Lünen feierte das Ende der Großbaustelle

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Spaziergänge hoch über Lünen gab es auf der Higline am Marktplatz. (Foto: Magalski)
Lärm und Dreck haben ein Ende und Lünen hat eine neue gute Stube! Sonntag feierten tausende Besucher den Stadtumbau mit einem großen Fest.

Sonne, blauer Himmel, ein spektakuläres Programm und wahre Massen von Gästen - es war die perfekte Mischung für ein tolles Fest. Innenstadt und Parkplätze waren voll wie lange nicht mehr und Lünen präsentierte sich nach den umfangreichen Bauarbeiten rund um Hertie, aber auch in der nördlichen Innenstadt und an der Persiluhr, in neuem Glanz. Michael Groschek, der Minister Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, sprach zur Eröffnung des Festes und lobte Lünen für den Stadtumbau. Lünen behaupte sich als David gegen viele Goliathe in der Umgebung, so der Minister. Die Modernisierung der Hertie-Umgebung kostete laut Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns rund 1.300.000 Euro. Den Großteil von über einer Million finanzierten Land und Bund. Stadt Lünen und Bauverein teilten sich den Rest. Groschek kündigte an, dass das Land die Innenstadt-Entwicklung in Lünen weiter fördern werde, mit "offenem Herzen und offener Brieftasche".

Kunststücke hoch über dem Marktplatz

Die Attraktion am oder besser über dem neuen Marktplatz waren drei junge Männer: Basti Aldehof, Mirko Rehfeld und Dominik Soencksen hatten ihre "Highline" zwischen technischem Rathaus und Hertie gespannt und balancierten in zwölf Metern Höhe auf dem knapp zwei Zentimeter dünnen Band über den Markt. Ein Seil und ein Klettergurt sicherten die Akteure gegen Stürze, doch manchem Zuschauer rutschte auch so das Herz in die Hose. Basti, Mirko und Dominik hatten auf alle Fälle Spaß, denn "eine Location wie hier mitten in der City ist schon eine Besonderheit". Im Tobiaspark zeigte David Schmidt auf der Slackline - sozusagen der kleinen Schwester der Highline - Tricks und lud Zuschauer ein zum Mitmachen.

Zumba, Besichtigungen und Trödel

Das Bauverein-Team bot den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen des ehemaligen Kaufhauses an, in mehreren Führungen ging es unter anderem auf die grüne Dachterrasse und in eine der Wohnungen im Hertie-Haus.Schweiß floss im Umfeld der Persiluhr bei den Bauarbeitern in den letzten Wochen eine ganze Menge. Sonntag gab es in einer temporeichen Zumba-Session Schwitzen mit Spaß. Eine Trödelmeile lockte rund um das Lippezentrum und am Treffpunkt Neuland vor der Persiluhr-Passage lockte der Duft von Spezialitäten aus Eritrea. Die Bäckerei Kanne lud Kinder in die Backstube ein - in einem Pavillon vor der neuen Filiale produzierte der Nachwuchs Plätzchen und süße Osterhasen.

Thema "Hertie" im Lokalkompass:
> Bauarbeiten starten im Hertie-Haus
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