angebote für die lebensbedrohlich erkrankten Kinder und deren Familien kennen.

Karin Forsmann, Kinderkrankenschwester, arbeitet seit der Eröffnung vor rund fünf Jahren auf der Station. Sie bringt es auf den Punkt, warum sie die Arbeit mit den unheilbar kranken Kindern macht: „Weil ich ich ganz nah an den Kindern sein kann. Aus diesem früheren Tabu-Thema kann ich vieles Positives rausziehen. Ja, die Arbeit belastet auch, aber es ist sinnstiftend, man tut so viel Gutes. Und man kann den Eltern helfen, die sonst kaum jemanden finden, der das macht.“

Alle Infos zur Spendenaktion:

Mit der Kampagne „500 Lebensfreunde gesucht“ will der Freundeskreis des Kinderpalliativzentrums neue Fördermitglieder gewinnen.

Privatpersonen unterstützen mit min. 50 Euro im Jahr, mit Partner mit min. 60 Euro im Jahr.

Die Jahresunterstützung für Unternehmen & Vereine beträgt min. 250 Euro.

Infos unter www.lebensfreund-werden.de oder telefonisch unter Tel. 02363 / 975 795.
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