Kommentar: Fleisch hat seinen Preis

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Der Kommentar im Lüner Anzeiger und im Lokalkompass Lünen. (Foto: Magalski)
Jagd sei Tierquälerei, manche Kritiker sprechen sogar von Mord. Die Emotionen kochen hoch nach der Drückjagd auf Wildschweine am vergangenen Wochenende. Ein Kommentar von Daniel Magalski:

Im Internet hagelt es nach der großen Jagd auf Wildschweine in den Wäldern um Cappenberg am letzten Samstag Kritik, zum großen Teil in deftigen Worten. Jäger sind Mörder, schreibt da eine Nutzerin, ein Mann bezeichnet die Jäger als „Pack“ und ein Dritter wünscht ihnen sogar selbst den Tod durch ihr Gewehr. Emotionen sind - wie oft, wenn es um Tiere geht - mit im Spiel. Die Frage ist aber: Sind die Kommentatoren alle Vegetarier? Wer Fleisch essen will oder auch nur seine eigenen Haustiere damit füttern möchte, muss nun mal Tiere töten (lassen) - das ist ein nüchterner Fakt. Ob Jagd für Tiere wirklich schlimmer ist als die in vielen Fällen gängige Massenhaltung? Zweifel sind angebracht, denn während Wildtiere ihr Leben bis zum Tod in ihrem natürlichen Lebensraum verbringen dürfen, fristen Hühner, Schweine und Kühe in Betrieben oft ein wenig artgerechtes Leben in dunklen Ställen, ganz abgesehen vom Transport zum Schlachthof über teils weite Strecken. Der Verbraucher will viel Fleisch und das möglichst billig, doch wer zahlt am Ende dafür den wahren Preis?

Thema "Jagd" im Lokalkompass:
> Jäger finden Wildschwein-Schäden im Wald
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3 Kommentare
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Renate Croissier aus Lünen | 09.12.2015 | 08:48  
Daniel Magalski aus Lünen | 09.12.2015 | 08:50  
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Oliver Loschek aus Bergkamen | 10.12.2015 | 22:34  
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